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RA Ingo Driftmeyer
RA Ingo Driftmeyer, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 451
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt tätig seit 2008.
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RA Ingo Driftmeyer ist jetzt online.

Hallo! Ich bin ein deutscher Staatsangehöriger. Bekomme ein

Kundenfrage

Hallo!
Ich bin ein deutscher Staatsangehöriger. Bekomme ein Kind in der Schweiz von einer Freundin (nicht Ehegattin!), die Bewilligung B hat, und einen litauischen Pass besitzt, wo sie als "litauische Nichtbürgerin" eingetragen ist.
Ich will Vaterschaftsanerkennung durchziehen. Das Kind bekommt aber nach schweizerischem Recht die Staatsangehörigkeit von Mutter.
Gibt es eine Möglichkeit, dass das Kind meine Staatsangehörigkeit bekommt?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

1. Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nach § 4 Abs. 1 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) auch durch Geburt erworben, wenn ein Elternteil Deutscher ist.

Wenn – wie in Ihrem Fall – nur der Vater Deutscher ist, so bedarf es bei unehelicher Geburt der Anerkennung der Vaterschaft.

Nach § 4 Abs. 4 StAG gilt der Erwerb der Staatsangehörigkeit vom Elternteil nach § 4 Abs. 1 StAG nicht bei Geburt des Kindes im Ausland. Dies gilt jedoch nur für zukünftige Fälle, nämlich dann, wenn der deutsche Elternteil nach 1999 im Ausland geboren wurde.

Danach wäre ein Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für Ihr Kind möglich, wenn Sie die Vaterschaft anerkennen.

Die Anerkennungserklärung kann vor allen Standesämtern, Jugendämtern und Notaren in Deutschland abgebeben werden, auch deutsche Auslandsvertretungen (Botschaften) im Ausland sind zuständig. Die Kindesmutter muss der Erklärung gemäß § 1595 BGB zustimmen.

2. Aus dem schweizerischen Staatsangehörigkeitsgeset (Bürgerrechtsgesetz) ergeben sich keine Konflikte der Art, dass das Kind nur eine Staatsangehörigkeit besitzen darf.

Vielmehr ist davon auszugehen, dass das Kind durch Geburt zwei Staatsangehörigkeiten erhält.

Dies ist auch grundsätzlich zulässig.

Zwar sehen die rechtlichen Regelungen für den Fall der Einbürgerung meist vor, dass die betreffende Person bei Einbürgerungswunsch auf die bisherige Staatsangehörigkeit verzichten muss.

Für den Erwerb der Staatsangehörigkeit durch Abstammung – wie in Ihrem Fall – gilt jedoch nicht etwas Entsprechendes.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer

Rechtsanwalt

Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie eine Nachfrage haben, beantworte ich diese gern.

Falls nicht, möchte ich Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren.

Vielen Dank

und mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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