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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26896
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo! Ich war am Freitag erkältet und meldete mich für

Kundenfrage

Hallo!

Ich war am Freitag erkältet und meldete mich für den Freitag in der Arbeit krank. Am Wochenende konnte ich mich regenerieren und wollte am Montag zur Arbeit gehen. Leider bekam ich in der Nacht vom Sonntag auf Montag Magenprobleme (ich befinde mich auch beim Arzt diesbezüglich in Behandlung). So habe ich mich für Montag wieder krank gemeldet.
Mein Arbeitgeber verlangt jetzt von mir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Ich bin immer davon ausgegangen, dass ein Attest nur im Falle der gleichen Erkrankung über das Wochenende vorzulegen ist.
Habe ich Recht oder ist dieser Fall anders auszulegen?

Danke XXXXX XXXXX schnelle Antwort im Voraus!

Natalja.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass Sie 5 Tage die Woche arbeiten.

Nach der Regelung in § 5 Abs. 1 S. 2 EFZG braucht der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung nur dann vorzulegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage andauert, und zwar am darauf folgenden Arbeitstag.

An einer Erkrankung von mehr als drei Arbeitstagen fehlt es im vorliegenden Fall, da Sie lediglich zwei mal einen Arbeitstag krank gewesen sind.

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann Ihr Arbeitgeber daher nur dann verlangen, wenn im Arbeitsvertrag eine Vorlagepflicht ab dem ersten Krankheitstag besteht.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für eine schnelle Antwort!

So war mir das auch bekannt. Ich weiß auch nicht, wieso die Arbeitsfähigkeitsbescheinigung hier vorzulegen ist. Erst ab dem 3 Tag muss man bei uns in der Arbeit den Attest vorlegen. Die Personalabteilung meint, dass das Wochenende bei uns mitgezählt wird. Wir sind ein großes und internationales Konzern.
Kann der AG von mir dies also nicht verlangen? oder ist in Einzelfällen von der Gesetzgebung abzuweichen?
Wie wäre aber in dem von mir beschilderten Fall? Muss man grundsätzlich ein Attest vorlegen, wenn es zwei unterschiedliche Erkrankungen sind?
Nehmen wir an:
Donnerstag und Freitag - Grippe.
Montag und Dienstag - Zahnschmerzen mit Fieber.

Sonst habe ich keine Fragen :)

Danke!
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nein die Gesetzgebung, hier der § 5 EFZG verlangt erst dann einen Nachweis, also eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, wenn die Arbeitsunfähigkeit drei Tage dauert.

Im vorliegenden Fall waren Sie am Freitag erkrankt und am Montag erneut erkrankt. Es lagen zwei unterschiedliche Erkrankungen vor. Die erste Erkrankung dauerte einen Tag (Freitag), die zweite begann am Montag.

Aus diesem Grunde müssen Sie auch für die beiden Erkrankungen in Ihrem Beispiel Donnerstag + Freitag und Montag +Dienstag keine AU-Bescheinigung vorlegen, da die Erkrankungen keine drei Tage dauerten.

Eine Ausnahme besteht, wie bereits angesprochen nur dann, wenn im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart wurde, die AU-Bescheinigung ab dem ersten Tag vorzulegen.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich möchte doch auf Ihre Antwort noch kurz angehen.
Laut in § 5 Abs. 1 S. 2 EFZG werden Kalendertage doch gemeint! Somit kann hier unter Umtänden das Wochenende mitgezählt werden (obwohl man 5-Tage Woche hat)?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Richtig, aber hat Ihre Erkältung hat keine 3 Tage überschritten. Allein aus diesem Grunde ist keine AU-Bescheinigung vorzulegen. Wenn jedoch wegen Ihrer Magenprobleme die Erkrankung länger als 3 Tage dauert müssen Sie eine AU-Bescheinigung (Erstbescheinigung) am 4. Tage in Vorlage bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank!
Ich werde morgen unserem Betriebsrat den Sachverhalt schildern.

Mit freundlichen Grüßen
Natalja
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte gern geschehen!