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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7708
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Anfang 2010 wurde mein Insovenzverfahren

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang 2010 wurde mein Insovenzverfahren eröffnet. Kurz darauf hat der Treuhänder die Eigentumswohnung aus dem Insolvenzbeschlag freigegeben, mit dem Hinweis dass ich nun wieder für das Hausgeld und die Nebenkosten zuständig bin. Daraufhin habe ich lediglich die Grund-steuer regelmässig beglichen, da die Mietein-nahmen die finanzierende Bank vereinnahmt hat.

Nach erfolgter Zwangsversteigerung und Verteilung des Erlöses im September 2011 sind die Forderungen der WEG gegen mich hinsichtlich der Wohneinheit vollständig beglichen.

Nun bekam ich letzte Woche ein Schreiben der Hausverwaltung dass hinsichtlich des TG-Stell-platzes noch ein Rückstand aus der Jahresabrech-nung 2010 und den Wohngeldern von Januar bis Juli 2011 besteht.

In diesem Schreiben wurde ich gebeten die Forderung zu begleichen da ansonsten die WEG in Erwägung zieht diese titulieren zu lassen.

Meine Frage ist nun ob ich diese auch begleichen muss da es doch eigentlich nicht sein kann dass die Bank die Mieteinnahmen direkt vom Mieter bekommen hat und ich die laufenden Kosten zu tragen habe bzw. ob die Bank die Mieteinnahmen überhaupt einnehmen darf da diese doch durch die Freigabe eigentlich auch nicht mehr zur Masse gehören.

Laut Auskunft der finanzierenden Bank gab es auch keine Zwangsverwaltung, aber mehr wollte diese mir auch nicht sagen und mir wurde diesbezüglich auch nichts mitgeteilt.

Besten Dank vorab,

mit freundlichen Grüssen

Edin Kursumovic
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Bank hat in der Tat die Nebenkosten abzuführen, wenn diese die Mieteinnahmen vereinnahmt. Zudem werden die Hausgelder aus dem Zwangsversteigerungserlös vorab befriedigt. Hinsichtlich der Jahresabrechnung sehe ich keine Grundlage mehr diese bei Ihnen einzufordern. Es handelt sich hier um eine Forderung, die zum einen zum Insolvenzverfahren als Insolvenzforderung anzumelden ist, zum anderen wird die Hausverwaltung diesen Anspruch verwirkt haben, wenn sie diesen nicht in dem Zwangsversteigerungsverfahren angemeldet hat.

In Bezug auf die Nachzahlung für das Jahr 2011 sehe ich Sie leider weiter in Pflicht. Auch wenn Sie eine Zahlungspflicht der Bank begründen können, da diese die kompletten Einnahmen eingezogen hat (Mietabtretung?), wird die Bank sicherlich hier nicht freiwillig zahlen. Daher wird die Verwaltung die Forderung gegen Sie einfordern können. Sie können in dem Verfahren der Bank den Streit verkünden. Vorab würde ich empfehlen sich aufgrund des Insolvenzverfahrens im Vergleichswege zu einigen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrter Herr RA Schröter,

 

bedeutet das wenn ich es richtig verstanden habe dass ich nur das Hausgeld für 2011

noch bezahlen muss, und auf dem Hausgeld für 2010 die Hausverwaltung sitzen bleibt ?

 

Und vielen Dank noch einmal für die sehr schnelle und kompetente Hilfe !

 

Viele Grüsse aus München

 

Edin Kursumovic

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Richtig, aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens sollten Sie dies nutzen, um im Vergleichswege eine Zahlungsreduzierung auszuhandeln.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrter Herr RA Schröter,

 

nun habe ich eine Antwort von der Hausverwaltung bekommen mit der entsprechenden Anlage mit den angemeldeten Forderungen. Die Hausgeldforderungen wurden komplett angemeldet, aus 2009, 2010 und bis einschliesslich 07/2011, insgesamt 983,35.

 

Der Verkehrswert der TG betrug 7.000,--, die Vorrangstellung war damit begrenzt auf 350,--. Die von der WEG angemeldeten Forderungen von 983,35 konnten damit nicht vollständig ausgeglichen werden, womit nun noch die 633,35 offen bleiben.

 

Irgendwo habe ich einmal gelesen dass mit den Mieteinnahmen welche die Bank für

sich beansprucht hat eigentlich zuerst die offenen Hausgelder an die WEG abgeführt werden müssen.

 

Können Sie mir bitte sagen ob das stimmt und ich die Hausverwaltung bezüglich dem offenen Hausgeld nun bitten soll sich an die Bank zu wenden ?

 

Seit Ende 2010 habe ich eine private Rechtsschutzversicherung, ich weiss nicht ob diese für diesen Fall beansprucht werden könnte wenn ich Sie damit beauftrage das

ganze abzuwenden.

 

Das ganze steht m.E. in einem groben Missverhältnis, da die Wohnung nicht leer stand. Die Bank vereinnahmt die Miete und ich muss die laufenden Kosten tragen.

 

Oder muss ich das nun so akzeptieren wie es ist und für die gesame Forderung aufkommen und es gut sein lassen ?

 

Für Ihre Beantwortung wäre ich Ihnen sehr dankbar und werde dafür selbstverständlich aufkommen.

 

Besten Dank und viele Grüsse

 

Edin Kursumovic

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Bank hat offenbar die Nebenkosten des Mieters vereinnahmt. Dies kann von einer Mietabtretung oder Mietpfaendung nicht umfasst sein, so dass die Bank die Nebenkosten an die Hausverwaltung abführen muss. Dies würde auch bei einer Zwangsverwaltung gelten. Ausnahme ist hier nur die Instandhaltungsruecklage. Fordern Sie daher die Bank unter Hinweis auf die unwirksame Vereinbarung in Bezug auf den Einzug der Nebenkostenvorauszahlung auf diese an die Hausverwaltung abzuführen. Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Viele Gruesse

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