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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeite für einen thüringer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite für einen thüringer Bildungsträger seit 01.09.2012 (unbefristeter AV).
Ich bin 40% behindert und bin 50% gleichgestellt.
Vor ca. einer Woche erhielt ich eine fristgemäße Kündigung (Datum: 28.02.2012 zum 31.03.2012).
Man hat allerdings versäumt das Integrationsamt zu informieren bzw. zu kontaktieren.
Muss ich diese Kündigung akzeptieren? Was kann ich dagegen tun?

Mit freundlichen Grüßen

Petra Aquillon
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie schreiben, dass Sie seit dem 01.09.2012 dort arbeiten. Das ist sicher nicht ganz richtig. Seit wann genau arbeiten Sie dort?

Danke.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, 01.09.2012 ist natürlich falsch. Ich arbeite seit 01.09.2010 in diesem Unternehmen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke.

Die Aussage des Arbeitgebers ist nicht haltbar. Es muss keine Verbindung zum Integrationsamt bestehen.

Schwerbehinderte Menschen haben im Vergleich zu nichtbehinderten Menschen einen zusätzlichen Schutz vor Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Die Kündigung eines schwerbehinderten Menschen ist nur wirksam, wenn eine Arbeitgeberin oder ein Arbeitgeber vorher die Zustimmung des Integrationsamts bekommen hat.

Schwerbehinderten Menschen können wegen ihrer Behinderung Nachteile auf dem Arbeitsmarkt drohen.

Der besondere Kündigungsschutz soll diese Nachteile ausgleichen. Schwerbehinderte Menschen haben diesen Kündigungsschutz zusätzlich zu dem allgemeinen Kündigungsschutz.

Der besondere Kündigungsschutz führt nicht dazu, dass schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht gekündigt werden kann. Der besondere Kündigungsschutz wirkt vor allem bei den Kündigungen, die im Zusammenhang mit der Behinderung stehen.

Da hier die Kündigung aufgrund der fehlenden Zustimmung unwirksam ist, sollte unbedingt dagegen formlos Widerspruch eingelegt und binnen 3 Wochen ab Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage erhoben werden.

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