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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19810
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frage gilt bezüglich

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage gilt bezüglich meiner Kaution. Ich hatte meine alte Wohnung fristgerecht zum 31.01.2012 gekündigt. Die Hausverwaltung hatte mich dann Anfang Dezember angerufen, und gefragt ob es mir möglich wäre zum 15.01.2012 auszuziehen, da Renovierungsarbeiten vorgesehen seien, usw. Ich stimmte dem nur zu in dem ich auch dann für den Januar die Hälfte der Miete überwiesen habe. Dies hatte mir der Herr auch so versichert, dass das i.O. geht.
Es wurde auch ganz schnell der Übergabetermin festgehalten, da der 15.01. ein Sonntag war, war die Übergabe am 16.01. Dazu gibt es auch eine Übergabeprotokoll datiert zum 16.01.2012
Nun habe ich meine Kautionsabrechnung am 27.02. erhalten, und die haben mir die Miete die ich zur Hälfte überwies für den Januar von meiner Kaution abgezogen. Ich bin da total Verzweifelt, weil wir ja deshalb nur das Wochende zum Umziehen inkl. der Renovierungsarbeiten hatten.
Meine Frage hierzu wäre, ob die dazu berechtigt sind? Die haben mich da total übers Ohr gehaun, oder?
Meine 2. Frage ist, die haben mir von meiner Kaution vorbehaltlich noch 100 Euro für evtl. Nachzahlungen der Betriebskosten abgezogen. Dürfen die das, ganz ohne Abrechnung?

Bitte ich brauche da wirklich Hilfe.

Viele liebe Grüße
S. Yildirim
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Vermieter ist hier selbstverständlich an die getroffene Vereinbarung gebunden und ist nicht berechtigt, die Hälfte der Januar-Miete von der Kaution in Abzug zu bringen. Der Vermieter hat daher kein Recht, Ihre Kaution in dieser Höhe einzubehalten.

Dass diese Vereinbarung so wie Sie sie beschreiben auch getroffen wurde, lässt sich anhand des Übergabeprotokolls auch unter Beweis stellen. Aus diesem ergibt sich unzweifelhaft, dass Sie zur Mitte des Monats ausgezogen sind.

Auch der "vorbehaltliche" Abzug von Betriebskosten ist nicht zulässig. Hat der Vermieter gegen Sie noch Betriebskostennachforderungen offen, so hat er diese konkret zu beziffern und - wenn sie berechtigt sind - von der Kaution abzuziehen. Der Vermieter darf aber nicht auf Verdacht hin, einen Betrag pauschal einbehalten, weil er meint, dass vielleicht noch Nachforderungen gestellt werden können. Dies ist nicht zulässig.

Sie sollten daher beiden Abzügen bei Ihrer Kaution nachdrücklich widersprechen und schriftlich die unverzügliche Auszahlung der Kaution an Sie verlangen. Setzen Sie hierzu eine Frist von sieben Tagen, und kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf dieser Frist Ihren Auszahlungsanspruch auf dem Rechtsweg durchsetzen und notfalls auch Zahlungsklage zum Gericht erheben werden.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Auf Ihre Antwort hin habe ich gerade mit der Hausverwaltung telefoniert. Und die wiederrum sagen, dass Sie sehr wohl berechtigt sind die 100 Euro einzubehalten.

Falls meine Rechtsauskunft was anderes sagt, solle doch meine Anwalt dies per Post an die richten.

Desweiteren werden die wohl meine die Miethälfte auch einbehalten, weil die Abmachung anscheinen mündlich nicht nachvollziehbar wäre.

Könnten Sie vielleicht denen per Post was schicken?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie können gerne unseren Schriftwechsel hier ausdrucken und übersenden.

Im Übrigen ist die Auffassung der Verwaltung nicht zutreffend: Sie sind weder berechtigt, die 100 Euro einzubehalten noch die Hälfte der Miete. Sind Sie - was Sie anhand des Übergabeprotokolls doch beweisen können - Mitte Januar ausgezogen, weshalb sollen Sie dann bis Ende Januar zur Miezahlung verpflichtet bleiben?

Sie sollten daher bei dem vorgeschlagenen Weg bleiben: Setzen Sie der Verwaltung schriftlich (nicht telefonisch) eine Frist zur Auszahlung. Kommt die Verwaltung mit der Auszahlung der Kaution an Sie in Verzug, können Sie sich vor Ort einen Anwalt nehmen, der Ihre Rechte durchsetzt. Die Kosten hierfür muss die Verwaltung dann tragen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19810
Erfahrung: Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Informative Antwort.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gern geschehen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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