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Stellen Sie Ihre Frage an RA Ingo Driftme...
RA Ingo Driftmeyer
RA Ingo Driftmeyer, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 451
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt tätig seit 2008.
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RA Ingo Driftmeyer ist jetzt online.

Mein Vater kommt aus Eritrea und hat nach der Einreise in Deutschland

Kundenfrage

Mein Vater kommt aus Eritrea und hat nach der Einreise in Deutschland eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben dass sein Vorname mein Nachname ist! Ich bin inzwischen verheiratet und habe gerade ein Baby bekommen! Würde gerne dass wir alle den richt igen Nachnamen bekomen da der jetzige sehr rassistisch klingt: Negha! Was kann man tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage!


Es kommt eine Namensänderung nach dem öffentlich-rechtlichen Namensänderungsgesetz (NamÄndG) in Betracht.


Dieses Gesetz geht jedoch vom Grundsatz der Namenskontinuität aus, dementsprechend ist nach § 3 NamÄndG die Änderung eines Familiennamens nur dann möglich, wenn ein wichtiger Grund für die Änderung vorliegt.


Eine Recht auf freie Abänderbarkeit des Namens besteht dabei nicht (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 28.03.2006, AZ.: 5 B 4.06).


Die öffentlich-rechtliche Namensänderung dient dazu, Unzuträglichkeiten zu beseitigen, die bei der Führung des nach bürgerlichem Recht zu tragenden Namens auftreten (BVerwG, Beschluss vom 17. Mai 2001 - BVerwG 6 B 23.01 - StAZ 2001, 336).


Daher ist die Namensänderung der Ausnahmefall und dient nur der Abwendung besonders schwerer Nachteile, etwa wenn der bisherige Nachname geeignet ist, den Träger zum Ziel von Verspottung zu machen.
Viel spricht dafür, dass diesbei dem Nachnamen "Negha" der Fall ist.


Zu beachten ist jedoch, dass sich auf das NamÄndG gemäß dessen § 1 nur deutsche Staatsangehörige oder Staatenlose mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland berufen können. Ob diese Voraussetzungen in Ihrem Fall vorliegen, kann ich leider nicht sagen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ergänzung: ein entsprechender Antrag auf Namensänderung ist bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung zu stellen.
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

falls keine Nachfragen mehr bestehen, darf ich Sie bitten, die Antwort zu akzeptieren.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich möchte meine Antwort von heute morgen in Bezug auf die Antragsberechtigung noch wie folgt ergänzen:

Es besteht zum NamÄndG die Allgemeine Verwaltungsvorschrift
zum Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen
(NamÄndVwV).


Nach deren Nr. 1 Abs. 2 sind antragsberechtigt auch

- Staatenlosen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland

- heimatlosee Ausländer mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland

und ausländische Flüchtlinge oder Asylberechtigte mit Wohnsitz in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer

Rechtsanwalt

Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie eine Nachfrage haben, beantworte ich diese gern.

Falls nicht, möchte ich Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren.

Vielen Dank

Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer

Rechtsanwalt