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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Ich habe 2001 ein Grundstück mit einem sich darauf befindlichem

Kundenfrage

Ich habe 2001 ein Grundstück mit einem sich darauf befindlichem im sanierungsbedürftigem Wohnhaus (ist so im Kaufvertrag beschrieben) gekauft. Nun 2012 wollte ich anbauen. Das Haus und das Grundstück sollen, obschon es hinter dem Ortsschild (also im Ort) steht, im Außenbereich liegen. Die Straße ist durchgehend mit Wohnhäusern (rechts und links von mir) bebaut. Eine Anfrage beim Meldeamt ergab, dass das Haus von 1945 bis 1994 bewohnt war und dann bis 2001 nicht bewohnt war und somit ggf. kein Bestandsschutz besteht. Demnach wäre mein Haus ohne Genehmigung. Die gesamte Inneneinteilung der Wohnräume zum Zeitpunkt des Kaufs wurden bei der Sanierung beibehalten. Ursprünglich wurde das Gebäude wohl als massive Scheune errichtet aber zumindest seit 1945 als Wohnraum genutzt. Der Zeitpunkt des Aufbaus ist unbekannt und eine Bau.- oder Umnutzungsgenehmigung von früher liegt nicht vor.
Was kann ich nun tun um legal zu einem Anbau zu kommen ohne Gefahr zu laufen die Nutzung untersagt zu bekommen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Nutzung als Scheune im Außenbereich dürfte aufgrund Ihrer Angaben zulässig sein. Soweit kein Bestandsschutz für eine Wohnungsnutzung besteht, ist ein Antrag auf Nutzungsänderung zu stellen. Dieser Antrag sollte aus Kostengründen in Verbindung mit dem Antrag auf den Erweiterungsbau erfolgen. Da bereits in der Vergangenheit eine Wohnnutzung erfolgte und die Nutzung als Scheune nicht mehr hergestellt werden kann, sollte dem Antrag auf Nutzungsänderung entsprochen werden.

Im Rahmen des Antragsverfahrens sollten Sie allerdings einen Architekten hinzuziehen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für diese allgemeine Antwort.
Die Frage ist, ob mir die Nutzung als Wohnraum gänzlich untersagt werden könnte wenn ich schlafende Hunde wecke, oder besteht ein Anspruch? Es handelt sich ja offensichtlich nicht um einen Schwarzbau, nur habe ich Schwierigkeiten selbst eine Baugenehmigung für eine Scheune vorzulegen.
Hilft es, das in diesem Haus vor länger Zeit mal ein berühmter Dichter, den vermutlich das ganze Bundesland kennt, gewohnt hat? Der wird ja wohl nicht schwarz gewohnt haben.
Können Sie mir Paragrafen nennen?

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Umnutzung von landwirtschaftlichen Gebäude in Wohngebäude ist nicht selten und daher nicht ungewöhnlich. Für die Benennung von §§ benötige ich das Bundesland in dem die Scheune belegen ist.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Land Brandenburg
Nutzung seit mind. 1945 laut Einwohnermeldeamt als Meldeadressen für Bewohner
Es gibt keine alten Baupläne o.ä.
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es gibt hier eigene Programme auch für das Land Brandenburg entsprechende Umnutzungen zu fördern. Dies gerade vor dem Hintergrund, dass zahlreiche landwirtschaftliche Gebäude nicht mehr benötigt werden. Insoweit wird die bisherige wohnwirtschaftliche Nutzung sicher für Ihren Antrag sprechen. Die Anspruchsgrundlage folgt aus § 35 Abs. 4 Nr. 1 BauGB.

Weitere Informationen finden Sie unter www.brandenburg.de.

Viele Grüße
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gibt es noch Nachfragen? Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich Sie höflich bitten, meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

 

Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo nochmals,

wie kann man denn beweisen, dass der Bau rechtmäßig errichtet ist?
Selbst in der Gemeinde hat man keine Unterlagen. Er ist aber auf den Plänen eingezeichnet und laut Einwohnermeldeamt auch von 1945 bis 1996 durchgehend bewohnt gewesen. Ursprünglich war es aber bestimmt eine Scheune.
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie können mangels Unterlagen einen solchen Beweis nicht führen, sondern sich im Rahmen eines Nutzungsänderungsantrages nur auf den Bestandsschutz und die bisherige geduldete Nutzung berufen.

Viele Grüße
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gibt es noch Nachfragen? Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich Sie höflich bitten, meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

 

Vielen Dank!