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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, gerne würde ich zu nachfolgend

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne würde ich zu nachfolgend geschilderten Unfallhergang Ihre juristische Beratung in Anspruch nehmen:

Am 21.02.12 gegen 18:45 Uhr habe ich mit meinem Dienstwagen vor dem Abbiegen auf die A81 in Richtung Heilbronn vor einer Ampelanlage, die u. a. auch die Auffahrt auf die A81 regelt, gehalten. Dabei hielt ich zunächst auf der Geradeausspur, die kein Abbiegen auf die Autobahn zulässt, um mich während der Rotphase der Ampel nach Abstimmung mit einem LKW-Fahrer durch Überfahren der gestrichelten Fahrbahnlinie, langsam (im Schritttempo), in die Lücke vor dem LKW auf die Abbiegespur „einzufädeln“. In der Grünphase ist der LKW dann langsam aber ungebremst angefahren und hat dabei den linken hinteren Kotflügel meines Wagen geringfügig eingedrückt (geschätzter Schaden ca. 8.000 EUR). Während ich zunächst am Unfallort stehenblieb ist der LKW im Rahmen der Ampelgrünphase weiter gefahren und auf die Autobahn abgebogen - und war damit verschwunden. Als die Ampel dann erneut von rot auf grün schaltete, habe auch ich gemeinsam mit meinen drei weiteren Insassen den Weg zum Flughafen Frankfurt fortgesetzt.

Frage: Habe ich mich mit meinem Verhalten, den Unfallort ebenso zu verlassen wie der LKW, verkehrsrechtlich falsch verhalten und mich damit evtl. sogar strafbar gemacht (Stichwort: Fahrerflucht, da ich keine Polizei verständigt habe)?

Über eine kurzfristige juristische Einschätzung zu meinem Verkehrsverhalten würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen
Frank Freude
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich haben sich hier beide Unfallteilnehmer strafbar nach § 142 StGB gemacht.

Ein Unfall war geschehen, es lag auch ein nicht nur unerheblicher Schaden vor.

Allerdings hat sich in erster Linie der Unfallverursacher - der LKWfahrer - strafbar gemacht.

Da es für Ihre Seite keinen Sinn gemacht hätte, also gar keinen Anlass gab, anzuhalten, entfällt die Strafbarkeit.

Es gab keine Unfallstelle abzusichern oder Daten aufzunehmen.

Eine Strafbarkeit kommt daher für Sie nicht in Betracht.