So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16973
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Produkthaftung Als kleiner Produzent von Leuchten habe ich

Kundenfrage

Produkthaftung
Als kleiner Produzent von Leuchten habe ich vor vier Jahrem einem Planer diverse Leuchten verkauft. Er widerum verkaufte sie an einen Endkunden, der sie in seinem Haus installieren ließ. Die Leuchten entwickelten im Lauf der Zeit eine zu hohe Betriebstemperatur und verursachten so einen Schaden an der Hausinstallation des Endkunden. Die Leuchten selbst sind zum Teil unbrauchbar. Ich gehe davon aus, dass die Leuchten tatsächlich den Schaden verursacht haben. Ferne setzte ich voraus, dass der Zwischenhändler die Produkthaftung ohnehin an mich weitergibt. Daher habe ich mit dem Kunden vereinbart, dass ich für die Regulierung des bauseitigen Schadens aufkomme.
Fragen:
1. Bin ich (vier Jahre nach Installation) darüber hinaus auch für einen Ersatz der Leuchten verantwortlich oder gilt für die Leuchten, dass die Gewährleistung nach zwei Jahren abgelaufen ist?
2. Wie regelt man die Selbstbeteiligung des Geschädigten?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1. Bin ich (vier Jahre nach Installation) darüber hinaus auch für einen Ersatz der Leuchten verantwortlich oder gilt für die Leuchten, dass die Gewährleistung nach zwei Jahren abgelaufen ist?

Die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren ist abgelaufen.

Sofern keine darüber hinaus gehende Garantie gegeben wurde, haften Sie als Hersteller nicht mehr.

2. Wie regelt man die Selbstbeteiligung des Geschädigten?

Was wurde hier vereinbart?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
es gab ein treffen mit Endkunden und Zwischenhändler. Ich sagte mündlich zu, neue Leuchten zu stellen und die erforderlichen Arbeiten eines Elektrikers zu tragen. Der Kunde sagte zu, ALLE Arbeiten eines beteiligten Malers zu zahlen. Am nächsten Tag schränkte der Endkunde per email ein, dass er für die Malerkosten nur insoweit aufkomme als es sich um eine Verschönerung handele. Derjenige Anteil der Malerkosten, welcher durch die (vom Produkt verursachten) Probleme nötig sei, sei im Fall des Falles zu besprechen. Diese Einschränkung war mir nicht aufgefallen. Nun, 6 Wochen später, erklärt der Endkunde er wolle die Malerkosten aufteilen, so dass mit weiteren Kosten von 1.000 bis 1.500€ zu rechnen ist.
Prinzipiell wäre ich einverstanden, die Leuchten zu verschenken, wenn der Kunde alle Malerkosten trägt. Ev. würde ich auf 500,-€ Selbstbeteiligung verzichten. Das macht Sinn für mich wie für den Endkunden, da mich die Leuchten nur einen Bruchteil dessen kosten, was der Kunde für eine Alternative aufwänden müsste.
Wenn ich also nicht für die Leuchten haftbar bin, habe ich geeignete Verhandlungsposition, um darauf zu bestehen. Korrekt?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, das ist korrekt.

Es besteht kein Anspruch mehr des Kunden.

Ihr Entgegenkommen ist reine Kulanz.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
letzte Frage:
500,- Selbstbeteiligung ist korrekt?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich weiß nicht woher Sie das nehmen - aus dem Gesetz ergibt sich das nicht, allenfalls aus vertraglichen Abreden.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das habe ich aus dem Produkthaftungsgesetz:

"Gesetz über die Haftung für fehlerhafte Produkte
(Produkthaftungsgesetz - ProdHaftG)

§ 11 Selbstbeteiligung bei Sachbeschädigung
Im Falle der Sachbeschädigung hat der Geschädigte einen Schaden bis zu einer Höhe von 500 Euro selbst zu tragen."
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ok, danke.

Allerdings greift dies ja nur beschränkt, da ja keine Ansprüche mehr bestehen.

In entsprechender Anwendung ist dann aber dieses Selbstbeteiligung so in Ordnung.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
OK
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz