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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1129
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Ich bin 2003 vom Stuttgarter Oberlandesgerichtes verurteilt

Kundenfrage

Ich bin 2003 vom Stuttgarter Oberlandesgerichtes verurteilt worden eine bestimmte Geldsumme zu bezahlen, ich sagte schon im Gericht das ich das nicht anerkenne.
Nun schreibt mich ein Inkassounternehmen an. Ich möchte aber nicht bezahlen, weil ich auch nichts getan habe...hab ich noch eine Chance mein Unschuld zu beweisen?
Kann ich gegen dieses Gerichtsurteil überhaupt noch was tun?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn es 2003 ein Gerichtsurteil gab, dann hätten Sie damals Rechtsmittel einlegen müssen. Die nächste Instanz nach dem OLG wäre dann der BGH gewesen. Wenn Sie kein Rechtsmittel eingelegt haben, wäre das Urteil rechtskräftig. Die Frage ist jetzt, ob das Verfahren damals schon während der Insolvenz geführt wurde bzw. weitergeführt wurde, damit der Gläubiger seine Forderung noch anmelden kann. Hat er seine Forderung angemeldet, dann wurde diese auch im Verfahren berücksichtigt und der Gläubiger hat keinen Anspruch mehr, diesen zu vollstrecken. Vielleicht versucht er deshalb die Forderung erneut über ein Inkassobüro einzutreiben?

 

Normalerweise wäre die Einschaltung eines Inskassounternehmens mit einem vollstreckbaren Titel nämlich nicht nötig, da der Gläubiger direkt den Gerichtsvollzieher beauftragen kann. Hier sollte daher in der Tat eine genaue Prüfung der Gesamtumstände vorgenommen werden, bevor noch mehr Kosten produziert werden und vor allem, neue Schufaeinträge risikiert werden. Um dem erneuten Schufaeintrag zu entgehen, müssten Sie der Forderung unbedingt widersprechen - schriftlich.

 

Bei weiteren Fragen nutzen Sie bitte zunächst die Nachfragefunktion.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin

Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1129
Erfahrung: Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das Inkassounternehmen stützt sich ja auf das Gerichtsurteil, wie kann ich dem schriftlich widersprechen?
Experte:  Rain Nitschke hat geantwortet vor 4 Jahren.

 

 

Wenn Forderungen an ein Inkassunternehmen abgegeben werden, sind diese auch die Ansprechpartner. Sie sollten daher dem Inkassounternehmen schriftlich mitteilen, dass die Forderunge unberechtigt ist (wenn die Forderung damals Teil des InsoVerfahrens war). Rein vorsorlich schicke ich in solchen Fällen auch immer eine Kopie an den Gläubier.

 

Wie gesagt: es ist vollkommen unnötig, dass hier ein Inkassounternehmen eine Forderung eintreibt, die bereits tituliert ist.

 

Da es hier doch entschieden darauf ankommt, wann die Forderungen enstanden und tituliert wurden und das Insoverfahren eingeleitet wurde, sollten Sie bei weitere Hartnäckigkeit des Inkassounternehmens einen Kollegen vor Ort mit der Überprüfung beauftragen.

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