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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5096
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ein Hallo an die Anwälte. ich zahle momentan 576.- € Unterhalt

Kundenfrage

Ein Hallo an die Anwälte.
ich zahle momentan 576.- € Unterhalt für meine beiden Jungs.
Sie sind 15 und 17 Jahre alt. Mein Nettoeinkommen liegt zwischen 1901 und 2300 €.
Laut Tabelle müsste ich wohl nur 469.- € zahlen. Dazu ist der mein 17 jähriger bereits im 2. Lehrjahr und erhält natürlich Lehrlingsgeld.
Zahle ich wohl derzeit mehr als ich müsste ? Kann ich wenn ich einige Zeit mehr gezahlt habe , die zu viel gezahlte Summe einbehalten ?
Ich zahlte bisher immer pünktlich und auch gern Unterhalt für meine Jungs , bin aber nicht bereit mehr zu zahlen als ich müsste. Geburtstage und sonstige Ausgaben fallen schließlich auch noch an. Für Antworten wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen Jörg
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihren schilderungen zahlen Sie tatsächlich zu viel Unterhalt. Für das 15-jährige Kind müssten Sie bei dem angegebenen Einkommen nur 377 EUR monatlich zahlen. Auch das ältere Kind hätte diesen Unterhaltsanspruch, wobei die Ausbildungsvergütung abzgl. 90 EUR hierauf anzurechnen sind. Wahrscheinlich würde somit dem größeren Kind kein Unterhalt mehr geschuldet sein.

Zuviel gezahlten Unterhalt können Sie leider niht zurückfordern oder mit künftigem Unterhalt verrechnen, wenn das Geld bereits ausgegeben wurde und damit ein Fall des sog. Wegfall der Bereicherung vorliegt. Sie können lediglich zukünftig weniger, also nur den tatsächlich geschuldeten, Unterhalt zahlen.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie bitten, sofern kein weiterer Klärungsbedarf besteht, die Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5096
Erfahrung: Mehrjährige Berufserfahrung
S. Grass und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort . !
Verdient mein 17 jähriger angenommen 500.-€ , abzüglich 90.- = 410 .
Für meinen Unterhalt also 205.- abzüglich.
Wären dies bei Düsseldorfer Tabelle 469.-abzüglich 205.- ???
Anspruch meines 15 jährigen allerdings 377.- ???
Das wäre OK für mich mit 377.-
Ich würde meiner EX Frau kulanter weise ab sofort monatlich 400.- Kindes unterhalt überweisen.
Wäre dies denn ohne weiteres in Ordnung ??
oder müsste ich den laut Düsseldorfer Tabelle angegebenen Höchstbetrag von 469 .-zahlen ?
Mit freundlichen Grüßen Jörg R.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Was heißt denn ich kann zukünftig weniger als den tatsächlich geschuldeten Unterhalt zahlen.
Das wäre dann ja doch so ähnlich wie ein Abzug für zu viel gezahlten Unterhalt .
mit freundlichen Gruß Jörg R.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

muss sich Ihr Sohn 410 EUR Einkünfte anrechnen lassen hat er bei dem nach der Düsseldorfer Tabelle geschuldeten Unterhaltsbedarf (377 EUR) keinen Anspruch mehr, da die Einkünfte den Bedarf überschreiten. Somit wären lediglich 377 EUR (469 EUR - halbes Kindergeld 92 EUR) für das jüngere Kind zu zahlen.
Von dem von Ihnen genannten Betrag von 469 EUR ist zunächst das halbe Kindergeld von 92 EUR (184 EUR :2) abzuziehen, so dass sich ein Anspruch von 377 EUR ergibt. Auf diesen ist das Einkommen (abzgl. 90 EUR) anzurechnen.

Selbstverständlich können Sie jederzeit einen höheren als den geschuldeten Unterhalt bezahlen. Allerdings, wie erwähnt, sind zu viel gezahlte Beträge nicht zurückforderbar.

Weniger zahlen bedeutet, dass Sie nur noch den für das jüngere Kind geschuldeten Unterhal von 377 EUR zukünftig zahlen können. Dies wäre deutlich weniger als der Betrag (576 EUR) , den Sie momentan zahlen.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Vielen Dank !!
Habe ich bevor mein größeres Kind in die Lehre kam mit 288.- pro Kind also 576.- gesamt
denn zu wenig Unterhalt gezahlt ? Hätte ich 377.- pro Kind zahlen müssen ? Also 754.-€
Mein Verdienst war derzeit auch etwas höher ca.2400.- netto.
Wenn ja , kann rückwirkend Unterhalt nachgefordert werden.
Mein größerer Sohn ist allerdings auch schon seit September 2010 in der Lehre.
Würde sich dieses im Falle einer Nachforderung denn ggf. gegeneinander aufheben.
Die letzte anwaltliche Unterhaltsberechnung stammt vom November 2008.
Hieraus ergab sich eine Forderung von 288 pro Kind also 576.- gesamt.
bis Oktober 2008 hatte ich bis 1500.- Netto (dieser Verdienst wurde wohl derzeit zu Grunde gelegt)
Von November 2008 - August 2009 hatte ich einen Nettolohn bis 1900.-
Von September 2009- April 2011 hatte ich über 2300.- netto
Ab Mai habe ich nun wieder bis 2300.- Nettoverdienst.
Hätte ich eigentlich mehr Unterhalt von November 08 bis August 2010 (Eintritt meines Sohnes in die Lehre)bezahlen müssen . Kann der Unterhalt denn nachträglich gefordert werden ?
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Mindestunterhalt für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren beträgt 334 EUR (bei einem Einkommen bis 1.500 EUR). Wenn Sie zuvor Einkünfte in der angegebenen Höhe (2.400 EUR) hatten, war der geschuldete Betrag 377 EUR pro Kind (die Einkommensgruppe 3 reicht von 1901 bis 2300 EUR netto).

Eine Nachforderung von Unterhalt ist nur dann möglich, wenn Sie in Verzug gesetzt wurden. Hierfür ist entweder die Aufforderung Auskunft über das Einkommen zu erteilen oder die Aufforderung zur Unterhaltszahlung erforderlich.

Wenn Ihr Sohn ab September 2010 bereits die Lehre begonnen hat und die angegebenen Einkünfte erzielte, dann war ab diesem Zeitpunkt für das große Kind kein Unterhalt geschuldet. Waren die Einkünfte geringer als 377 EUR hätte die Differenz von Ihnen gezahlt werden müssen.

2008 war Ihr großer Sohn 14 Jahre alt. Nach der Düsseldorfer tabelle 2008 waren bei einem Einkommen von 1.500 EUR 288 EUR Unterhalt geschuldet. Für das kleinere Kind, damals 12, war der gleiche Betrag, also gesamt 576 EUR geschuldet. Der Unterhalt bei einem Einkommen von 1.900 EUR betrugt je Kind 307 EUR, also zusammen 614 EUR. 2009 wurden die Beträge der Düsseldorfer Tabelle angeoben und es waren je Kind (bei einem Einkommen von 1.900 EUR) 314 EUR zu zahlen gewesen und bei einem Einkommen von 2.300 je 333 EUR. 2010 gab es eine erneute Erhöhung auf den derzeitigen Betrag von 377 EUR je Kind.

Da Sie offensichtlich damals eine Unterhaltsaufforderung erfolgte, wäre eine Nachforderung möglich. Eine Verrechnung mit dem für das eine Kind zu viel gezahlten Unterhalt ist nur dann möglich, wenn die Kindesmutter dies akzeptiert. Fordert die Kindesmutter allerdings den Unterhalt für das eine Kind nach, kann mit einem für das andere Kind zu viel gezahlten Unterhalt nicht aufgerechnet werden.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nochmals Vielen Dank für Ihre Antworten !!
Ich habe wie bereits erwähnt im November 2008 eine Unterhaltsforderung von 576.-€ erhalten und diese bis zum heutigem Zeitraum voll beglichen. Seit diesem Zeitraum ist keinerlei Schriftverkehr erfolgt,bzw. auch keine Offenlegung meiner Verdienste gefordert wurden.
Mit meinem Sohn habe ich soeben telefoniert und erfahren das er nur 360.- Nettoverdienst hat.
Wie viel Unterhalt müsste ich nun zu den 377.- (für den jüngeren) noch für ihn zahlen ?
360.- -90.- = 270.- // sein Anspruch 377.- -270 = 107 .- ??
Also gesamt 377.- + 107 .- 484.- ??
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich habe gerade bemerkt, dass mir insofern ein Fehler unterlaufen ist, da Ihr Sohn noch minderjährig ist. In diesem Falle werden vom Einkommen nur 45 EUR in Abzug gebracht, so dass Ihr Sohn sich auf den Unterhaltsanspruch von 377 EUR 315 EUR anrechnen lassen muss. Sie müssen somit noch 62 EUR Unterhalt zahlen.

Sobald Ihr Sohn volljährig ist, werden dann 90 EUR in Abzug gebracht. Allerdings ist in diesem Fall dann auch die Kindesmutter neben Ihnen barunterhaltspflichtig.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Grass.
Sie haben mir bisher sehr weitergeholfen.

Laut Düsseldorfer Tabelle müsste ich allerdings ab 18 Jahren doch mehr Unterhalt für meinen Sohn bezahlen.
Wie verhält sich das als Lehrling mit eigenem Einkommen.
In wie fern ist seine Mutter dann auch Unterhaltspflichtig ?
Wird der Unterhalt geteilt ?
Und wenn seine Mutter kein eigenes Einkommen hat ?
MFG Jörg R.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das ist korrekt. Ab dem 18.Lebensjahr steigt der Unterhaltsbetrag. Da beide Eltern unterhaltspflichtig sind, werden zunächst die Einkünfte der Eltern addiert und dann der Tabellenbetrag ermittelt. Also wenn z.B. die Mutter das geiche Einkommen hat wie Sie, alos zusammen 4600 EUR, würde sich ein Anspruch Ihres Sohnes von 588 EUR ergeben. Hierauf wird der eigene Verdienst von 360 EUR abzgl. 90 EUR, also 270 EUR, angerechnet, so dass Ihr Sohn noch einen Anspruch von 318 EUR hat. Diesen Unterhalt schulden beide Eltern. Bei gleichem Verdienst halbe halbe, verdient Ihre Ex-Frau nur ein Drittel, zahlen Sie 2/3 und Ihre Ex-Frau 1/3 des Unterhaltes. hat die Kindesmutter kein Einkommen, müssen Sie die gesamte Unterhaltslast tragen, d.h. Sie zahlen den vollen verbleibenden Unterhaltsbetrag.


Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

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