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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5914
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Guten Tag, kurz zu meiner Situation. Ich wurde vor 10 Jahren

Kundenfrage

Guten Tag,
kurz zu meiner Situation. Ich wurde vor 10 Jahren geschieden, mein Ex-Mann lebt im nicht europäischen Ausland und hat seit der Scheidung den Kindesunterhalt nicht erhöht. In dieser Zeit hat er sich vom Küchenchef zum Hoteldirektor weiterentwickelt. 2 mal im Jahr nimmt er die Kinder, mittlerweile 19 und 16 Jahre für 1 -2 Wochen zu sich. Hier bezahlt der die Flüge, was ich denke, dass er auch muss (bekomme es aber immer wieder vorgehalten, dass ich mich an diesen Kosten nicht beteilige).
Macht es Sinn nach 10 jahren eine Neuberechnung zu veranlassen, kann ich dies für beide Kinder oder nur noch für meine Tochter 16 Jahre, da mein Sohn ja schon 19 ist.
Er weigert sich ausserdem die Fahrtkosten unseres Sohnes mit mir zu teilen, ich soll dass alleine tragen, weil ich so viel Unterhalt (450 Euro pro Kind) erhalte.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

den Unterhalt für das 19-jährige Kind müsste das Kind selber geltend machen. Außerdem müsste sich das Kind eventuelle Einkünfte aus Ausbildungsvergütung oder Erwerbstätigkeit anrechnen lassen. Zudem sind beide Elternteile dem volljährigen Kind gegenüber unterhaltspflichtig.

Bezüglich des 16-jährigen Kindes kommt es auf das Einkommen des Kindesvaters an, ob eine Neuberechnung zu einem höheren Unterhalt führen würde. Bei einem Nettoeinkommen zwischen 3.100 und 3.500 EUR sind für das 16-jährige 454 EUR Unterhalt geschuldet. Nur falls Ihr Ex-Mann über wesentlich höhere Einkünfte verfügen würde, würde sich ein höherer Unterhaltsanspruch ergeben.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie bitten, sofern kein weiterer Klärungsbedarf besteht, die Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank. Wie sieht es mir den Fahrtkosten zur Schule und zum Praktikumsplatz (mein Sohn besucht gerade die FOS) aus? Muss sich der Vater hier beteiligen.

Ist der Vater für die Flugkosten der Kinder, wenn sie ihn besuchen, alleine verantwortlich (er ist damals ins Ausland gegeangen) ?

 

Vielen Dank

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu dem Unterhalt muss der Pflichtige auch etwaigen Sonderbedarf zahlen. Sonderbedarf ist dabei ein unregelmäßiger, außergewöhnlich hoher Bedarf. Darunter ist ein überraschend auftretender Bedarf zu verstehen, wobei der Bedarf unregelmäßig ist, wenn er nicht mit Wahrscheinlichkeit vorauszusehen war. Die Kosten für Lern- und Arbeitsmittel für den Schulunterricht, von Tagesklassenfahrten, der Teilnahme an Schülerhilfen und sportlichen Aktivitäten stellen in der Regel keinen Sonderbedarf dar. Somit sind die Fahrtkosten für die Schule mit dem "normalen" Unterhalt abgedeckt.

Grundsätzlich sind die Kosten des Umgangs vom Umgangsberechtigten zu tragen. Allerdings besteht die Möglichkeit bei extrem hohen Umgangskosten diese bei der Bemessung des Unterhaltes zu berücksichtigen. Dies hängt u.a. von den Einkommensverhältnissen der Elternteile ab. Bezieht Ihr Ex-Mann extrem hohe Einkünfte ist die alleinige Übernahme der Umgangskosten zumutbar. In anderem Falle wäre die Übernahme eines Teils der Umgangskosten durch Sie durchaus zumutbar. Dies ist unabhängig davon, wer die hohen Umgangskosten "verschuldet" hat.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke. Zahnspangen sind aber schon Sonderbedarf, oder?

Und wie sieht es mit den Reiskosten aus, die anfallen, wenn die Kinder ihren Vater im Ausland besuchen?

Vielen Dank

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung können grundsätzlich Sonderbedarf darstellen. Es kommt dabei entscheidend auf die Vorhersehbarkeit der Kosten an. Der Verpflichtete muss so rechtzeitig wie möglich über den Sonderbedarf informiert werden, um diesen kalkulieren zu können. Erfolgt die Information nicht rechtzeitig kann dies zum Wegfall des Anspruchs führen, wenn der Verpflichtete wegen der verspäteten Information keine Rücklagen bilden konnte und somit den Sonderbedarf nicht zahlen kann. Hat der Verpflichtete allerdings Vermögen, gilt dies allerdings nicht.

Die Kosten für die Reisekosten ins Ausland stellen Kosten des Umgangs dar. Diese sind in geschilderter Form alleinig vom Vater zu zahlen oder wenn beide Elternteile über annähernd gleiche Einkünfte verfügen, kann auch eine beteiligung der Mutter zumutbar erscheinen.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
S. Grass und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank XXXXX XXXXX sie haben mir sehr geholfen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerrin,

dies freut mich ! Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntag.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

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