So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an S. Grass.

S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5111
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
S. Grass ist jetzt online.

Schönen guten Morgen. Es geht um folgendes: Meine 84 jährige

Kundenfrage

Schönen guten Morgen.
Es geht um folgendes: Meine 84 jährige Mutter ist vor knapp 3 Jahren im Altersheim nachts aus ihrem Bett gefallen, erlitt einen Oberschenkelhalsbruch und schwere Prellungen und Hämatome im Gesicht.Sie mußte notfalloperiert werden. Meine Mutter leidet unter Demenz. Ich bin amtlich zugeteilter Betreuer meiner Mutter und somit für die Schmerzensgeldforderung gegen das Altenheim zuständig. Die Versicherung des Altenheims verzichtet auf eine Verjährung-das ist geklärt. Seit diesem Trauma kann meine Mutter nicht mehr frei laufen, sitzt im Rollstuhl und leidet unter massiven Ängsten wieder zu stürzen. Eine Sturzgefährdung müsste im Altersheim eigentlich bekannt sein, da man ja normalerweise bei Aufnahme eine Sturzanalyse anfertigt.Fakt ist, das meine Mutter zuhause 2 mal stürzte, sich einen Oberarmbruch und beim 2. Sturz vom Fahrad (1995) einen Wirbelbruch zuzog.Der nächtliche Sturz hätte durch ein Anbringen eines Bettgitters verhindert werden können. Hier setzt die Pflichtverletzung des Altersheim m.E. ein Ich arbeite selbst seit 22 Jahren in der Psychiatrie und weiß, das die Anbringung eines Bettgitters eine Freiheitsbeschränkung dastellt und einer richterlichen Genehmigung bedarf. Die Anklage gegen das Heim lautet auf fahrlässige schwere Körperverletzung wegen mangelnder Sorgfaltspflicht in puncto Anbringen eines Bettgitters. Nach meiner Einschätzung müsste ein Schmerzensgeldprozeß zu Gunsten meiner Mutter verlaufen.
Ich bitte Sie nun zu morgendlicher Stunde um die Einschätzung des Sachverhalts, die Aussicht auf Erfolg und die mögliche Höhe des Schmerzensgeldes.
Vielen Dank!
Mit freundlichen morgendlichen Grüßen
Donald Coen, 76829 Landau
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Morgen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft offenbar Anklage erhoben hat, geht diese von einem Fehlverhalten aus. Dies würde auch für die Schnerzensgeldforderungen erforderlich sein.

Daher erscheinen durchaus Chancen, dies zu realisieren.

Die Schmerzensgeldhöhe ist auf die Ferne schwer zu bewerten, dürfte aber sicher im bereich mehrere Tausend € realistisch sein.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Hallo,
ich muss eins klarstellen, die Staatsanwaltschaft hat keine! Anklage erhoben, da die erjährung von strafrechtlicher Relevanz angeblich bei 3 oder 6 Monaten liegt.
Ich erhebe Anklage,jedoch zivielrechtlich. Hier hätte ich gerne eine Antwort auf Erfolgsaussichten.
Meine Mutter ist mittellos, hat keine Rechtsschutzversicherung und der beauftragte Anwalt hat Prozeßkostenhilfe beantragt.
Nun erstellt er mir eine Vorschussechnung von 1200 Euro, die ich bezahlen soll.
Da ich jedoch nur Vormund bin und einen Anwalt beauftragt habe, die Belange meiner mittellosen Mutter zu vertreten, erscheint es m ir nicht rechtens, daß ich 1200 Euro Vorschuß bezahlen soll, obwohl der Anwaltsagte, daß mir persönlich keine Kosten entstehen würden. Die 1200 Euro Vorschuß müsste doch von der erfolgreichen Prozeßkostenhilfe übernommen werden, oder?
Ich bitte um eine aufschlußreiche Antwort von Ihnen
Herzlichen Dank
MfF
D. Coen

Da meine Mutter mittellos ist
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Prozesskostenhilfe bewilligt wurde, muss kein Vorschuss gezahlt werden. Die Bewilligung von Prozesskostenhilfe hängt allerdings nicht nur von der Mittellosigkeit des Prozessführers, sondern auch von den Erfolgsaussichten der Klage ab.

Diese Erfolgsaussichten sind nur dann gut, wenn für das Pflegeheim ein hinreichender Anlass bestand, um ein Bettgitter anzubringen. Die vorangegangenen Stürze genügen für einen solchen Anlass allerdings nicht.

In einem ähnlich gelagerten Fall hat der Bundesgerichtshof eine Klage mit dieser Begründung abgelehnt. Zwar haben Pflegeheime eine Obhutspflicht zum Schutz der Senioren, diese sei aber (so der BGH) "begrenzt auf die in Pflegeheimen üblichen Maßnahmen, die mit einem vernünftigen finanziellen und personellen Aufwand realisierbar sind". Maßstab ist dabei "das Erforderliche und das für die Heimbewohner und das Pflegepersonal zumutbare Sein". Besonderes Gewicht komme dabei der Würde und Selbstständigkeit der Bewohner zu. (Urteil BGH vom 28. April 2005, Az: III ZR 399/04).

Wenn also das Personal regelmäßige Kontrollbesuche durchführte und zudem eine Klingel, die Ihre Mutter zu betätigen fähig war, wird man keine Verletzung der Obhutspflicht annehmen könne, was zu einer Ablehnung der Schmerzens-geldansprüche führen wird.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie bitten, sofern kein weiterer Klärungsbedarf besteht, die Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke für Ihre schnelle Antwort.
Es besteht noch Klärungsbedarf. Meine Schwester ist seit 2005 mit Beschluß vom Amtsgericht als Betreuerin meiner Mutter bestellt.
Aus der Vorgeschicht mit Stürzen, Medikamentenabhängigkeit und einigen von mir veranlassten Noteinweisungen in die Psychiatrie wegen Eigengefährdung und der Diagnose Demenz ist meiner Schwester als Betreute das erhöhte Sturzrisiko bekannt gewesen. In diesem Zusammenhang hätte meine Schwester ein Bettgitter beantragen müssen. Dies tat sie erst nach dem Sturz aus dem Bett im Jahre 2008. Das Betätigen einer Klingel ist meiner Mutter nicht möglich, da sie krankheitsbedingt durch Demenz die Anweisungen wieder vergißt .Kann meine Schwester nun haftbar gemacht werden, weil sie trotz besserem Wissens das Bettgitter nicht rechtzeitig beantragt hat.?
Ich habe gegen meine Schwester Strafanzeige wegen grober Pflichtverletzung gestellt.. Es ist die Aufgabe eines Betreuers(meine Schwester) für die rechtzeitige Beantragung eines Bettgitters zu sorgen.
Ich arbeite 22 Jahre in der forsensischen Abteilung der Psychiatrie und weiß das die von Gericht genehmigt werden muß, weil es sonst Freiheitsberaubung ist.
2. Das Pflegeheim ist verpflichtet, zum Zeitpunkt der Aufnahme des Bewohners in das Heim eine umfassende Anamneseerhebung durchzuführen. Zur Anamneseerhebung gehört auch die Pflicht zur Ermittlung der Sturzrisiken zum Zeitpunkt der Heimaufenthalte sowie bei Wechsel des Bewohners in eine höhere Pflegestufe.
Zur Ermittlung von Sturzrisiken muss das Pflegeheim, vertreten durch eine Pflegefachkraft!! eine Checkliste mit dem Bewohner durchgehen und diese auch dokumtieren.Diese Checkliste liegt!!Durchführung einer Anamneseerhebung. Diese Pflegeplanung muss dann im Einzelnen die prophylaktischen Maßnahmen und Hilfsmittel nennen, die im konkreten Fall zu ergreifen sind.Die Planung hat die Pflegefachkraft!, Betonung liegt auf Fachkraft!-aufklärend mit dem Bewohner zu besprechen. Insbesondere ist der Bewohner über sein Sturzrisiko und über die zur Verfügung stehenden Abwendungsmöglichkeiten aufzuklären.
In beschriebenen Sachverhalt sehe ich-als Laie- die erfolgreiche Durchsetzung von Regressansprüchen bei dem Sturzfall meiner Mutter, sollte das Pflegeheim die medizinisch-pflegerischen Standards nicht ausreichend erfüllt haben., was ausführlich zu prüfen währe.
Darf ich als Beetreuer Einsicht in die Pflegeakte meiner Mutter nehmen und Fotokopien erstellen oder darf das nur der beauftragte rechtsanwalt.

Jetzt bin ich auf Ihre ausführliche kompetente Ausformulierung des Sachverhalts gespannt und hoffe, das Sie meine Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantworten können. Lassen Sie sich ruhig Zeit. Ich brauche nur von Ihnen eine Einschätzung der Sachlage auf Erfolgsaussicht zur Durchsetzung von regressansprüchen bis Sonntag, 26.02.12, da ich am Montag, 27.02.12 einen anwaltlichen Termin habe um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Ich danke Ihnen für Ihre kompetente Stellungsnahme im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
D. Coen
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

das Pflegepersonal hat grundsätzlich die Pflicht, die Patienten vor Gesundheits-schädigungen, z.B. durch Stürze, zu bewahren. Die eventuell erforderlichen Maßnahmen sind durch den Heimträger zu treffen. Allerdings rechtfertigt allein die Intention, Stürze zu vermeidennicht den Einsatz freiheitsentziehender Maßnahmen. das Stürzen zählt zum allgemeinen Lebensrisikos und ist, nach der einschlägigen Rechtsprechung, im Interesse des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und der Menschenwürde der Heimbewohner hinzunehmen. Da die Rechtsprechung also grundsätzlich "Gegner" von Fixierung (auch in Form von Bettgittern) ist und die Voraussetzungen unter denen eine solche Fixierung zu erfolgen hat, recht hoch ansetzt, wird eine Klage leider kaum erfolgreich sein. Es sei denn, es gelingt Ihnen nachzuweisen, dass ein Verstoß des Heimes gegen die Obhutspflichten besteht, z.B. weil keine regelmäßigen Kontrollen oder Aufsichten durchgeführt wurden.

Die Pflegeakte werden Sie nur über den Rechtsanwalt erhalten, der auch die Möglichkeit hat, Kopien anzufertigen.

Ob man Ihrer Schwester als Betreuerin einen Vorwurf machen kann, ist nach ähnlichen Maßstäben zu beurteilen. Wenn man grundsätzlich, wie die Rechtsprechung, davon auszugehen hat, dass trotz der vorherigen Stürze die Sturzgefahr hoch war, eine Fixierung oder das Anbringen eines Bettgitters gleichwohl nicht für erforderlich gehalten wird, wird man auch Ihrer Schwester keine Schuld zuteilen können.

Es ist sicherlich sinnvoll zunächst Einblick in die Akte Ihrer Mutter zu nehmen, um dort Anhaltspunkte zu finden, wie regelmäßig Kontrollen durchgeführt wurden. Nur wenn diese nicht engmaschig erfolgten, wird man der Pflegeeinrichtungen einen verstoß vorwerfen können.

Mit freundlichen Grüssen
RA Grass

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
< Zurück | Weiter >
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
  • Ihre Antwort hat mir wieder Mut gemacht. Ich werde wohl ein treuer Kunde bei Ihnen werden. Vielen Dank! PS: Anmeldung wird in Betracht gezogen Rudolf N. Leichlingen
  • Sehr nette und schnelle Beratung. Einfach Klasse. Spart lange Sitzungen im Anwaltsbüro. Sehr zu empfehlen und wenn nötig, immer wieder gern. Vielen Dank! Susanne Weimar
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • RASchiessl

    RASchiessl

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    9073
    Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/CH/chiessl/2015-7-17_7493_resizedimage.64x64.jpg Avatar von RASchiessl

    RASchiessl

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    9073
    Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RE/rechtso/2011-4-16_115947_P10100052.64x64.JPG Avatar von ra-huettemann

    ra-huettemann

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    10849
    Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    8339
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von Tobias Rösemeier

    Tobias Rösemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    7152
    seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RAUJSCHWERIN/2012-4-24_184611_1109007sw10erxLarge.64x64.jpg Avatar von RA_UJSCHWERIN

    RA_UJSCHWERIN

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    1136
    Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/a.merkel/bwbilda.jpg Avatar von Anja Merkel

    Anja Merkel

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    956
    Staatsexamen, Internationaler Titel LL.M.Eur, Zulassung als Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von Claudia Schiessl

    Claudia Schiessl

    Rechtsanwältin und Fachanwältin

    Zufriedene Kunden:

    5516
    Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz