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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3136
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Ich bin Personalberaterin und ein Klient, eine Firma in Berlin,

Kundenfrage

Ich bin Personalberaterin und ein Klient, eine Firma in Berlin, will seit 6 Wochen
das vereinbarte Dienstleistungshonorar, mit dem der Geschäftsführer seit Jahren einverstanden war, nämlich 15% vom Gesamtjahreseinkommen, eines neuen Mitarbeiters, nach erfolgter Vertragsunterzeichnung, nicht bezahlen.
Der Grund, ein ebenfalls von mir plazierter Kandidat hat innerhalb der Probezeit wieder gekündigt, weil die Gegebenheiten vor Ort unzumutbar gewesen sind. Dies hat er in einer ausführlichen Email, die an den Geschäftsführer weitergeleitet wurden, dargelegt.
Nun will man das neue fällige Honorar mit dem bereits bezahlten, des Kandidaten, der wieder gekündigt hat, "verrechnen". Allerdings gab es zu keiner Zeit eine Garantievereinbarung, sondern lediglich seit Jahren das Procedere, Erfolgsbasis.
Was kann ich tun, damit ich endlich mein Honorar von über 10 T Euro bekomme?
Alle Anrufe oder Aufforderungen werden mit unangemessenen Reaktionen abgetan.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ausschlaggebend ist hier die vertragliche Vereinbarung die Sie mit der Firma getroffen haben. Hier sollte auch eine entsprechende Vergütungspflicht geregelt sein, so das hier zunächst zu bewerten wäre, wann der Vergütungsanspruch fällig wird.

Wenn der Vergütungsanspruch bereits dann fällig wird, wie sie unter anderem schreiben, wenn ein Arbeitsvertrag erfolgreich geschlossen worden ist, so besteht auf alle Fälle eine entsprechende Vergütung des Anspruchs sowohl für den ersten als auch den zweiten Klienten, der innerhalb der Probezeit wieder gekündigt hat. Nur, wenn innerhalb des Vertragswerks Regelungen darüber getroffen sind, dass sodann keine Vergütung gezahlt werden sollte, könnte möglicherweise ein Aufrechnungsanspruch gegeben sein.

Dies wäre jedoch näher zu überprüfen.

Wenn es keine vertraglichen Regelungen gegeben hat über die Fälligkeit des Honorars, so gilt das, was in der Vergangenheit praktiziert worden ist. Wenn sodann automatisch nach erfolgter Vermittlung immer eine Vergütung gezahlt worden ist, so dürfte dies auch im vorliegenden Fall zu ihren Gunsten sprechen und sie einen entsprechenden Anspruch auf die Vergütung haben. Allerdings müssten sie dieses Procedere im Streitfall beweisen.

Sofern sie sodann auch die Kündigung des Kandidaten und Arbeitnehmers nicht zu vertreten haben, sondern diese Kündigung insbesondere in der Sphäre des Arbeitgebers liegt, dürfte sich
eine Verstärkung ihres Zahlungsanspruchs hieraus ergeben.

Um den Anspruch durchzusetzen, sofern das Honorar nicht freiwillig von der Firma gezahlt wird, dürfte sodann nur eine gerichtliche Geltendmachung helfen. Möglicherweise hilft aber auch zunächst ein außergerichtliches Anschreiben eines Rechtsanwaltes, was ggf. sodann auch so formuliert ist, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht gefährdet ist.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße
Rechtsanwalt Christian Joachim und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für die Antwort,
ich habe bereits unzählige Male, telefonisch und schriftlich darum gebeten, mein Honorar zu bezahlen. Was soll ich jetzt machen, bzw. wie soll ich weiter vorgehen?
Experte:  Rechtsanwalt Christian Joachim hat geantwortet vor 5 Jahren.
Herzlichen Dank für Ihre Akzeptierung.

Es ist tatsächlich so, wenn eine Reaktion außergerichtlich nicht erfolgt, sollten Sie hier gerade bei der veranschlagten Summe rechtlichen Beistand beauftragen, der den Anspruch explizit prüft und gegebenenfalls sodann den Auftraggeber nochmals anschreibt. Reagiert er hierauf auch nicht, könnte lediglich eine gerichtliche Durchsetzung helfen, diese könnte entweder per Mahnbescheid oder Klage eingeleitet werden.

Sie sollten auch vorher prüfen, ob ihr Auftraggeber wirtschaftlich in der Lage ist, ihre Ansprüche zu erfüllen, damit möglicherweise nicht weitere Kosten entstehen, auf denen sie sodann sitzen bleiben. Dies wäre im Rahmen einer wirtschaftlichen Abwägung zu untersuchen.

Andere Möglichkeiten gibt es hier leider nicht. Entweder man versucht nochmals außergerichtlich, möglicherweise mit einem Rechtsanwalt, den Anspruch unter Darlegung der anspruchsbegründenden Tatsachen einzufordern oder man muss versuchen, über das Gericht einen Titel zu erlangen, mit dem man sodann die Zwangsvollstreckung betreiben kann.

Dies ist der normale Weg, um einen Anspruch durchzusetzen.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

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