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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir ein Online-Marketing

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir ein Online-Marketing Unternehmen - haben aktuell ein Streit mit einen österreichischen Kunde, dieser hat über uns eine sogenannte "Webseiten-Analyse" bestellt, diese - haben wir auch durchgeführt, jedoch war der Kunde mit dieser Dienstleistung unzufrieden und will sein Geld zurück!

Alles schön und gut! Doch nun werden wir bedroht - mit folgender E-Mail (heute um 22:46 eingegangen);

Wir konnten keinen Zahlungs Eingang feststellen. Deshalb werden wir die nächsten Schritte gegen Sie veranlassen.
Die nächsten Schritte werden sein:

1. Anwalt einschalten
2. Inkasso Büro einschalten
3. Alle SEO Foren über Ihre Firma und nicht Leistungen informieren.
4. http://www.selbstaendig-im-netz.de/ über Ihre Machenschaften informieren.
5. Über Twitter alle #SEO Interessenten über Ihre Machenschaften informieren.

Sollte mein Geld bis 01.03.2011 auf mein Konto sein werden wir alle Punkte massiv forcieren.

Grade der Punkt 2,3,4 und 5 - kann ein riesen Schaden darstellen. Wenn nicht sogar Existenzverlust.

Habe ich die Möglichkeit "vielleicht auch durch Sie" hier gerichtlich vorzugehen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Nach ihrer Schilderung wäre höchstens die Frage, ob der Kunde gegebenenfalls Gewährleistungsansprüche hat.

 

Um dieses beurteilen zu können müsste der Vertrag zwischen ihnen und dem Kunden vorliegen und es müsste zudem auch die von ihnen erbrachte Leistung bekannt sein beziehungsweise geprüft werden.

 

Das "Auftreten" des Kunden ist hier meines Erachtens schon sehr aggressiv und höchst grenzwertig.

 

Ob hier letztendlich Gewährleistungsansprüche bestehen, kann ich leider nicht beurteilen aus der Ferne im Rahmen einer Erstberatung.

 

Wenn dieses der Fall sein sollte, dürfte der Kunde sich höchstens im Rahmen der Meinungsfreiheit sachlich und neutral hierüber äußern.

 

So wie sie es schildern ist dieses aber nicht die Absicht des Kunden.

 

Es müsste zunächst geprüft werden, ob der Kunde einen Rechtsanspruch auf vollständige Rückzahlung hat. Dieses ist zum jetzigen Zeitpunkt der Fall, selbst wenn sie mangelhaft gearbeitet haben.

 

Der Kunde müsste ihnen nämlich bevor er vom Vertrag zurücktreten kann und das Geld zurückverlangen kann ihnen zumindest eine Chance unter Fristsetzung zur Nachbesserung geben.

 

Dieses hat er offensichtlich nicht vor.

 

Es wird also voraussichtlich darauf hinauslaufen nach seiner Schilderung zumindest, dass er unrechtmäßig die sofortige Rückzahlung fordert und in diesem Zusammenhang schlecht und unwahr über sie im Internet und gegebenenfalls an anderer Stelle redet beziehungsweise schreibt.

 

Hier haben sie dann mehrere Möglichkeiten.

 

Zunächst haben sie einen zivilrechtlichen Unterlassungsanspruch aus § 1004 BGB.

 

Sie könnten also den Kunden wenn er sein Vorhaben wahr macht abmahnen.

 

Sollte dieses nicht nutzen könnten sie aufgrund der Eilbedürftigkeit beim zuständigen Gericht eine einstweilige Verfügung erwirken. Sofern der Kunde hiergegen verstoßen sollte, könnten sie ein Zwangsgeld festsetzen lassen und im Extremfall sogar eine Zwangshaft durchsetzen.

 

Parallel hierzu könnten sie Strafanzeige wegen übler Nachrede/Verleumdung erstatten.

 

Meiner Einschätzung nach könnten Sie hier gegebenenfalls sogar Strafanzeige wegen Nötigung oder sogar (versuchter)Erpressung erstatten.

 

Dieses wäre gegebenenfalls eine Möglichkeit, um den Kunden von seinem Vorhaben abzuhalten.

 

Ob aber letztendlich tatsächlich eine Strafbarkeit vorliegt müsste abschließend geprüft werden, ich sehe jedenfalls deutliche Anhaltszeichen hierfür.

 

Meiner Einschätzung nach sollten Sie hier anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Sehr gerne würde auch ich Sie in dieser Angelegenheit vertreten (eine Akzeptierung meiner Antwort an dieser Stelle vorausgesetzt). Es wäre dann wie gesagt an einer Strafanzeige und parallel an vorbeugende zivilrechtliche Schritte zu denken.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt









Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehreter Herr Newerla,

selbstverständlich akzeptiere ich Ihre Antwort.

Erlauben Sie mir bitte eine Frage noch;

kann ich bereits durch diese Androhung die ich ja auch "schriftlich" ankündigt etwas unternehmen? Ich will auf keinen "Fall" das es soweit kommt, dass er seine Absichten war macht. Wie gesagt, da könnte eine ganze Exitens dran hängen - sowie die von 10 Mitarbeitern, auch schrieb dieser Herr jeden Tag 5 Mails zuvor immer mit den selben Inhalt.

Um ehrlich zu sein ich habe ein wenig Panik!

Vielen Dank für Ihre beantwortung!
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Ja, Sie können hier etwas machen.

Meines Erachtens können Sie hier einen vorbeugenden Unterlassungsanspruch geltend machen.

Hier sollte man dem " Kunden" Vorfeld ganz klar und unmissverständlich am besten anwaltlich sowohl die zivilrechtlichen als auch strafrechtlichen als auch finanziellen Konsequenzen aufzeigen.

Dieses Verhalten brauchen sie sich weder gefallen zu lassen, noch sollten sie sich einschüchtern lassen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Newerla,

der sogenannte Herr twittert bereits über sein Account über uns!

Meine Kontaktdaten:

Herr Patrick Petersson
Am Stutenanger 11 B
85764 Oberschleißheim

T.: 089-69309966
[email protected]
Skype: das-seo-team

Ich würde mich freuen wenn Sie mir auch Ihre Kontaktdaten übermitteln, damit wir alle weiteren Schritte durchführen können.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Hier müsste geprüft werden, was hier über Twitter gepostet wird.

Sie sollten jedenfalls schnellstmöglich tätig werden.

Meine Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil.

Hier sind sie aber nochmal:


Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected] oder [email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241



 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine E-Mail ist soeben an Sie raus gegangen, mit der Hoffnung - das wir schnellstmöglichst etwas tun können!
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, ich werde mich gleich morgen bei Ihnen zurückmelden.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt








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