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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22338
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Meinem Sohn wurde in der Schule das Handy durch einen Lehrer

Kundenfrage

Meinem Sohn wurde in der Schule das Handy durch einen Lehrer abgenommen. Nun kam der Hinweis, dass nach zweimaliger Abnahme das Handy "für immer" einbehalten würde und oder es der Polizei übergeben werde und einige Handy auch schon der Hammerschlag getroffen hätte. Also ist das zulässig? Wie lange darf die Schule mein Eigentum in Beschlag nehmen? Darf Sie es an die Polizei weitergeben? Darf die Schule das Eigentum zerstören?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das ist nicht zulässig: Zwar ist die vorübergehende Einziehung von Handys gestattet, soweit eine Beeinträchtigung des Unterrichtsbetriebs zu besorgen ist.

Ist diese Beeinträchtigung aber nicht mehr gegeben, ist das Handy dem rechtmäßigen Eigentümer wieder auszuhändigen. Die "Beschlagnahme" darf also nur solange andauern, wie die Zwecke eines ungestörten Schul- und Unterrichtsbetriebs dies erfordern.

Der dauerhafte Einbehalt des Handys wäre ihrerseits eine strafbare Unterschlagung (§ 246 StGB). Der "Hammerschlag" wäre eine strafbare Sachbeschädigung (§ 303 StGB).


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine Übergabe an die Polizei ist auch nicht zulässig?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Nein, dies wäre ebenfalls nicht zulässig. Vielmehr würde es sich hier zivilrechtlich um verbotene Eigenmacht handeln (§ 858 BGB).


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.