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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7713
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
33364821
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RA Schröter ist jetzt online.

Meine Frau hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag über monatlich

Kundenfrage

Meine Frau hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag über monatlich 50 Stunden (Festgehalt).
Der Vorgesetzte will sie im März nun nur noch etwa 8,5 Stunden in der Woche einsetzen, dadurch läuft sie natürlich in die Minusstunden, im Gegenzug stellt er sich vor, daß sie in Monaten, in denen voraussichtlich mehr zu tun ist, die Minusstunden wieder eingeholt werden.
Er verlangt, daß sie soweit flexibel sein soll, dass sie notfalls von frühs 9 Uhr bis abends 18.30 anwesend sein soll. Wir haben zwei schulpflichtige Kinder von 10 und 11 Jahren, der Sohn ist geistig behindert, die Kinder kommen um 15 resp. 16 Uhr heim.
Meine Frau hat ihm mehrfach die Zeiten benannt, in denen sie arbeiten kann, interessiert ihn aber nicht wirklich.

Meine Fragen:
- darf die vertraglich vereinbarte monatliche Arbeitszeit nach Gutdünken verkürzt werden und damit der Arbeitnehmer in die Minusstunden gezwungen werden?
- darf der Vorgesetzte den Arbeitnehmer auf Basis der wissentlich verursachten Minusstunden zu einer Mehrarbeit verdonnern, obwohl die dann monatlich angesetzte Zeit weit überschritten wird?
- darf die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit überhaupt nach Gusto der Chefs "überzogen" werden (80 Stunden statt 50)?
- muß der Arbeitgeber nicht auf die familiären Belange des Arbeitnehmers und seine Möglichkeiten zur Arbeitszeiteinteilung Rücksicht nehmen?
- gibt es bei den Arbeitsgerichten im Fall der Fälle eine Rechtsberatungsstelle, könnte im Falle der Fälle per einstweiliger Verfügung vorgegangen werden?

Viele Fragen auf einmal, ich weiß, aber ein schneller Anhalt würde auch schon helfen, vielen Dank XXXXX XXXXX im Vorab!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Der Arbeitsvertrag stellt hier die Grundlage für Arbeitnehmer und Arbeitgeber dar. Daran haben sich beide Parteien zu halten.

Dies gilt natürlich auch für den Arbeitgeber, so dass er die Arbeitszeit nicht willkürlich reduzieren kann oder die Arbeitszeit derartigen Schwankungen unterworfen werden kann.

Der Arbeitgeber bleibt auch wenn er weniger Arbeit hat gleichwohl zur Zahlung des vertraglichen Lohns verpflichtet. Sicherlich kann im Einzelfall Überstunden geboten sein, die der Betriebsrat nach Antrag auch genehmigen muss. Aber die Ankündigung von Minusstunden ist sicherlich nicht wirksam. Demzufolge ist eine entsprechende Mehrarbeit in dieser Größenordnung nicht wirksam.

Zwar muss der Arbeitgeber nicht auf die familiären Belange Rücksicht nehmen, außer dies ist in einer Dienstvereinbarung geregelt. Allerdings muss er sich an die bisherige Arbeitspraxis und damit den Arbeitsvertrag halten. D.h wenn Ihre Frau in der Vergangenheit feste Arbeitszeiten hatte, gilt dies ohne eine Änderung des Arbeitsvertrages fort.

Eine Rechtsberatung kann über die Gewerkschaft oder einen Anwalt erfolgen, was allerdings mit Kosten verbunden ist.

Sollte sich hier keine Regelung finden, sollten Sie in jedem Fall einen Anwalt nehmen und auch die Geschäftsführung informieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gibt es noch Nachfragen? Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich Sie höflich bitten, meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

 

Vielen Dank!

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gibt es noch Nachfragen? Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich Sie höflich bitten, meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

 

Vielen Dank!

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