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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 23082
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Auf der Webseite ab-in-den-urlaub habe ich eine Reise in Erwägung

Kundenfrage

Auf der Webseite ab-in-den-urlaub habe ich eine Reise in Erwägung gezogen und alle Daten wie Name, Anschrift, Kreditkarteninformation eingegeben. Als ich bei der Reiserücktrittsversicherung angelangt war, habe ich den Vorgang abgebrochen und die Webseite verlassen. Nun wurde mir eine Buchungsbestätigung zugesandt und mir mitgeteilt, dass bei Nichtantritt der Reise, Stornierungsgebühren in Höhe von 640 Euro anfallen. Wie sieht es mit der Rechtslage in dieser Situation aus? Muss ich nachweisen, dass dich die Buchung nicht vorgenommen habe oder muss das Reisebüro nachweisen, dass ich die Buchung vorgenommen habe?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind zu keinerlei Zahlungen verpflichtet, denn ein rechtswirksamer Vertrag ist unter den gegebenen Umständen nicht zustande gekommen.

Ein Vertragsschluss setzt Angebot und Annahme voraus. Daran fehlt es hier, denn Sie haben den Bestätigungs-Button zur rechtswirksamen Abgabe eines Angebots noch nicht betätigt. Vielemhr haben Sie die Webseite nach Eingabe bestimmter Informationen und Daten, aber eben vor einer abeschließenden Bestätigung der Reisebuchung verlassen.

Daher liegt schon kein annahmefähiges Angebot Ihrerseits vor, welches der Anbieter dann seinerseits hätte annehmen können, indem er Ihnen eine enstprechende Bestätigungsmail schickt.

Ein Reisevetrag ist daher nicht zustande gekommen mit der Folge, dass Sie von diesem auch nicht zurücktreten und Stornokosten zahlen müssten.

Weisen Sie daher sämtliche Zahlungsforderungen schriftlich zurück, und bestreiten Sie ausdrücklich unter Darstellung der hier erörterten Rechtslage das Zustandekommen eines Vertragsschlusses.

Sieht der Anbieter dies anders, so ist er hierfür in der vollen Beweispflicht. Es ist also nicht etwa so, dass Sie den Nachweis führen müssten, dass kein Vertrag zustande gekommen ist. Es verhält sich gerade umgekehrt: Der Anbieter muss den Vertragsschluss unter Beweis stellen, wenn er sich auf einen solchen beruft und von Ihnen Zahlung von Stornokosten begehrt.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die umgehende Antwort. Ich bin mit der Zahlung von 60 Euro einverstanden, möchte jedoch ausdrücklich erwähnen, dass kein Abo erwünscht ist und dies eine einmalige Transaktion war.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre freundliche Akzeptierung.

Mit der einmaligen Zahlung für Ihre Anfrage ist die Angelegenheit für Sie erledigt.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt