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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16948
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeite seit 02/2009 in

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich arbeite seit 02/2009 in einer deutschlandweit tätigen IT Firma, ich bin 58 Jahre.
Am Samstag letzter Woche erhielt ich einen Nachtrag zum Anstallungsvertrag, u.a. mit folgender Änderung:
"Dienstsitz des Mitarbeiters ist der Heimarbeitsplatz in der Wohnung des Mitarbeiters, den der Mitarbeiter dem Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung stellt."

Bislang gab es in allen Regionen Vertriebsbüros, die aber alle , bis auf die Zentrale in 65623 Hahnstätten aus Kostengründen gekündigt sind.
Generell kann ich mich gegen das Home-Office wohl nicht wiedersetzen.
Muss ich mich als Vertriebsmitarbeiterin mit dem o.g. Satz einverstanden erklären? Ich hätte zumindest einen monatlichen Pauschalbeitrag für meine Zusatzkosten in meinem Eigenheim erwartet- anteilig DSL Kosten, Strom, Heizung, Wasser- oder kann ich die Kosten nur bei der Steuererklärung geltend machen?
Kein Wort auch zum IT Equipment wie Notebook, Drucker- auch hier will ich mein privates Equipment nicht nutzen. Da ich im Vertrieb tätig bin bleibt mir als Kommunikationsmittel zu Kunden/Neukunden " nur " das iphone, denn meine private Telefonnummer will ich nicht an die Kunden herausgeben.

Wenn ich diesen Nachtrag nicht unterzeichne, ist das evtl. ein hinreichender Kündigungsgrund? Ich bitte Ihrerseits um eine kurze Stellungnahme, wie ich mich in diesem Falle richtig verhalten soll.

Darüberhinaus wird es eine Firmenwagenregelung mit 1% Regelung geben oder eine Car-Allowance mit einem Betrag von 700 € monatlich brutto. Auf die entsprechenden Regelungen wird verwiesen, diese liegen aber dem Nachtrag nicht bei, sodass ich Einzelheiten erst anfordern muss.

Mit freundlichen Grüßen
Edelgard Straßberger
amalphi ag, Region Ost
16356 Ahrensfelde
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie sollten zunächst mit dem Arbeitgeber darüber verhandeln, inwieweit hier eine Kostenübernahme erfolgen kann.

Ohne Weiteres kann der Arbeitgeber nicht verlangen, dass Sie alle Kosten selbst übernehmen.

Sollte er dies nicht machen, besteht erstmal kein Grund, diese Vereinbarung anzunehmen.

Allerdings kann der Arbeitgeber dann eine Änderungskündigung aussprechen.

Wird dann die Änderung nicht angenommen, gilt der Arbeitsvertrag als gekündigt.

Allerdings kann der Arbeitgeber das nur dann durchziehen, wenn er dringende nachweisbare betriebliche Gründe dafür hat, dass er diese Änderung vornehmen muss.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

danke für die Information. Die mögliche Kündigung des Arbeitsvertrages ist mir wichtig.

 

Natürlich werde ich ( und sicher auch meine Vertriebskollegen) über meinen Vertriebschef versuchen, hier ein Entgegenkommen zu erwirken.

 

Haben nicht die Vertriebskollegen durch ihren Arbeitsplatz in der Zentrale allein schon einen geldwerten Vorteil, da diese ja keine Zusatzkosten für ein Home-Office ansetzen müssen? Ist damit nicht auch das Gleichheitsprinzip der Kollegen untereinander verletzt?

 

Was verstehen Sie denn bitte " ohne Weiteres"?

Ich suche nach handfesten Argumenten gegenüber meinem Arbeitgeber. Momentan fühle ich mich ein wenig erpreßt.

Bis zur Räumung des Berliner Büros kann ich doch dort weiterarbeiten, und nicht noch rückwirkend zum 01.02. dem Home-Office zustimmen

 

Über eine alsbaldige Antwort würde ich micht freuen.

 

Beste Grüße

Edelgard Straßberger

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Haben nicht die Vertriebskollegen durch ihren Arbeitsplatz in der Zentrale allein schon einen geldwerten Vorteil, da diese ja keine Zusatzkosten für ein Home-Office ansetzen müssen? Ist damit nicht auch das Gleichheitsprinzip der Kollegen untereinander verletzt?

 

- Ja, das ist richtig. Daher wäre eine Kündigung ganz offensichtlich nicht haltbar.

 

Was verstehen Sie denn bitte " ohne Weiteres"?

 

- Damit meine ich, dass gewichtige Kündigungs- / Änderungsgründe gegeben sein müssen, die bislang nicht gegeben sind.

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