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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3521
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Hallo, folgender Sachverhalt: meine kürzlich verstorbene Mutter

Kundenfrage

Hallo, folgender Sachverhalt: meine kürzlich verstorbene Mutter hat sehr hohe Schulden hinterlassen. Aus Sorge um die Kosten nach Ihrem Ableben, haben meine Geschwister und ich zu Ihren Lebzeiten eine Risikolebensversicherung/Sterbegeldversicherung abgeschlossen, bei denen wir, einer der Geschwister, bezugsberechtigt sind und zum Großteil auch die Beiträge in der Vergangenheit übernommen haben, um die Versicherungsauszahlungen zu gewährleisten. Die Summe der Versicherungen reichte aus, um die Beerdigung und alle sonstige Kosten, wie Miete, Wohnungsauflösung usw. zu zahlen. Die Wohnungsauflösung ist bereits erfolgt (die Wohnungsgegenstände gehörten komplett den Geschwistern und der (Groß-)Mutter.
Nun die Frage wegen dem "Erbe": wie gesagt hatte Mutter nichts ausser Schulden, die Wohnungsgegenstände wurden verschenkt oder entsorgt. Von den Versicherungen bleibt ein kleiner Betrag über. Welche Rechte haben Gläubiger an dem übrig gebliebenen Betrag aus den Risko-/Sterbegeldversicherungen?

Vielen Dank.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
ehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Aufgrund des Umstands, dass ein Bezugsberechtigter bestimmt worden ist, erwirbt der Berechtigte einen unmittelbaren Anspruch gegenüber der Versicherung auf Auszahlung der Versicherungssumme.

Der Erwerb aus der Lebensversicherung fällt nicht in den Nachlass, so dass auch etwaige Gläubiger hierauf keinen Zugriff nehmen können.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Also, auch wenn wir, die Geschwister und die Mutter, das "Erbe" ablehnen, können die Gläubiger aus den Beiträgen der ausgezahlten Risiko- und Sterbegeldversicherungen keine Ansprüche stellen! Habe ich das so richtig verstanden?
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ja, das haben Sie richtig verstanden.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Auskunft! Entsprechend kann ich nun den Gläubigern antworten.

Nur noch eine Frage: wenn das Erbe abgelehnt wird und der Bezugsberechtigte (hier der ablehnende Erbe) den Versicherungbetrag annimmt, muß er dann vom Gesamtbetrag Erbschaftssteuer leisten? Werden dann die Kosten der Beerdigung u.a. berücksichtigt?
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

da die Versicherungssummer nicht zum Nachlass gehört, brauchen Sie auch keine Erbschaftssteuer zu zahlen.
RAKRoth und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank!
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nicht zu danken. Ich wünsche Ihnen alles Gute !
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Roth,

habe doch noch 2 Fragen: ist es ratsam, beim Amtsgericht das "Erbe" abzulehnen? Die Frage stellt sich aufgrund der vielen Gläubigern, die schreiben und sagen, das sie Anrechte gegenüber den Erben haben. Wenn wir (Geschwister und andere Angehörige) das Erbe über Amtsgericht ablehnen, zieht dies einen Rattenschwanz bzgl. unserer Kinder hinterher?

Erbrecht ist schon kompliziert genug, mit Schulden wohl noch mehr.

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre weiter Anfrage.

Wenn der Nachlass überschuldet ist, sollten Sie und Ihre Kinder jedenfalls das Erbe innerhalb der sechswöchigen Frist (vgl. § 1944 BGB) ausschlagen.
Sollten sich tatsächlich erbberechtigte Personen finden, die nicht ausschlagen, haften diese als Erben auch für die Nachlassverbindlichkeiten.