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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24914
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Steuerberater hat für einige Jahre keinen Widerspruch

Kundenfrage

Mein Steuerberater hat für einige Jahre keinen Widerspruch gegen den jeweilen Umsatzsteuerbescheid eingelegt.
Das hat mich dann um jeweilige höhere Rückerstattungen gebracht.
Die hätte ich aber bekommen wenn die Widersprüche fristgerecht beim Finanzamt eingegangen wäre.
Gibt es noch eine Möglichkeit einer wieder Einsetzung?
Oder ist der Steuerberater für den entstandenen Schaden haftbar oder hat gar eine Versicherung dafür?

MfG

Karl Hüppeler
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Rechtlich gesehen ist der Steuerberater Ihr Vertreter gemäß § 164 BGB. Das bedeutet, seine Fehler sind auch Ihnen zuzurechnen. Aus diesem Grunde haben Sie leider keine Möglichkeit Wiedereinsetzung zu beantragen mit der Begründung, dass nicht Sie sondern der Steuerberater die Frist versäumt hat.


Die Umsatzsteuerbescheide sind also für Sie bindend.

Sie können jedoch den Steuerberater nach § 280 BGB auf Ersatz des entstandenen Schadens in Anspruch nehmen.

Bei einer derartigen Haftung müssen Sie dem Steuerberater zum einen eine Pflichtverletzung nachweisen. Die Pflichtverletzung ist darin zu sehen, dass der Steuerberater nicht fristgerecht seiner Pflicht nachgekommen ist, gegen die Steuerbescheide Widerspruch einzulegen.

Eine solche Verpflichtung kann sich daraus ergeben, dass der Steuerberater von Ihnen hierzu eine direkte Anweisung erhalten hat oder der Umsatzsteuerbescheid unrichtig war, was der Steuerberater bei pflichtgemäßer Überprüfung des Bescheides hätte erkennen müssen.

Weiterhin müssen Sie den entstandenen Schaden nachweisen. Das bedeutet, Sie müssen darlegen, welche Steuer Sie bei einem fristgerechten Widerspruch erhalten hätten.

Ihr Steuerberater hat eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung die den Schaden regulieren wird. Direkter Anspruchsgegner ist jedoch zunächst Ihr Steuerberater.

Sie sollten daher den Steuerberater schriftlich auffordern innen binnen 14 Tagen ab Briefdatum den entstandenen Schaden zu ersetzen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich muß schon 100 % genau wissen ob der Steuerberater haften m u ß.
Ansonsten würde ich bei einer eventuellen Klage einen noch größeren finanziellen Verlust erleiden wenn diese dann vom Gericht abschlägig beschieden wird.
Im speziellen geht es um keinen falschen Umsatzsteuerbescheid sondern um eine Rückerstattung der Umsatzsteuer nach einem EuGH Urteil vom 21.02.2005.
Diese konnte ich leider nicht erstattet bekommen weil mein Steuerberater keine fristgerechten Einsprüche gemacht hat.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn es um eine Rückerstattung einer Umsatzsteuer aufgrund einer richterlichen Entscheidung geht, so muss der Steuerberater diese Entscheidung kennen und auch entsprechend danach handeln.

Das bedeutet: Entweder muss der Steuerberater Einspruch einlegen oder er muss Sie klar und unmißverständlich darauf hinweisen, dass aufgrund der Rechtsprechung des EUGH gegen den Umsatzsteuerbescheid Einspruch einzulegen ist.

Unterlässt er dies so haftet er (muß er haften). Eine 100%ige Sicherheit haben Sie bei einem gerichtlichen Verfahren allerdings niemals.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das Verfahren war Jahre anhängig ehe das Urteil gesprochen wurde.
Nach dem Spruch wurden auch die Widersprüche fristgerecht eingereicht.
Es geht mir nur um die Jahre in dem das Verfahren anhängig war.
Hätte er da in diesem Zeitraum die Widersprüche machen m ü s s en?
Und ist er da v o l l haftbar zu machen?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn es um die Widersprüche geht die vor Erlass des Urteils hätten erfolgen müssen, so gelten meine Ausführungen natürlich so nicht.

Der Steuerberater hätte jedoch wissen müssen, dass ein Verfahren vor dem EUGH anhängig ist und Sie auf dieses Verfahren hinweisen müssen. Da er aber zu diesem Zeitpunkt das Urteil noch nicht kennen konnte, hätte er nicht Einspruch einlegen müssen. Der Steuerberater haftet für die Zeit vor Urteilsverkündung nicht.

Wenn es sich zudem eine Pflichtverletzung des Steuerberaters aus einem Zeitraum vor 2005 handelt so ist zudem die Regelverjährung der §§ 195,199 BGB (3 Jahre) zu beachten, in der auch Schadensersatzansprüche gegen den Steuerberater verjähren können.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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