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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17028
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ist die Aussage:Was denkts du eigentlich, wer du bist und ich

Kundenfrage

Ist die Aussage:Was denkts du eigentlich, wer du bist und ich bin nicht dein Leibeigener gegenübr einem Vorgesetzten ein Grund zur Abmahnung?
Kann ich die Rücknahme einer Abmahnung verlangen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


es kommt hier darauf an:


grundsätzlich ist eine Beleidigung ein Grund zur Abmahnung, da dadurch die Autorität des Vorgesetzten untergraben wird.

Ob bestimmte Ausdrücke tatsächlich als Beleidigung zu werten sind oder aber lediglich als Unmutsäußerungen hängt von dem Umständen ab und von dem allgemeinen Umgangston im Betrieb.


Bereits das du gegenüber einem Vorgesetzten, den man normalerweise nicht duzt kann die Kundgebung von Missachtung sein und damit einen beleidigenden Charakter haben.

wenn man aber den Vorgesetzten normalerweise duzt so ist das natürlich nicht keine Beleidigung.

Was die übrigen Äußerungen anbelangt so hängt das sehr, wie der Umgangston im Betrieb ist und was für ein Verhältnis man zu seinem Chef hat.


ist das Verhältnis locker und entspannt und herrscht ein entsprechendes Betriebsklima so würde ich diese Äußerungen zwar als Unmutsäußerungen, nicht jedoch als Beleidigungen werden.

Ich würde daher eine Abmahnung für als überzogen erachten und es bei einer Ermahnung bleiben lassen.

Sie können dann die Rücknahme der Abmahnung bzw. die Entfernung aus der Personalakte verlangen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte sehr gerne können Sie weitere Fragen an mich stellen.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich Sie höflich um Akzeptierung

danke










Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Ratsuchende,

haben Sie noch Fragen? Sehr gerne

wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich Sie höflich zu akzeptieren
auch danach stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung
Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

ich habe im Rahmen einer Abteilungsbesprechung, in der es um neue Vorgaben ging, die oben genannten Äußerungen von mir gegeben, weil ich 122,5 % meiner Vorgagen erfüllt habe und nun 125 % leisten sollte ohne Lob usw.

Ich habe vor einem Jahr bereits eine Abmahnung wegen einer Arbeit bekommen, die damals ungerechtfertigt war, die lt. Personalabteilung jedoch nicht zurückgenommen werden konnte und lediglich eine Gegendarstellung abgehefet wurde.

Ich habe Bedenken, dass ich auf diese Art aus der Firma gemoppt werden soll und bitte Sie um Auskunft, ob ich nach einer dritten Abmahnung mit einer fristlosen Kündigung rechnen muss. Ich bin bereits 21 Jahre in der Firma als Meister tätig.

 

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Ratsuchender,


Sie sollten unbedingt gegen diese Abmahnung vorgehen dass sie in der Tat die Vorbereitung zu einer fristlosen Kündigung sein kann.


Das ist zwar seit dem Fall Emily (die Kassiererin) nicht mehr so einfach liegt aber dennoch im Bereich des möglichen.


Für Sie spricht natürlich das sie 21 Jahre im Betrieb sind, wobei Sie aber auch aufpassen müssen denn ältere Arbeitnehmer werden sehr gerne zu Gunsten von jüngeren billigeren aus dem Betrieb komplimentiert.






Schreiben Sie den Arbeitgeber an, fertigen Sie eine Gegendarstellung und setzen sie eine Frist zur Rücknahme der Abmahnung bzw. zu deren Entfernung aus der Personalakte.



Wenn man dem nicht nachkommt würde ich Ihnen fast empfehlen, den Schritt vor das Arbeitsgericht zu tun.

Vor allem aber rate ich Ihnen dringend sehr aufzupassen und keine derartigen Äußerungen mehr zu tätigen dazu muss Ihr Arbeitgeber nur darauf lauern wird das ihnen noch einmal ein derartiger Lapsus unterläuft



Sollte es zur fristlosen Kündigung kommen müssen sie zwingend binnen drei Wochen ab der Zugang Klage vor dem Arbeitsgericht eingereicht haben.

Wenn Sie diese Frist versäumen ist die Kündigung aufgrund des Zeitablaufs rechtsgültig geworden



Bei weiteren Problemen können Sie jederzeit hier fragen



alles Gute


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

ich habe zum Schluss noch eine Frage:

Man verlangt von mir, dass ich auf der Abmahnung folgenden Text unterschreibe:

Bitte bestätigen Sie uns den Erhalt dieser Abmahnung durch Unterschrift auf dem beigefügten Zweitexemplar, das wir zu Ihrer Personalakte nehmen.

Was passiert, wenn ich das unterschreibe, bzw. welche Nachteile habe ich rechtlich, wenn ich meine Unterschrift verweigere?

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie soollen nur bestätigen, dass Sie die Abmahnung bekommen haben, nicht aber , dass Sie damit einverstanden sind.


Sie könnnen den Erhalt also bestätigen und dann gegen die Abmahnung vorgehen