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Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren RA´te Meine Frage bezieht

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren RA´te

Meine Frage bezieht sich auf Fristen und Ansprüche im Erbrecht.

Es gibt eine Erbengemeinschaft von 22 Personen.
Alle haben von ihrem Anspruch seit April 2011 Kenntnis.

18 Erben haben schriftlich ihren Anspruch erklärt und das Erbe angenommen.
4 Erben haben das Erbe weder schriftlich angenommen noch ausgeschlagen.
Das diese 4 Personen Kenntnis haben ist gesichert.

Gibt es für diese 4 Personen eine Frist zur Erlöschung ihres Erbanspruches ?

Kann ein Erbscheinsantrag auch ohne diese 4 Personen gestellt werden ?

Hochachtungsvoll
Andreas Richter
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


soll Ihre Frage nach deutschem Erbrecht beantwortet werden?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, es gilt deutsches Erbrecht.

Auch ein Teilerbschein ist ausgeschlossen !

Alle Erben müßten innerhalb eines Erbscheinantragsverfahren
berücksichtigt sein .

Diese 4 genannten Erben blockieren praktisch die Einreichung eines gemeinschaftlichen Erscheines.

Mfg
A. Richter
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Es bedarf nach deutschem Erbrecht nicht der Annahme des Erbes. Nur die Ausschlagung der Erbschaft muss ausdrücklich erklärt werden.

Die Miterben sind verpflichtet, an der ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses mitzuwirken. § 2038 BGB. Hierzu gehört auch die Beantragung des gemeinschaftlichen Erbscheins.

Die Miterben, die Ihre Zustimmung hier nicht erklärt haben, müssen daher die 4 Miterben auf Zustimmung der ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses und hier auf Mitwirkung zum Erbscheinsantrag verklagt werden.

Alternativ bliebe das Erbenaufgebot. Dieses müsste beim Nachlassgericht beantragt werden. Erben, die sich bis dahin nicht beim Nachlassgericht gemeldet haben, werden durch das Aufgebot aufgefordert, Ihre Erbenstellung nachzuweisen. Erfolgt dies nicht innerhalb von 6 Monaten, so erlischt das Erbrecht.
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier

In der Eile des Gefechtes ist ihnen wohl ein kleiner Fehler unterlaufen ! :-)

" Die Miterben, die Ihre Zustimmung hier nicht erklärt haben, müssen daher die 4 Miterben auf Zustimmung der ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses und hier auf Mitwirkung zum Erbscheinsantrag verklagt werden. "
Sie meinten wohl die 18 " geständigen " Erben. ? Die klagen müßten.

Das Aufgebot wäre natürlich eine Alternative.
In der Regel wird dies ja nach unbekannten Erben getan.

Was ist den in dem Falle, daß sich Erben im Ausland aufhalten und von dem Aufgebotsverfahren keine Kenntniss erlangen ?
Gillt dann ebenfalls die Frist von 6 Monaten ?

Zu meiner Person, möchte ich ihnen mitteilen, daß ich Berufsgenealoge
in Polen bin.
Es gibt ja viele Fälle, die eben o.g. Konstelation erbringen.
Die Anfrage bezieht sich daher eher auf eine generelle Auslegung solcher Fälle.
In jedem Fall, ist aber deutsches Erbrecht geltend.

Hochachtungsvoll
Andreas Richter

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Satz war in der Tat etwas missverständlich formuliert. Die 4 Miterben, die nicht mitwirken, müssen ggf. verklagt werden.


6 Monate gelten auch für etwaige Erben, die sich im Ausland aufhalte. Eine längere Frist gibt es nicht-

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