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ra-steininger
ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung:  Rechtsanwalt seit 2002
57738891
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ra-steininger ist jetzt online.

Nach dem Kauf meines Hauses, noch vor Übergabe stellte ich

Kundenfrage

Nach dem Kauf meines Hauses, noch vor Übergabe stellte ich Schimmel und Nässe hinter einem Wandschrank aufsteigend vom Boden fest. Der Fachmann eines Schimmelbeseitungsunternehmens nahm eine Probe. Die Vorbesitzerin sagte zu ihm: " Da war schon mal was." Daher hat er empfohlen den Schaden als Folgeschaden der Versicherung zu melden. Das geschah unverzüglich. Als ein Sachverständiger den Schaden orten wollte, hat sie ihn nicht ins Haus gelassen. Nach 3 Wochen - 3 Tage vor Übergabe - hat sie diese Schadensmeldung storniert. Als ich zum ersten Mal die Toilettenspülung betätigte gab es einen Rückstau. Genau an dieser Stelle war im Boden ein Rohrbruch des Kanals.
Da der Schaden zwei Tage vor Beginn meiner Gebäudeversicherung auftrat, hat die Versicherung mich an die Vorbesitzerin verwiesen, da der Schaden mindestens drei Jahre alt sein musste. Die Vorbesitzerin behauptet nie etwas bemerkt zu haben. Nun läuft eine
Klage wegen arglistiger Täuschung, aber mein Anwalt weigert sich Zeugen zu benennen.
Nachdem in zwei Stufen bereit ungefähr 5.000 Euro von meiner Rechtschutzversicherung bezahlt wurden, behaupt er nun es bestünde keine Aussicht auf Erfolg. (Gerichtsterim in drei Wochen). Die Vorbesitzerin hat bei Hausbesichtigung die Wartungsbestätigung der Heizung einer hiesigen Heizungsbaufirma vorgelegt. Diese Bescheinigung war bei Übergabe verschwunden. Laut Schornsteinfeger hat sie aber seit mehreren Jahren keine Wartung vornehmen lassen, obwohl sie mehrfach aufgefordert wurde.
Ist es erlaubt dies vorzutragen, um die grundsätzliche Fähigkeit zur arglistigen Täuschung aufzuzeigen.
In allen Fällen stehen mehrere Zeugen zur Verfügung.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

eine arglistige Täuschung nachzuweisen, ist fast immer ein schwieriges Unterfangen. Allein deshalb sind hierauf gerichtete Klagen immer ein Risiko. Wenn der Anwalt insbesondere bei vorhandener RSV jetzt zur Rücknahme drängt, ist dies nicht für den Außenstehenden, der die Einzelheiten nicht kennt, kaum verständlich.

 

Denkbar ist, dass hier eine Ihnen unbekannte Interessenkollision des Anwalts vorliegt und er das Mandat nicht abgeben will, weil er dann den Vergütungsanspruch verlieren würde.

 

Auch ist denkbar, dass er einen Fehler begangen hat und vermeiden will, dass dieser im Prozess Ihnen auffällt.

 

Was zutrifft, kann ich Ihnen leider nicht sagen.

Sie sollten auf jeden Fall versuchen, herauszubekommen, was dahinter steckt.

 

Wenn Sie jetzt den Anwalt wechseln, hat das leider den Nachteil, dass die bisherigen Anwaltskosten neu anfallen und von der RSV nicht übernommen werden.

 

Sollten Sie sich entscheiden, den Prozess abzuwarten, wiese ich darauf hin, dass der Anwalt eine Haftpflichtversicherung haben muss, die im Falle des Nachweises eines Verschuldens, das auch kausal für das Verlieren im Prozess war, den entstandenen Schaden deckt. Die Mindestversicherungssumme pro Schadensfall beträgt 250000 Euro.

 

Zum Vortrag:

Natürlich können Sie im Prozess auch allgemeine Dinge vortragen, um die Glaubwürdigkeit der Gegenseite zu erschüttern. Das reicht jedoch nicht, um eine arglistige Täuschung zu beweisen!

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Frage bleibt bestehen, kann ich auf die Zeugenbefragung bestehen und evtl. auch selbst beim Landgericht benennen?
Wie soll ich eine Interessenkollision meines Anwalts beweisen bzw. versuchen herauszufinden?
Hat es Sinn weitere Zahlungen meiner RSV an den Anwalt zu stoppen?
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vor dem Landgericht besteht Anwaltszwang. Das muss der Anwalt für Sie tun.

 

Der Beweis der Interessenkollision ist nur möglich, wenn Sie Glück haben und die richtigen Zeugen kennenlernen. Wir wissen ja gar nicht, ob dies der Fall ist.

 

Derzeit sehe ich keinen Sinn, bei der RSV Zahlungen zu stoppen. Dies können Sie auch gar nicht erreichen.

 

Es dürfte aber nicht schaden, die RSV über das eigenartige Verhalten Ihres Anwalts zu informieren. Das Vertrauensverhältnis kann nach Ihren Äußerungen ohnehin beiderseits nicht mehr weiter beschädigt werden. Ggf. erklärt sich die RSV aus Kulanz zu einem Anwaltswechsel bereit, auch wenn ich dies für sehr unwahrscheinlich halte.

 

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Götz,
der Anwalt weigert sich Zeugen zu benennen, was kann ich tun?
Kann ich selbst Zeugen benennen?

Ich möchte nicht gegen den Anwalt vorgehen, ich möchte lediglich das er meine Interessen vertritt
und meine Zeugen vorladen lässt. Wie kann ich ihn dazu bringen?

Der Rechtsstreit ist seit Mai 2011 anhängig. Erst letzte Woche teilte mir der Anwalt mit die Klage sei aussichtslos. Die Versicherung erteilte nur die Zusage aufgrund der Aussage des Anwalts, dass die Klage Aussicht auf Erfolg habe.
Wie soll ich weiter vorgehen?

Viele Grüße

Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sie werden selbst keine Zeugen benennen können in einem Prozess vor dem LG.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Anwalt und wenden sich im Notfall an die Rechtsanwaltskammer.

 

Im Notfall müssen Sie in den sauren Apfel beißen und das Mandat entziehen und einen Kollegen beauftragen. Das darf dann aber nicht erst wenige Tage vor dem Termin geschehen, damit sich der Kollege noch einarbeiten kann.

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

der Kollege hat Ihnen bereits alles notwendige beantwortet.
Sie selbst können vor dem LG nicht auftreten, also keine Zeugen benennen.

Sie können Ihren Anwalt nur schriftlich auffordern, die Zeugen zu benennen.

Wenn der Prozess verloren geht, sollten Sie die Haftung des Kollegen prüfen lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,
vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Ich habe dennoch folgende Fragen:

1) Müssen die Zeugen bereits beim ersten Gerichtstermin benannt sein?
2) Können Zeugen auch in einem späteren Termin noch benannt werden?
3) Kann der Richter ohne Zeugenbefragung nach Aktenlage und persönlichen Eindruck entscheiden?
4) Darf ich mich beim Landgericht persönlich das Wort ergreifen um meine Angelegenheit näher darzulegen?
5) Werden die Zeugen vom Richter vernommen oder stellt auch mein Anwalt die Fragen?
Ihren letzten Satz" Wenn der Prozess verloren geht, sollte ich die Haftung prüfen lassen"
habe ich leider nicht verstanden. Könnten Sie diesen bitten näher erläutern bzw.
mir mitteilen, was dann zu tun ist.
Für Ihre Mühe im voraus besten Dank.

Mit freudlichen Grüßen
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
1) sicherheitshalber ja, damit Verspätung vermieden wird
2) das ist grundsätzlich möglich, wenn sich der Rechtsstreit dadurch verzögert, kann das Vorbringen aber zurückgewiesen werden
3) Wenn er die Zeugen nicht für seine Entscheidung benötigt ja, wenn der Sachverhalt streitig ist nein
4) Sicherlich werden Sie informatorisch angehört werden
5) Der Richter vernimmt, der Anwalt kann aber auch Fragen stellen

Der Hinweis bezog darauf, dass die Weigerung der Zeugenbenennung ggf. zum Verlust des Prozesses führen könnte und die Weigerung des RA hier eine Haftung auslösen könnte.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ist noch etwas unklar? Ansonsten bitte ich höflichst darum, die Antwort gem. AGB zu akzeptieren. Vielen Dank!
ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung: Rechtsanwalt seit 2002
ra-steininger und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.