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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3523
Erfahrung:  Schwerpunkte: Vertragsrecht, Erbrecht, Internetrecht, Mietrecht, Wettbewerbsrecht
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Besitze Haus und Garten im Saarland. Die Nutzung des Gartens

Kundenfrage

Besitze Haus und Garten im Saarland. Die Nutzung des Gartens wird durch den hohen Bewuchs des westlichen Nachbargrundstückes ereblich beeinträchtigt.

Gibt es eine gesetzliche Vorschrift über Höhe und Grenzabstand des Bewuchses?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchernder,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Um welchen Bewuchs handelt es sich genau ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es handelt sich in erster Linie um einen Kirschbaum, der schon vor 27 Jahren, als ich das Haus erwarb, in die Jahre gekommen war. Mitlerweile bricht er fast auseinander.

Die Krone überdeckt ca. 2 m meinen Garten und erreicht eine Höhe von gut 8 m. Das hat den Efekt, dass selbst im Hochsommer um 17:30 Uhr die Sonne untergeht.

Dieser Kirschbaum, der schon sit Jahren nicht mehr abgerntet werden kann, wir umschlossen von wildwachsenden Nussbäumen, die auch schon eine Höhe von ungf. 6 m haben.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nach § 48 Nachbarrechtsgesetz Saarland beträgt der Grenzabstand für

Kernobstbäume, auf stark wachsenden Unterlagen veredelt, sowie Süßkirschenbäumen und verdelten Walnussbäumen 2 Meter.

Diese Grenzabstandsregelung gilt allerdings nicht für
  1. Anpflanzungen, die hinter einer undurchsichtigen Einfriedung vorgenommen werden und diese nicht überragen,
  2. Anpflanzungen an den Grenzen zu öffentlichen Verkehrsflächen, zu öffentlichen Grünflächen und zu Gewässern,
  3. Anpflanzungen zum Schutze von erosions- oder rutschgefährdeten Böschungen oder steilen Hängen,
  4. Anpflanzungen gegenüber Grundstücken, die außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils liegen und nicht in einem Bebauungsplan als Bauland ausgewiesen sind, die geringwertiges Weideland (Hutung) oder Heide sind oder die landwirtschaftlich oder gartenbaulich nicht genutzt worden, nicht bebaut sind und auch nicht als Hofraum dienen.

Der Abstand wird von der Mitte des Baumstammes, des Strauches, der Hecke oder des Rebstockes bis zur Grenzlinie gemessen, und zwar an der Stelle, an der die Pflanze aus dem Boden austritt.

 

Hinsichtlich eines Beseitigungsanspruchs ist § 55 NachbarRG Saarland zu beachten:

 

§ 55 Ausschluss des Beseitigungsanspruchs

(1) 1Der Anspruch auf Beseitigung von Anpflanzungen, Spaliervorrichtungen und Pergolen, die geringere als die in den §§ 48 bis 54 vorgeschriebenen Abstände einhalten, ist ausgeschlossen, wenn der Nachbar nicht innerhalb von fünf Jahren nach dem Anpflanzen oder der Herstellung Klage auf Beseitigung erhoben hat. 2Dies gilt nicht für Anpflanzungen an der Grenze eines Wirtschaftsweges.

(2) Werden für die in Absatz 1 genannten Anpflanzungen Ersatzpflanzungen vorgenommen, so gelten die §§ 48 bis 54.

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie keine Fragen mehr haben, mögen Sie meine Antwort nunmehr bitte akzeptieren.