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hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1700
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
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hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

Ich habe gestern Post von der Polizei bekommen das gegen mich

Kundenfrage

Ich habe gestern Post von der Polizei bekommen das gegen mich ein Ermittlungsverfahren wegen Betrug in mehreren Fällen läuft, nun wollte ich Fragen

- soll ich bei der Polizei aussagen oder einen Rechtsanwalt hin zu ziehen?

- Wenn ein Rechtsanwalt, für welches Recht, da ich erst 18 Jahre alt bin?

- Ich beziehe zur Zeit HArtz4 bekomme ich den Anwalt bezahlt?

- Wenn ja, wie geht das?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

1.
Das kommt auf die Betrugssachverhalte an, die Ihnen vorgeworfen werden.
Sie können auch zunächst schweigen und dann sich immer noch einen Anwalt holen, der dann auch Akteneinsicht nehmen sollte.

2.
Sie sollten einen Anwalt nehmen, der sich auf (Jugend-)Strafrecht spezialisiert hat.

3.
Für Strafrecht wird nur Beratungshilfe gewährt, die die Beratung und nicht auch die Vertretung abdeckt.

Eine Pflichtverteidigung ist als Jugendlicher nach dem Jugendgerichtsgesetz etwas einfacher zu erhalten als bei einem Erwachsenden, nicht aber bei Ihnen als Heranwachsender.

Die Voraussetzungen sind:

Die Mitwirkung eines Verteidigers ist notwendig, wenn

1.
die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet;

2.
dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird;

Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.

Dieses ist nur bei einem Bandenbetrug der Fall, nicht bei Einzeltätern.

Danach wird eine Pflichtverteidigung wohl eher ausscheiden.

In anderen Fällen bestellt der Vorsitzende Richter auf Antrag oder von Amts wegen einen Verteidiger, wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, daß sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann, namentlich, weil dem Verletzten ein Rechtsanwalt beigeordnet worden ist.

Für die Beratungshilfe können Sie sich an die Rechtsantragstelle des Amtsgerichts Ihres Wohnortes wenden, die Ihnen einen Beratungshilfeschein ausstellt.

Ich schlage vor, dass Sie dieses unternehmen und dann zu einem Anwalt Ihrer Wahl gehen. Vorher sollte Sie keine Aussage machen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ok, danke für ihre Ausführliche Antwort,

 

wenn ich dies richtig verstanden habe bekomme ich als Heranwachsender keinen Verteidiger.

 

Ich würde aber eine Anwaltsberatung bezahlt bekommen, durch einen Beratungsschein.

 

Soweit habe ich dies verstanden.

 

Was ich aber noch gerne wissen möchte.

 

Kann dann der zu Rate gezogene Anwalt, Prozesskostenbeihilfe beantragen?

 

Und könnte dieser die Aussage aufnehmen und einreichen?

 

Ich soll also morgen meine Aussage verweigern?

 

Könnte mir dies aber nicht schlecht ausgelegt werden vom gericht?

Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre erste beiden Einschätzungen sind zutreffend.

Prozesskostenhilfe gibt es nur für die Einreichung von einer sogenannten strafprozessualen Privatklage, was hier nicht der Fall ist.

Ihr Anwalt kann in der Tat eine schriftliche Aussage von Ihnen einreichen, das ist auch üblich.

Ich meine, er wird dieses Ihnen auch vorschlagen.

Schweigen darf Ihnen generell nicht schlecht ausgelegt werden, erst recht nicht, wenn Sie zunächst einen Anwalt zur Rate ziehen und dieser sodann eine Aussage übermittelt.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

haben Sie noch irgendwelche Nachfragen?

Ansonsten bitte ich darum, meine Antwort zu akzeptieren, denn Rechtsrat darf hier nach den AGB nur gegen Bezahlung erfolgen, was auch berufsrechtlich nicht anders zulässig ist.

Vielen Dank.

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