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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Hallo. Ich habe eine Konkrete Frage. Ich bin seit 5 Jahren

Kundenfrage

Hallo.
Ich habe eine Konkrete Frage.
Ich bin seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen, nun möchte ich mich trennen. Aber das große Problem: Wir leben zur Miete in dem Haus meiner Mutti. Mein Freund hat das Grundstück und im Haus viel gebaut und selbst bezahlt, auf eigenes wollen.
Er wollte das Grundstück nach seinen Vorstellungen herrichten. Nun droht er damit, wenn er auszieht, das ganze gerld einzuklagen und unser Haus in die Versteigerung zu bringen. In wieweit hat er eien chance? Das Haus wird Monatlich mit 400Euro abbezahlt, durch unsere Miete.
Ich bin völlig verzweifelt und weiß weder ein noch aus. Ich danke XXXXX XXXXX vorraus um Ihre antwort.
Mit freundlichem gruß
Frau Berndt
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Verehrte Fragestellerin,

einen Zahlungsanspruch kann der Freund grundsätzlich gegen Ihre Mutter als Eigentümerin des Grundstückes geltend machen, Rechtsgrundlage wäre bspw. der sog. Wegfall der Geschäftsgrundlage oder auch das sog. Eigenümer - Besitzer - Verhältnis oder auch schlichter Werkvertrag. Es käme hier ganz darauf an, wie der Freund die Vornahme seiner Arbeiten in tatsächlicher Hinsicht begründet und beweisen kann.

Von daher ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass der Freund eine Chance auf Ausgleich oder Zahlung gegen die Mutter hätte und im Falle eines Rechtsstreits auch durchsetzen könnte.

Nur für den Fall, dass ein Gericht dem Freund im Falle eines Rechtsstreit auch Recht gäbe, bekäme dieser ein Urteil, mit dem er die Zwangsvollstreckung einleiten könnte, wenn die Mutter als Eigentümerin den gerichtlich festgestellten Anspruch nicht zahlte.

Es empfiehlt sich, den Freund aufzufordern, eine Auskunft darüber zu geben, wieviel er meint beanspruchen zu können. Vom Ergebnis dieser Auskunft hinge es ab, ob ein Rechtsstreit lohnen würde. Er würde sich dann ggf. lohnen, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen wäre, dass ein Gericht die Forderung nicht in voller Höhe anerkennen würde (etwa weil von vornherein überzogen oder etwa weil der Freund die Arbeiten im vorgetragenen Umfang nicht beweisen könnte).

Jedenfalls vor Gericht hätte sich der Freund dazu zu erklären und auch zu beweisen, dass und welche Arbeiten er geleistet hat und er hätte auch zu angemessenen Vergütung vorzutragen.

Im Moment ist im Ergebnis zu empfehlen, den Freund eine Auskunft dazu abgeben zu lassen, wieviel er gezahlt haben möchte. Nur auf Grundlage dessen lassen sich weitere Schritte abwägen. Die Auskunft sollten Sie sich unbedingt schriftlich geben lassen, am Besten in Form einer detaillierten Berechnung. Keinesfalls aber sollten Sie irgendwelche Erklärungen abgeben, welche die Forderung des Freundes anerkennen. Wenn Sie die Berechnung haben, sollten Sie sich vor Ort nochmals persönlich beraten lassen, was die Durchsetzbarkeit und Höhe des geltend gemachten Anspruches angeht. Wie gesagt kann es sich von diesem Punkt aus empfehlen, einen Rechtsstreit einzugehen oder dies auch nicht zu tun, weil etwa die Forderung des Freundes rechtlich haltbar und auch nicht überhöht ist.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen dank für Ihre Schnelle und Detailierte Antwort.
Mein Freund hat von jedem Baumaterial Kassenzettel.
Meine Mutter kann definitiev die Summe nicht zaheln, wäre es möglich Anwaltlich eine Ratenvereinbarung einleiten, im Falle eines Falles?
Denn eine Einilligung war nur Mündlich, das er bauen kann wie er möchte, aber nie schriftlich festgelegt.
Das würde also bedeuten, er würde es veranlassen, das dass Haus meiner Mutter zwangsversteigert werden kann, sodass er auch an sein Geld kommt, richtig?
MfG Berndt
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

lassen Sie sich zunächst ein Aufstellung der Kosten geben und eine Aufstellung darüber, was gearbeitet worden ist. Denn nicht alle Arbeiten müssen nachträglich vergütet werden (bspw. Gartenarbeit). Auch dürfte eine Vergütung nur unter Einschränkungen für solche Arbeiten in Betracht kommen, die ohne Wissen und wollen der Mutter am Haus vorgenommen worden sind.

Nicht sämtliche Arbeiten sind daher zu vergüten, von daher die Aufforderung an den Freund darzulegen, dass und was er wann gemacht hat. Erst wenn man das weiß und auch weiß, was mit Wissen und wollen der Mutter geschah, wird man sich über eine Summe unterhalten können.

Außergerichtlich kann immer der Versuch einer Ratenzahlung unternommen werden. Es müssen sich aber beide Seiten hierüber einig sein.

Eine Zwangsversteigerung wäre nur mit einem Gerichtsurteil zugunsten des Freundes möglich. Ohne Gerichtsurteil keine Möglichkeit der Zwangsversteigerung. Der Freund hätte daher zu klagen. Ob er das machen wird, wird er sich angesichts der Kosten, die für Ihn im Falle des Unterliegens entstehen könnten, auch wohl überlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihnen die Antwort weitergeholfen hat, bitte ich, durch Anklicken des Buttons "Antwort akzeptieren" meine Antwort zu akzeptieren, denn nur so kann der von Ihnen für die Beantwortung Ihrer Frage versprochene Betrag auch abgerechnet werden. Vielen Dank und

freundlichen Grüße

Scholz
Rechtsanwalt

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