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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Wir betreiben unter anderem mehrere Webseiten. Unser Server

Kundenfrage

Wir betreiben unter anderem mehrere Webseiten. Unser Server liegt bei 1&1 mit welcher es derzeit laufend Probleme gibt.
Wir wurden durch einen Mitarbeiter vom 1&1 Platin Service bei der Umstellung auf einen Server falsch beraten. Dieser hat uns nicht über eine Einrichtungsgebühr von 99€ sowie weiterer Kosten berichtet als er den Auftrag zur Umstellung annahm. Ebenso hat er uns nicht davon in Kenntnis gesetzt dass wir die Datenbanken selbst neu einspielen müssen sondern dass dass alles 1%1 macht - diese Aussage war falsch und wir hatten Glück dass uns dies aufgefallen ist sonst wäre durch die Falschberatung des Mitarbeiters eine Webseite mit über 250.000 Partybildern und 7 Jahre Berichterstattung einfach so gelöscht worden. Nach langem hin&her war 1&1 bereit uns eine Gutschrift von insgesamt 150€ zu geben. Aktuell ist ein Rechnungsbetrag von offen. Hier baten wir 1&1 mehrfach, die Gutschrift mit dem Rechnungsbetrag zu verrechnen und den übrigen Betrag abzubuchen. Hier weigert 1&1 sich. Wir wollen den Gesamtbetrag überweisen andernfalls gibt es die Gutschrift nicht bzw. wird nicht verrechnet. Nun haben wir vor 5 Tagen und heute Nacht versucht per e-Mail mit 1&1 Kontakt aufzunehmen - erfolglos, unsere Seite und unser Account wurde gesperrt. Wir haben 1&1 mehrfach geschrieben dass wir bereit sind den Betrag nach Abzug der Gutschrift zu bezahlen - hierrauf reagiert man bei dem Unternehmen nicht.

Durch die Anschaltung entgehen und Kundenaufträge, unsere Werbekunden die Werbebanner schalten beschweren sich usw.. Per e-mail sind wir nicht mehr erreichbar was ebenfalls für unser Unternehmen ein rießiges Problem darstellt. Der Ausfall kostet uns also zusätzliches Geld wofür 1&1 verantwortlich ist. Telefonisch konnte man uns auch nicht helfen. Insgesamt haben wir mit 1&1 seit der Umstellung nur Ärger.

Was können wir nun tun? Wir würden gerne anwaltlich gegen 1&1 vorgehen denn die Seite muss umgehend wieder ans Netz!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Die vollständige Abschaltung der Website würde ein Zurückbehaltungsrecht der Gegenseite voraussetzen. Dieses wäre dann der Fall, wenn sie eine ihnen obliegende Leistung nicht erfüllen würden.

 

 

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, streiten sie sich im Kern darum, ob erst eine Gutschrift abgezogen werden muss oder ob sie den vollen Betrag bezahlen müssen.

 

 

Sie sind hier berechtigt von sich aus die Gutschrift gem. § 387 BGB zur Aufrechnung zu bringen.

 

 

Den übrig bleibenden Betrag müssten sie dann allerdings zahlen.

 

 

 

Wegen diesem übrig bleibenden Vertrag dürfte auch ein Zurückbehaltungsrecht geltend gemacht werden.

 

 

Sie sollten daher bitte wie folgt vorgehen:

 

 

 

 

Sie sollten gemäß § 387 BGB die Aufrechnung mit der Gutschrift erklären und den übrigen Betrag schnellstmöglich überweisen. Gleichzeitig sollten sie in diesem Schreiben (per Einschreiben am besten) eine kurze angemessene Frist ( etwa sieben Tage) zur Freischaltung setzen.

 

 

Für den Fall der Verweigerung sollten sie ankündigen, dass sie sich Schadensersatzansprüchen wegen entgangenen Gewinn gemäß §§ 280,252 BGB vorenthalten und einen Rechtsanwalt vor Ort mit der notfalls gerichtlichen Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen werden.

 

 

Nach erfolglosem Fristablauf wären übrigens ihre Rechtsanwaltskosten als Verzugsschaden gemäß §§ 280,286 BGB erstattungsfähig.

 

 

 

 

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine kurze Frage noch, darf ein Unternehmen überhaupt MahnGEBÜHREN erheben? Mir ist irgendwo mal zu Ohren gekommen, das Gebühren nur Behörden o.ä. erheben dürfen. Eine MahnPAUSCHALE wäre jedoch erlaubt...
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Begrifflich dürfen "Gebühren" nur von einer Behörde/Körperschaft des öffentlichen Rechts erhoben werden, dass ist grundsätzlich richtig.

Hier geht es aber um Mahnkosten, also Verzugsschäden gemäß § 280,286 BGB.

Diese sind grundsätzlich dann gerechtfertigt, wenn der Schuldner mit einer Forderung in Verzug ist. Nur weil es als Gebühren bezeichnet wurde, macht es dieses grundsätzlich leider nicht unwirksam.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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