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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

im september letzten jahres ist unser vater verstorben. er

Kundenfrage

im september letzten jahres ist unser vater verstorben. er bewohnte ein haus. im grundbuch sind je zu einem drittel unsere verstorbene mutter, unser verstorbener vater und unser bruder eingetragen. wir sind insgesamt 3 geschwister. im testament hat unser vater einer tochter das haus vererbt. der bruder ist hartz-V_empfänger und möchte sein drittel ebenfalls auf die schwester, die das haus vererbt bekommen hat, überschreiben lassen. ist das alles so möglich?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Leider ist eine Umschreibung vom Bruder auf die Schwester im Rahmen der Auseinandersetzung des Erbes nach Ihrem Vater so nicht möglich.

Ihr Vater konnte durch Testament nur über seinen Anteil an der Immobilie verfügen. Wenn also er nur zu 1/3 als Eigentümer im Grundbuch eingetragen war, kann Ihrer Schwester auch nur 1/3 des Eigentums am Haus übertragen werden.

Eine Umschreibung des Anteils des Bruders auf die Schwester ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Einerseits hätte Ihre Schwester bei dieser Schenkung, was eine Umschreibung unstreitig darstellt, unter Umständen mit der Zahlung von Schenkungssteuer zu rechnen. Sie hätten hier nur einen steuerlichen Freibetrag von 20.000 €. Der diesen Betrag übersteigende Wert der Schenkung unterläge der Schenkungssteuer.

Der Bruder würde sich mit der Schenkung auch bewusst bedürftig machen, weil er Leistungen nach dem SGB II bezieht.

Es kommt hier darauf an, um was für eine Immobilie es sich handelt. Unter Umständen ist eine Überschreibung vom Bruder auf die Schwester gegen Eintragung eines Wohnrechtes bzw. Nießbrauches für den Bruder steuerunschädlich möglich. Dies wäre aber nur dann der Fall, wenn es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

 

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Eine weitere Frage habe ich jedoch noch in der Angelegenheit.

Das Haus ist keine wertvolle Immobilie, sondern laut Testament und Schätzung vielleicht 45000 € wert. Was bedeutet das für den Bruder als Hartz-IV-Empfänger, wenn er durch eventuellen Verkauf 15000 € vom Käufer überwiesen bekommt? Welche Möglichkeiten gebt es für ihn?

 

Viele Grüße

 

 

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Wenn der Bruder das Haus nicht selbst bewohnt, dann müsste er den Kaufpreis auf seinen ALG II Anspruch anrechnen lassen, was bedeutet, dass er seinen Lebensunterhalt zunächst von dem Kaufpreis bestreiten müsste.