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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Im August 1944 wurde mein Großvater auf seinem Weg zur Arbeit

Kundenfrage

Im August 1944 wurde mein Großvater auf seinem Weg zur Arbeit auf der Straße von einem Deutschen Soldat (Einsatzkommando für Represaillen) in Lyon ermordet. Meine Großmutter wurde Witwe mit 44 Jahren und 4 Kindern und mußte ab dann ein ärmliches Leben führen.
Kann man jetzt noch eine Entschädigung vom deutschen Staat fordern?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Leider besteht nicht mehr die Möglichkeit, eine Entschädigung für die Ermordung Ihres Großvaters gegenüber Deutschland geltend zu machen.

Der letzte Versuch, der diesbezüglich unternommen wurde, fand in Italien statt. Dort hatten italienische Gerichte Opfer von Kriegsverbrechen aus dem 2. Weltkrieg eine Entschädigung zugesprochen.

Deutschland erhob daraufhin in Den Haag Klage und der Internationale Gerichtshof stellte darauf hin fest, dass Entschädigung von Privatpersonen aufgrund von Kriegsverbrechen nicht gegenüber der BRD geltend gemacht werden können, weil es sich hier um eine Folgestaat handelt.

Ebenso hat bereits der Europäische Gerichtshof entschieden.

Ich bedauere sehr, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Leider besteht nicht mehr die Möglichkeit, eine Entschädigung für die Ermordung Ihres Großvaters gegenüber Deutschland geltend zu machen.

Der letzte Versuch, der diesbezüglich unternommen wurde, fand in Italien statt. Dort hatten italienische Gerichte Opfer von Kriegsverbrechen aus dem 2. Weltkrieg eine Entschädigung zugesprochen.

Deutschland erhob daraufhin in Den Haag Klage und der Internationale Gerichtshof stellte darauf hin fest, dass Entschädigung von Privatpersonen aufgrund von Kriegsverbrechen nicht gegenüber der BRD geltend gemacht werden können, weil es sich hier um einen Folgestaat handelt, der nicht Rechtsnachfolger ist.

Ebenso hat bereits der Europäische Gerichtshof entschieden.

Ich bedauere sehr, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.