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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16947
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo, ich bin als Bauarbeiter(Bauhauptgewerbe) mit ständig

Kundenfrage

Hallo,
ich bin als Bauarbeiter(Bauhauptgewerbe) mit ständig wechselnden Baustellen jede Woche mindestens 250 Km von zu Hause mit meinem eigenen PKW unterwegs.Montags Anreise zur Baustelle und Freitags zurück.Die Unterbringung in der Woche erfolgt im Hotel.Meine Baustellen sind fast zu 100 % mindestens 50 Km von meiner Niederlassung entfernt.Laut BRTV (§7-Punkt 4.4 Wochenendheimfahrten) soll mir eine Fahrtkostenerstattung vom Arbeitgeber gezahlt werden.Diese wird mit 0,30€ angegeben.
Meine Fragen dazu !
Steht mir diese Fahrtkostenerstattung bei Wochenendheimfahrten zu?
Und wenn.in welcher Höhe ?
Laut BRTV 0,30€ pro Km.Gilt diesr Betrag für jeden gefahrenen Kilometer oder nur für die einfache Strecke also 0,15€ pro Km?
Ich brauche dringend verbindliche Antworten oder auch Hinweise mit Grundsatzurteilen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Bemühungen.
Jürgen Lindemann [email protected]
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ein Auslösungsanspruch nach § 7 Nr. 4.1 BRTV Bau 2002 besteht auch dann, wenn Arbeitnehmer keine Zweitunterkunft unterhält; BAG, vom 24.01.2007, Az. 4 AZR 50/06

Dem Auslösungsanspruch nach § 7 Nr. 4.1 BRTV Bau 2002 bei einem Einsatz auf einer Baustelle ohne tägliche Heimfahrt steht nicht entgegen, wenn der Arbeitnehmer trotz der großen Entfernung zwischen seinem Hauptwohnsitz und dem Betrieb seines Arbeitgebers keine Zweitunterkunft unterhält, zB. weil er durchgehend auf Baustellen ohne tägliche Heimfahrt eingesetzt wird. Als Fahrtkostenabgeltung für Wochenendheimfahrten bei einem Einsatz auf einer Baustelle ohne tägliche Heimfahrt wird nach § 7 Nr. 4.4 BRTV Bau 2002 ein Kilometergeld von 0,30 Euro je Entfernungskilometer gewährt.

BRTV § 7 Nr. 4.1

Dem Auslösungsanspruch nach § 7 Nr. 4.1 BRTV Bau 2002 bei einem Einsatz auf einer Baustelle ohne tägliche Heimfahrt steht nicht entgegen, wenn der Arbeitnehmer trotz der großen Entfernung zwischen seinem Hauptwohnsitz und dem Betrieb seines Arbeitgebers keine Zweitunterkunft unterhält, zB weil er durchgehend auf Baustellen ohne tägliche Heimfahrt eingesetzt wird.

Als Fahrtkostenabgeltung für Wochenendheimfahrten bei einem Einsatz auf einer Baustelle ohne tägliche Heimfahrt wird nach § 7 Nr. 4.4 BRTV Bau 2002 ein Kilometergeld von 0,30 Euro je Entfernungskilometer gewährt.
raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Anwalt !

Leider konnte ich nicht ganz herauslesen ob mir die Fahrkostenerstattung für die Wochenendheimfahrten nach BRTV gezahlt werden muss.
Leider gehen die Meinungen mit meinem jetzigen beauftragten Anwalt und mir bezüglich der Höhe der Vergütung auseinander. 0,30€für die einfache Fahrt (nur eine Strecke)oder 0,30€ für jeden Kilometer(Hin und Zurück).

Dies währe dann meine letzte Anfrage .
Mit freundlichen Grüßen J.Lindemann
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Arbeitet der Arbeitnehmer auf einer mindestens 10 km von seiner Wohnung entfernten Arbeitsstelle und benutzt er für die Fahrt ein von ihm gestelltes Fahrzeug, so erhält er eine Fahrtkostenabgeltung in Höhe von 0,30 € je Arbeitstag und Entfernungskilometer (Kilometergeld). Der arbeitstägliche Anspruch ist auf eine Fahrtkostenabgeltung für eine Entfernung von 50 Kilometer (= 15,00 €) begrenzt.

Bei Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels werden dem Arbeitnehmer die hierfür notwendigen Kosten erstattet.

Ein Anspruch auf Fahrtkostenabgeltung besteht nicht, wenn die Möglichkeit der kostenlosen Beförderung mit einem vom Arbeitgeber gestellten ordnungsgemäßen Fahrzeug besteht.

Soweit die gewährte Fahrtkostenabgeltung zu versteuern ist, hat der Arbeitgeber von der Möglichkeit der Pauschalversteuerung nach § 40 Abs. 2 EStG Gebrauch zu machen; eine Überwälzung der entrichteten Steuer auf den Arbeitnehmer ist unwirksam. Dies gilt auch, soweit eine kostenlose Beförderung (Abs. 3) als Sachbezug zu versteuern ist.

Im Ergebnis heißt das also für Sie, dass Sie pro Woche für die 250 km auch je km die 0,30 Euro ansetzen können.

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