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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Im Jahr 2000 hatte ich Kapitalerträge, aber dem Finanzamt gegenüber

Kundenfrage

Im Jahr 2000 hatte ich Kapitalerträge, aber dem Finanzamt gegenüber nicht erklärt. Begründung: 2001 hatte ich aus Kapitalerträgen Verluste die größer waren als die Erträge in 2000. Im Zuge einer Betriebsprüfung habe ich eine Selbstanzeige vogenommen und oben geschilderten Vorgang an das Finanzamt weitergegeben. Reakton des Finanzamtes : Nachversteuern der Gewinne aus 2000 - keine Anerkennung oder Verrechnung mit den Verlusten aus 2001.

Meine Fragen:

a) Ist die Vorgehensweise des Finanzamtes bei oben geschilderter Konstellation rechtens ?

b) Würde hier ein Antrag auf Grundlage des § 23, Absatz 3, Satz 8 EStG - Rückverrechnung / Aufrechnung der Verluste aus 2001 mit den Gewinnen aus 2000 ?

c) Ist die Steuerschuld aus 2000 nicht breits verjährt (Selbstanzeige in 2011) ?

MfG
Rolf Schmidt

e-mail :[email protected]

mobil : +49(NNN) NNN-NNNN
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Strafbarkeit der Steuerhinterziehung ist bereits verjährt, so dass eine Strafe nicht zu befürchten gewesen ist.

Die steuerliche Festsetzungsverjährung bestimmt sich nach, §§ 169 ff. AO. Bei einer vorsätzlichen Steuerhinterziehung beträgt die Festsetzungsfrist gemäß § 169 II S. 2 AO zehn Jahre. Der Fristbeginn richtet sich dabei nach § 170 I AO, d.h. die Frist beginnt grundsätzlich mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuern entstanden sind, dies wäre der 31.12.2011. Soweit die Selbstanzeige in 2011 erfolgt ist, wäre die Steuerschuld noch nicht verjährt. Eine nachträgliche Verrechnung mit Verlusten aus dem Jahre 2001 ist leider nicht mehr möglich, da in Bezug auf die Steuererklärung 2001 schon Bestandskraft eingetreten sein durfte und hier ein Einspruch aufgrund Fristablauf nicht mehr möglich ist.

Ich bedaure Ihnen kein besseres Ergebnis geben zu könne, hoffe aber Ihnen weitergeholfen und Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren. Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist.


Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gibt es noch Nachfragen? Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich Sie höflich bitten, meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

 

Vielen Dank!