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Anja Merkel
Anja Merkel, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2233
Erfahrung:  Staatsexamen, Internationaler Titel LL.M.Eur, Zulassung als Rechtsanwältin
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Anja Merkel ist jetzt online.

Hallo, es geht um Frage Denkmalschutz Frage 1. ich hab

Kundenfrage

Hallo,
es geht um Frage Denkmalschutz

Frage 1. ich hab ein 2 Familien Haus vor kurzem ersteigert der als Kultur Objekt auf der Liste stand.

Nach dem Kauf wurde das Haus Besichtigt von der Verwaltung und Denkmalschutzbehörde,
die Meinung war gefallen dass das Haus zu Denkmalschutz aufgenommen wird.

Meine Frage: kann ich das verhindern oder nicht zustimmen, ich wollte ein Immobilien erwerben und nicht einen Denkmal?

Frage 2. Kann ich vom Zuschlag abträten und mit welche Konzengwenzen, die 10% Sichrheitsleistung habe ich einbezahlt?

Der Versteigerungstermin war am 16.01.2012, Beschluss erhalten am 20.01.2012.

Mit Freundlichen Grüßen V. Dick
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Anja Merkel hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dick,


ich beantworte Ihre Frage aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben folgendermaßen.


Frage 1:

Um zu verhindern, dass Ihr Haus dem Denkmalschutz unterliegt und in die Denkmalliste aufgenommen wird, ist es zunächst erforderlich fristwahrend Widerspruch gegen den Verwaltungsakt (Einstufung als Denkaml) einzulegen. Insoweit sollten Sie rein vorsorglich Widerspruch gegen den Verwaltungsakt (Immobilie wird zum Denkmal) einlegen. Der Widerspruch kann im Lauf des Verfahrens zurückgenommen werden, falls die Aussichten sich als gering herausstellen. Der Widerspruch ist an die im Bescheid genannten Widerspruchsbehörde, vermutlich zuständige Denkmalschutzbehörde zu richten.In der Begründung müssen Sie darlegen, dass Ihr Haus kein Denkmal im Sinne des gesetzes ist, also nicht bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse ist und keine für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.

Scheitert Ihr Widerspruch, steht Ihnen der Klageweg offen.

Frage 2:

Haben Sie einmal ein Gebot abgegeben, dann zählt dieses und wird vom Gericht quasi als Vertragsabschluß angesehen. Ein Rücktrittsrecht steht Ihnen nicht zu. Sie ersteigern das Objekt so, wie es liegt, ohne die Möglichkeit im Nachhinein Reklamationen anmelden zu können. Daher sind Objekte im Rahmen einer Versteigerung wesentlich günstiger, da der Bieter regelmäßig nicht die Möglichkeit hat, das Objekt eingehend zu besichtigen.

Sie können somit lediglich gegen den Verwaltungsakt, der das Haus als Denkmal deklariert vorgehen.


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Mit besten Grüssen

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Anja Merkel, LL.M. <br>

Rechtsanwältin

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