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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2944
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Tag! Mein Name ist Laszlo Gallina. Ich habe vor ca. 5

Kundenfrage

Guten Tag! Mein Name ist Laszlo Gallina. Ich habe vor ca. 5 Monaten eine Industrie Teigknetemaschiene für unser Fa. gekauft. Wir haben anfang januar reklamiert,da die Maschiene Fett verloren hatte durch eine Dichtung. Ca. 2 Wochen spaeter wurde die Maschiene abgeholt,da die Fa. angeblich reperieren wollte. Heute habe ich Info vom Verkaufer bekommen,dass die Maschiene undefinierbare Defekt hat und nicht reparierbar ist,dadurch wurde meine Maschiene verschrottet! Vom Verkaufer wurde mitgeteilt,dass wenn ich wieder die gleiche /Typ/ Maschiene haben möchte, sollte ich EUR 100,--bezahlen, weil diese Maschiene
ab dieses Jahr EUR 100,--mehr koste, oder die erstatten mir den Kaufpreis!! Meine Frage sind? Darf der Verkaufer eine Maschiene verschrotten lassen ohne mich,den Eigentümmer/zu fragen? Darf der Verkaufer ohne meine Einverstaendnis eine Rückerstattung vornehmen? In wieviel Tagen muss eine Ersatzmaschiene gegeben werden?Da ich nicht ohne die Teigknetemaschiene arbeiten kann,habe ich ausfallkosten,darf ich die in Rechnung stellen für den Verkaufer?
Ich danke XXXXX XXXXX Hilfe. Wenn ich für Ihre Bemühungen bezahlen muss,bitte mitteilen wohin und wieviel ich bezahlen muss,werde ich überweisen.
Mit freundlichen Grüssen
Laszlo Gallina
76547 Rastatt
Biblisweg 4
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

bedenken SIe zunächst, dass Sie als Unternehmer das Gerät gekauft haben. Folglich finden spezielle Regelungen des Verbraucherrechts keine Anwendung.

 

Grundsätzlich darf Ihr Eigentum nicht ungefragt vernichtet werden. Sie sollten sich jedoch ernsthaft die Frage stellen, ob es Sinn macht, hiergegen mit einem immer vorhandenen Prozessrisiko vorzugehen, da Ihnen im Zweifel der Verkäufer jetzt auch nur Schadensersatz für die defekte Maschine bezahlen kann, da die defekte Maschine nicht mehr besteht und ein Anspruch auf eine reparierte oder neue Maschine (wenn nicht gerade eine freiwillige Garantie des Herstellers besteht) nur dann gegeben ist, wenn Sie auch beweisen können, dass der Defekt schon bei Übergabe im Gerät angelegt war. Das ist in der Praxis nur selten und mittels eines Gutachtens möglich. Insbesondere die Beweiserleichterung innerhalb der ersten 6 Monate ab Übergabe (§ 476 BGB) gilt bei Geschäften zwischen Unternehmern nicht.

 

Wegen letzterer Erwägung halte ich eine volle Erstattung des Kaufpreises für eine durchaus akzeptable Lösung.

 

Der Verkäufer kann in seinen Vertragsbedingungen grundsätzlich weitergehenden Schadenersatz ausschließen. Dies müsste im konkreten Fall geprüft werden. Wenn kein wirksamer Ausschluss vorliegt, müssten Sie den entstandenen Schaden beziffern und konkret beweisen. Das ist in gerichtsfester Form nicht unbedingt einfach. Im Zweifel müssen Sie einen Großteil Ihrer Kalkulation und Umsätze offenlegen.

 

Auch wird man Ihnen ev. vorhalten, nicht zügig für Ersatz gesorgt zu haben. Feste Fristen gibt es hier nicht. Sie sollten auf jeden Fall die Gegenseite so früh wie möglich auf den drohenden Schaden hinweisen und kostenlosen Ersatz der Maschine fordern. Eine gerichtliche Durchsetzung dürfte jedoch nicht einfach sein. Hierfür sollten Sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen und ernsthaft überlegen, nicht zumindest unter Vorbehalt das Angebot der Gegenseite anzunehmen, um keinen zusätzlichen Schaden entstehen zu lassen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag!
Heute habe ich ein Brief von der Fa. Stabilo Werkzeugfachmarkt aus 91438 Bad Windsheim bekommen. "Wir sollen uns gedulden mit der Rückzahlung, da die Buchhalterin krank sei".
Gerne würde ich erfahren,wie lange muss ich den Blödsinn mitmachen? Es ist ok, dass
ich kein Recht auf meine alte bedingt kapute Maschiene habe und kein Recht auf Reparatur bzw. umtausch habe. Zwar kann ich es sehr schlecht akzeptieren,dass heutzutage sowas möglich ist, aber dass die Rückzahlung auch nicht in absehbare Zeit erfolgen kann!? Sind in Deutschland dies auch nicht geregelt?
Mfg
Gallina
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Setzen Sie schriftlich eine Frist von 2 Wochen (konkretes Datum) und wenden sich dann an einen Kollegen!

 

Heben Sie bitte den Schriftverkehr gut auf, so dass Sie beweisen können, dass eine Rückzahlung angeboten wurde. So ersparen Sie sich unnötigen Ärger, wenn es zum Streit kommen sollte.