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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21363
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, wir haben unser Haus ganz plörzlich verkaufen können

Kundenfrage

Hallo, wir haben unser Haus ganz plörzlich verkaufen können und haben unseren Kredit nach fast 4 Jahren zurück zahlen müssen, ist ja auch ok, nun verlangt unsere Finazierungsversicherung (Universa-Nürnberg) eine Vorfälligkeitsgebühr von 6000,- € bei einer Restschuld von 74000,- €! Ist das wirklich noch normal??? Vielen Dank für die Möglichkeit, sie um Rat zu fragen. Mit freundlichem Gruß
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ist das Darlehen grundpfandrechtlich gesichert gewesen (Hypothek, Grundschuld), ist die Bank leider berechtigt, den entgangenen Zinsgewinn über eine Vorfälligkeitsentschädigung geltend zu machen, wenn der Kreditnehmer vor Ablauf der vereinbarten Vertragszeit kündigt.

Dies ergibt sich aus § 490 Absatz 2 BGB, der insoweit bestimmt:

Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag, bei dem der Sollzinssatz gebunden und das Darlehen durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht gesichert ist, unter Einhaltung der Fristen des § 488 Abs. 3 Satz 2 vorzeitig kündigen, wenn seine berechtigten Interessen dies gebieten und seit dem vollständigen Empfang des Darlehens sechs Monate abgelaufen sind. Ein solches Interesse liegt insbesondere vor, wenn der Darlehensnehmer ein Bedürfnis nach einer anderweitigen Verwertung der zur Sicherung des Darlehens beliehenen Sache hat. Der Darlehensnehmer hat dem Darlehensgeber denjenigen Schaden zu ersetzen, der diesem aus der vorzeitigen Kündigung entsteht (Vorfälligkeitsentschädigung).


Bei nicht grundpfandrechtlich abgesicherten Krediten fehlt es an einer gesetzlichen Regelung. Dennoch werden in den Vertragsbedingungen der Banken häufig auch in diesen Fällen Klauseln verwendet, die die Zahlung einer VFE vorsehen. Da dies gesetzlich nicht untersagt ist, ist diese Praxis leider auch nicht zu beanstanden. Die Zulässigkeit folgt insoweit aus dem Grundsatz der Vertragsfreiheit, der es nicht verbietet, eine solche VFE rechtswirksam zu vereinbaren.

Hinsichtlich der Höhe der VFE kann ich mich nur der Empfehluing der Verbraucherzentrale Wolfsburg anschließen: Nehmen Sie Kontakt zur Verbraucherzentrale in Bremen auf. Dort bietet man Verbrauchern eine kostengünstige Überprüfung der Höhe der VFE an. Hier der Link:

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/bauen/vorfaelligkeitsentschaedigung/ueberpruefungvV.html


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hatte ihnen gerade eine zweite Anfrage zugeschickt, es geht darum, ob ich mit diesen 75 €, die ausstehende Antwort von der Bremer Verbraucherzentrale dann kostenlos bekomme, oder muss ich dann die Bremer V Z noch einmal bezahlen???
MfG
Behrendt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ich habe Ihre Rückfrage jetzt erst erhalten.

Wir arbeiten nicht mit der Verbraucherzentrale Bremen zusammen, so dass eine Verrechnung nicht erfolgen kann. Die dort gebotene Überprüfung der VFE ist aber weitaus günstiger als die eines Finanzwirtes oder Finanzmaklers, denn dort zahlen Sie nach Stundensätzen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das hätten sie uns vorher auch mitteilen können, wir sind davon ausgegangen, dass Sie zu der Verbraucherzentrale gehören, weil Sie von deren Webseite agieren, so ist das für uns ein echter Reinfall gewesen, *DANKE*
Gruß
Behrendt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich fordere Sie auf, die negative Bewertung zurückzunehmen. Sie sind umfassend beraten worden. Dass Sie nun weitere Schritte unternehmen müssen, ist nicht dem Sie beratenden Anwalt anzulasten.

Im Übrigen agieren wir nicht von der Webseite des Verbraucherschutzes!! Sie befinden sich hier auf der Webseite von JustAnswer. Dort haben Sie sich schließlich auch registriert.

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