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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19785
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Was habe ich zu erwarten, bei erneutem wiederholtem Ladendiebstahl,

Kundenfrage

Was habe ich zu erwarten, bei erneutem wiederholtem Ladendiebstahl, (Wert ca 20.-€),
die letzte Tat liegt 3 Jahre und 3 Monate zurück und wurde mit 90 Tagessätzen, a 50.-€
geandet
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Bei dem Ihnen jetzt zur Last fallenden Diebstahl handelt sich um einen Diebstahl geringwertiger Sachen gemäß § 248a StGB.

Als geringwertig gilt nach der Rechtsprechung eine Sache, wenn ihr Wert nicht 50 Euro übersteigt. Diese Tat wird nur auf Antrag verfolgt. Sie können daher auch noch einmal an den Geschädigten herantreten und diesen bitten, den Strafantrag zurückzuziehen (falls dieser bereits gestellt sein sollte), was rechtlich möglich wäre.

Zudem sollten Sie sich bei dem Geschädigten entschuldigen - möglichst schriftlich - und in dem anstehenden Verfahren aufrichtige Reue, Geständigkeit und ein kooperatives Verhalten gegenüber Ermittlungsbehörden und Gericht zeigen.

Eine Einstellung wegen Geringfügigkeit (§ 153 StPO) oder gegen Verhängung einer Auflage auf der Grundlage des § 153 a StPO dürfte in Anbetracht Ihrer Vorstrafe nicht in Betracht kommen. Wahrscheinlich ist eine weitere Geldstrafe im mittleren Bereich.

Um sämtliche für Sie sprechenden Umstände in einem Gerichtsverfahren optimal zur Geltung zu bringen, sollten Sie sich von einem Anwalt vertreten lassen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Bei dem Ihnen jetzt zur Last fallenden Diebstahl handelt sich um einen Diebstahl geringwertiger Sachen gemäß § 248a StGB.

Als geringwertig gilt nach der Rechtsprechung eine Sache, wenn ihr Wert nicht 50 Euro übersteigt. Diese Tat wird nur auf Antrag verfolgt. Sie können daher auch noch einmal an den Geschädigten herantreten und diesen bitten, den Strafantrag zurückzuziehen (falls dieser bereits gestellt sein sollte), was rechtlich möglich wäre.

Zudem sollten Sie sich bei dem Geschädigten entschuldigen - möglichst schriftlich - und in dem anstehenden Verfahren aufrichtige Reue, Geständigkeit und ein kooperatives Verhalten gegenüber Ermittlungsbehörden und Gericht zeigen.

Eine Einstellung wegen Geringfügigkeit (§ 153 StPO) oder gegen Verhängung einer Auflage auf der Grundlage des § 153 a StPO dürfte in Anbetracht Ihrer Vorstrafe nicht in Betracht kommen. Wahrscheinlich ist eine weitere Geldstrafe im mittleren Bereich.

Um sämtliche für Sie sprechenden Umstände in einem Gerichtsverfahren optimal zur Geltung zu bringen, sollten Sie sich von einem Anwalt vertreten lassen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Huettemann,

vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Antwort.

Ich bitte noch um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wird es in diesem Verfahren zu einem Gerichtstermin kommen, oder kann dieses auf dem Schriftweg
abgehandelt werden?

2. Ich bin bereits pensioniert, war Lehrer und so auch Beamter auf Lebenszeit.
Inwieweit wird beamtenrechtlich hier etwas zum Tragen kommen?
Kann eventuell die Entlassung aus dem Beamtenstatus erfolgen oder die Pension in Gefahr kommen?

MfG

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ja, dies ist sogar wahrscheinlich: Vermutlich werden Sie einen Strafbefehl erhalten. Das bedeutet, dass die Angelegenheit im schriftlichen Verfahren erledigt wird.

Konsequenzen für Ihren Beamtenstatus oder für Ihre Pension müssen Sie allerdings nicht befürchten: Die Beamtenrechte stehen erst bei Verurteilungen zu erheblichen Freiheitsstrafen auf dem Spiel, wei Sie hier nachlesen können:

http://www.michaelbertling.de/recht/dis/bdg/bbg48.htm

Auch für Ihre Pensionsansprüche bliebe eine mögliche Veruerteillung folgenlos.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19785
Erfahrung: Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich bin heute von der örtlichen Polizeiinspektion aufgefordert worden zur erkennungsdienstlichen Behandlung zu erscheinen.
Ist dies in diesem Fall notwendig (geringwertige Sache) oder kann dagegen erfolgreich Einspruch eingelegt werden?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Dient die erkennungsdienstliche Behandlung wie hier der Aufklärung einer Straftat, so wäre die Beschwerde das richtige Rechtsmittel, um sich gegen die Anordnung zur Wehr zu setzen.

Insbesondere wenn folgende Voraussetzungen vorliegen, hat eine solche Beschwerde gute Erfolgsaussichten:

- gesichertes soziales Umfeld und überschaubarer Tatvorwurf
- überschaubarer Tatvorwurf (insbesondere auch Geringwertigkeit)
- erfolgte Schadenwiedergutmachung oder Entschuldigung

Zumindest die beiden ersten Bedingungen sollten in Ihrem Fall erfüllt sein, so dass gegen die Anordnung in der Tat Beschwerde eingelegt werden sollte.

Ich rate Ihnen, sich zur effektiven Wahrnehmung Ihrer Rechte unverzüglich in anwaltliche Beratung zu begeben und von dem Anwalt die notwendigen Schritte einleiten zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Polizei möchte die erk.dienstl. Behandlung nach §81b 2.Alternative StPO durchführen, d.h. zur vorbeugenden Straftatenbekämpfung.
Ist Ihre vorige Antwort auch darauf gezielt oder nur zur Aufklärun einer Straftat?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die 2. Alternative des § 81 b StPO hat rein präventiven Charakter. Es handelt sich hier um reines Verwaltungsrecht. Daher steht Ihnen ein vorheriges Anhörungsrecht sowie ein Widerspruchsrecht gegen die Anordnung zu.

Es besteht aber die Möglichkeit, die sofortige Vollziehung der Maßnahme anzuordnen, weil aus Sicht der Behörde das öffentliche Interesse an der Erhebung der Daten Ihr Interesse am Schutz Ihres informationellen Selbstbestimmungsrechts überwiegt (§ 80 Abs. 2 Nr. 4 VwGO).

Sie können dann aber die aufschiebende Wirkung Ihres Widerspruchs von dem Verwaltungsgericht wiederherstellen lassen (§ 80 Abs. 5 S.1-2 VwGO).


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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