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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Betrifft Familienrecht-Unterhaltszahlung Hallo, meine jüngste

Kundenfrage

Betrifft Familienrecht-Unterhaltszahlung
Hallo,
meine jüngste Tochter aus geschiedener Ehe wird demnächst 22 und fängt nach 2 Jahren "pausieren" demnächst ein Studium an. Sie hat zum 20. Geburtstag ca. 10.000 € aus einem Sparvertrag erhalten. Diese Summe war und ist für Ihre Ausbildungszeit bestimmt. Während der "Pause" zahlte ich keinen Unterhalt.
Ich bin Renter - meine Lebensgefährtin und ich haben ein monatliches Nettoeinkommen von knapp 4.500,-- € und feste Kosten (Miete, Versicherung etc.) von kanpp 2.900,--€. Wir haben eine 5jährige Tochter und einen 13jährigen Sohn. Wir leben in häuslicher Gemeinschaft.
Frage: Wie hoch könnte der monatliche Unterhaltsanspruch meiner Tochter sein und kann ich verlangen, dass die ca. 10.000,--€ primär für den Unterhalt während des Studiums (zumindest die ersten Semester) verwendet werden.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe / Indikation.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Meyke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Zunächst ist festzustellen, dass die Tochter grundsätzlich unterhaltsberechtigt ist, soweit diese über noch keine abgeschlossene Ausbildung verfügt und mit der Aufnahme des Studiums grundsätzlich zu rechnen war.

Soweit eine Ausbildungsvorsorge getroffen worden ist und dieser Betrag dann auch tatsächlich an die Tochter ausgezahlt worden ist, hat diese sich diesen Betrag auch auf den etwaig bestehenden Unterhaltsbedarf anzurechnen. In der Regel ist der Betrag auf die Ausbildungsdauer zu verteilen. Bei einer Regelstudienzeit von beispielsweise 5 Jahren, wäre ein Betrag von monatlich 166,66 € bedarfsdeckend anzurechnen.

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind, also auch die Kindesmutter.

Die jeweiligen Haftungsanteile müssen anhand des jeweiligen Einkommens unter Berücksichtigung eines Selbstbehaltes von 1.150 € ermittelt werden.

Vorrangige Unterhaltsverpflichtungen, insbesondere gegenüber minderjährigen Kindern sind ebenso vorher zu berücksichtigen.

Das staatliche Kindergeld wird auf den Unterhaltsbedarf in voller höhe angerechnet.

Eine Unterhaltsberechnung kann daher nur durchgeführt werden, wenn auch das Einkommen der Kindesmutter bekannt ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder besteht weiterer Klärungsbedarf ß

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,

vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Stellungnahme. Den Selbstbehalt habe ich auch dem Internet / der Düsseldorfer Tabelle entnehmen können und ich verstehe, dass Sie keine detaillierte Kalkulation eines möglichen Unterhaltes vornehmen können, aber ist es nicht möglich eine Größenordnung oder einen Rahmen zu definieren? Ich weiß nicht, was meine geschiedene Frau verdient,jedoch weiß ich durch eine andere Tochter, dass sie aufgrund sehr langer Krankheit inzwischen von der Krankenkasse bezahlt wird.
Im übrigen zahle ich monatlich über 100,-- € in eine Lebensversicherung für meine Tochter ein, die als Alterssicherung dient. Kann das auch bei einem Unterhaltsanspruch mit angerechnet werden? Ich möchte nur versuchen, mein maximales "Risiko" zu beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Meyke
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

hat besagte Tochter einen eigenen Hausstand oder wohnt diese bei der Mutter ?

Wie hoch ist Ihr eigenes Einkommen ?

Wenn Sie mir diese Angaben machen, kann ich gern versuchen, den Anspruch betragsmäßig zu fassen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

 

meine Tochter wohnt in einer WG und hat kein eigenes Einkommen. Es wäre nett, wenn ich eine Indikation erhalten könnte und ich bestätige gerne, dass ich weiß, dass Ihre Antwort nicht verbindlich sein kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

GM

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Ergänzung.

Wenn die Tochter nicht mehr im Haushalt der Kindesmutter lebt, wird nach den einschlägigen Unterhaltsleitlinien der Oberlandesgerichte ein fester Bedarfssatz in Ansatz gebracht.

Dieser beläuft sich auf 670 €.

Hiervon wird das voll staatliche Kindergeld in Abzug gebracht, sprich angerechnet. Es verbleibt also ein ungedeckter Bedarf von 486 €.

Bei Anrechnung des von mir in meiner ersten Antwort veranschlagten Anrechnungsbetrages aus der Ausbildungsversicherung/-versorgung in Höhe von monatlich 166,66 € verbliebe ein ungedeckter Unterhaltsbedarf von gerundet 320 €.

Das wäre der Betrag der maximal geschuldet wäre.

Ich hoffe, dass Ihnen das eine hinreichende Orientierung ist.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

 

vielen Dank, das hilft mir bereits sehr weiter und gibt mir eine gute Indikation.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

GM

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das freut mich, ich wünsche Ihnen alles Gute

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