So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Namensrecht für Spätaussiedler

Kundenfrage

Namensrecht für Spätaussiedler
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wie lautet denn Ihre Frage hierzu ? Ich versuche gern Ihnen weiter zu helfen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo! Ich habe eine Frage bezüglich einer Namensänderung, nähmlich von einem russischen Namen auf einen deutschen. Ich und mein Mann haben beide einen russischen Namen. Nach der Heirat habe ich seinen Namen angenommen. Da sein Name noch komplizierter in der Schreibweise und in der Aussprache ist, hatten wir uns vor unserer Hochzeit beim Standesamt darüber erkundigt, ob es möglich wäre, dass mein Mann den Namen seiner Mutter annimmt, da sie einen deutschen Namen hatte. Der Standesbeamte schüttelte nur mit dem Kopf und sagte uns, da wäre nichts zu machen. Er sagte, es wäre nur unter einer bestimmter Voraussetzung möglich seinen Namen zu ändern, nähmlich wenn der eigene Name entweder negativ vorbelastet ist, oder man einen Namen hat, mit dem man es im Leben nicht so leicht hat, sprich man wird deswegen gehänselt und leidet dementsprechend drunter. Nun ist schon eine Weile vergangen, aber das Thema lässt mir immer noch keine Ruhe. Zumal hieß es damals für seine Eltern, die können jederzeit den deutschen Namen der Mutter annehmen. Außerdem kriegt man öfters mal mit, dass es bei anderen Aussiedlern ohne weiters geklappt hat. Deswegen möchte ich mir eine zweite Meinung einholen. Wir möchten, dass unsere künftigen Kinder sich bestens intergrieren können mit einem deutschen Namen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

vorliegend könnte eine Namensänderung unter Berufung auf § 94 Bundesvertriebenengesetz geltend gemacht werden.

Vertriebene und Spätaussiedler, deren Ehegatten und Abkömmlinge, die Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes sind, können demgemäß durch Erklärung gegenüber dem Bundesverwaltungsamt im Verteilungsverfahren oder dem Standesamt Bestandteile des Namens ablegen, die das deutsche Recht nicht vorsieht, die ursprüngliche Form eines nach dem Geschlecht oder dem Verwandtschaftsverhältnis abgewandelten Namens annehmen, eine deutschsprachige Form ihres Vor- oder Familiennamens annehmen; gibt es eine solche Form des Vornamens nicht, so können sie neue Vornamen annehmen, im Falle der Führung eines gemeinsamen Familiennamens durch Ehegatten einen Ehenamen nach § 1355 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bestimmen und eine Erklärung nach § 1355 Abs. 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs abgeben,
den Familiennamen in einer deutschen Übersetzung annehmen, sofern die Übersetzung einen im deutschen Sprachraum in Betracht kommenden Familiennamen ergibt.

Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt oder beurkundet werden; im Verteilungsverfahren kann auch das Bundesverwaltungsamt die Erklärungen öffentlich beglaubigen oder beurkunden.

Es sollte also möglich sein, eine Namensänderung vorzunehmen.

Wenden Sie sich zwecks Unterstützung für Ihr Anliegen, ggf. an eine Aussiedlerorganisation vor Ort oder einen Anwalt.

Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Also können ich und mein Mann ohne Zweifel wieder zum Standesbeamten gehen und noch mal ein Gespräch aufsuchen? Normalerweise hätten wir doch beim letzten Mal einen Antrag auf Namensänderung unterschreiben müssen, wenn einer gestellt wurde? Denn wir mussten nicht einmal was unterschreiben. Wird es keine Probleme geben, da wir schon verheiratet sind, denn bei der Eheschließung haben wir ja unterschrieben, dass unser Familienname unwiederruflich sein wird. Ich möchte einfach alle Zweifel ausschließen. Denn das Problem ist, für den Ort, wo wir wohnen ist nur dieser Mann zuständig was unseren zukünftigen Namen betrifft. Gerne überweise ich in Anschluß den Betrag, der anfällt.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, das Standesamt ist in jedem Fall zuständig, Sie sollten sich in jedem Fall eingehend nochmals beraten lassen. Erforderlich ist aber eine notarielle Erklärung, wie oben beschrieben.
Die Änderung des Familiennamens dürfte auch nach der Eheschließung noch änderbar sein. Verweisen Sie den Standesbeamten auf die von mir zitierte Vorschrift.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Recht & Justiz