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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19774
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

hallo, habe ein großes problem, habe bei meiner arbeitsstelle

Kundenfrage

hallo,
habe ein großes problem, habe bei meiner arbeitsstelle einen antrag für das gelbe seiten branchenbuch ausgefüllt, und nicht auf das kleingedruckte geachtet. habe branchendaten und kopfdaten ausgefüllt.und mit dem ausfüllen der kopfdaten bin ich einen vertrag für zwei jahre zu je 540,00 Euro eingegangen. gibt es für mich eine chance diesen vertrag zu wiederrufen?? danke XXXXX XXXXX hilfe
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Verträge mit derartigen Anbietern unterliegen in der Regel der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung.

Diese Firmen übersenden - wie in Ihrem Fall - vorgefertigte Datenbögen und fordern den Empfänger auf, diese um einige weitere Angaben zu ergänzen und sie sodann unterschrieben zurückzufaxen/zurückzuschicken.

Im kleingedruckten Fließtext findet sich der sehr leicht überlesbare Hinweis, dass durch Unterzeichnung und Rücksendung des Formulars ein kostenpflichtiger Vertrag zustande kommt. Dabei wird hier auch mit unverständlichen Abkürzungen gearbeitet, die den Leser zusätzlich irritieren.

Solche Verträge sind wegen der versteckten Kostenpflichtigkeit der beworbenen Dienstleistung und wegen des nicht unmissverständlichen Hinweises auf eine solche Kostenpflicht sowie des in die Irre führenden Aufbaus und der sprachlichen Gestaltung der Bögen anfechtbar wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB.

Sollten Sie einen solchen Vertrag abgeschlossen haben, sollten Sie ein Musterschreiben an den Anbieter richten, mit welchem Sie die geltend gemachte Forderung zurückweisen und einen Vertragsschluss ausdrücklich anfechten und dessen Zustandekommen bestreiten.

Ein gutes Musterschreiben finden Sie auf der Webseite der HWK Reutlingen:

http://www.hwk-reutlingen.de/branchenbuch-abzocke.html



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19774
Erfahrung: Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
lieber experte habe aus versehen die antwort auf freenet gelöscht, könntest du sie mir bitte noch mal zukommen lassen. und ich arbeite erst am samstag wieder kann ich bei unklarheiten mich noch mal melden!!! danke XXXXX XXXXX
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Kein Problem, und natürlich können Sie sich nach der Akzeptierung jederzeit mit weiteren Folgefragen kostenfrei an mich wenden.

Hier noch einmal die Antwort:

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Verträge mit derartigen Anbietern unterliegen in der Regel der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung.

Diese Firmen übersenden - wie in Ihrem Fall - vorgefertigte Datenbögen und fordern den Empfänger auf, diese um einige weitere Angaben zu ergänzen und sie sodann unterschrieben zurückzufaxen/zurückzuschicken.

Im kleingedruckten Fließtext findet sich der sehr leicht überlesbare Hinweis, dass durch Unterzeichnung und Rücksendung des Formulars ein kostenpflichtiger Vertrag zustande kommt. Dabei wird hier auch mit unverständlichen Abkürzungen gearbeitet, die den Leser zusätzlich irritieren.

Solche Verträge sind wegen der versteckten Kostenpflichtigkeit der beworbenen Dienstleistung und wegen des nicht unmissverständlichen Hinweises auf eine solche Kostenpflicht sowie des in die Irre führenden Aufbaus und der sprachlichen Gestaltung der Bögen anfechtbar wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB.

Sollten Sie einen solchen Vertrag abgeschlossen haben, sollten Sie ein Musterschreiben an den Anbieter richten, mit welchem Sie die geltend gemachte Forderung zurückweisen und einen Vertragsschluss ausdrücklich anfechten und dessen Zustandekommen bestreiten.

Ein gutes Musterschreiben finden Sie auf der Webseite der HWK Reutlingen:

http://www.hwk-reutlingen.de/branchenbuch-abzocke.html



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
liebe anwälte haben dass schreiben derarlistigen täuschung am 20.01.2012 raugeschickt und es kam am 30.01.2012 ein fax vom KML BCS Inkasso & Vollstreckungsabteilung eine letzte Mahnung was sollen wir jetzt machen!!!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Es handelt sich um die übliche Einschüchterungstaktik, die Opfer von Abzocke durch letzte Mahnungen und weitere Ankündigungen unter Druck zu setzen, um sie zahlungswillig zu machen. Lassen Sie sich hiervon bitte nicht einschüchtern.

Bleiben Sie hier standhaft, und ignorieren Sie weitere Anschreiben bitte. Vergessen Sie nicht, dass das Inkassobüro sich als Forderungseintreiber betätigt. Aktiv werden müssten Sie deshalb erst, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden sollte. Dann müssen Sie binnen 14 Tagen Widerspruch gegen diesen einlegen.

Dazu kommt es aber nahezu nie, denn erfahrungsgemäß beantragen die Hintermänner dieser Seiten, Dienste und Abo-Fallen keinen Mahnbescheid, da sie - wie oben näher dargelegt - wissen, dass die geltend gemachten Forderungen tatsächlich nicht bestehen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber Herr Hüttmann,

sollen wir auf diese letzte mahnung überhaupt nicht reagieren kein schreiben. einfach nur abwarten??

Danke
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Warten Sie ab! Die Gegenseite müsste dann erstmals ihren vermeintlichen Anspruch rechtlich begründen! Spätestens an dieser Stelle streichen derartige Anbieter und ihre eingeschalteten Inkassodienste die Segel.

Das Kerngeschäft dieser Branche ist Verunsicherung und Angst. Deshalb wird alles daran gesetzt, die Opfer außergerichtlich/vorgerichtlich gefügig zu machen. Gelingt dies nicht, werden weitere Beitreibungsversuche in der Regel eingestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber Herr Hüttmann,
sollen wir überhaupt nicht reagieren?? einfach abwarten???

Danke
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich kann meine Empfehlung nur noch einmal erneuern: Reagieren Sie nicht!

Mit dem von Ihnen versandten Musterschreiben der HWK Reutlingen haben Sie alles getan, was Sie derzeit veranlassen können. Mehr können und sollten Sie im Moment nicht tun.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Rechtsanwalt,

jetzt kam ein schreiben vom gelben branchenbuch aus berlin, mit folgenden text:

sehr geehrte fr. ...
vielen dank für ihr schreiben vom 20.01.2012

diesbezüglich möchten wir sie darüber in kenntnis setzen, dass eine Täuschung dann erglistig ist, wenn sie vorsätzlich erfolgte. dies liegt hier jedoch nicht vor, da alle notwendigen informationen dem Erklärungstext auf dem antragsformular eindeutig entnommen werden konnte. es hat keine erklärung über falsche tatsachen stattgefunden. den vorwurf der arglistigen täuschung weisen wir vollumfänglich zurück.

was sollen wir jetzt machen??? und kann ich Ihnen das ausgefüllte formular irgendwie zufaxen???
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Huettmann,

haben Sie mein heutiges schreiben erhalten??

Liebe grüße

lydia geisreiter
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Das Schreiben der Gegenseite ändert nichts an der rechtlichen Bewertung: Es geht hier nicht - wie das Schreiben glauben machen will - um die vorsätzliche Täsuchung über Tatsachen (Angaben im Text), es geht darum, dass solche vorgefertigten Datenbögen wegen der versteckten Kostenpflichtigkeit der beworbenen Dienstleistung und wegen des nicht unmissverständlichen Hinweises auf eine Kostenpflicht sowie des in die Irre führenden Aufbaus und der sprachlichen Gestaltung anfechtbar sind.

Die Gegenseite ist sich darüber auch im Klaren und will Sie verunsichern. Bleiben Sie daher bei Ihrem bisherigen Standpunkt, und zahlen Sie nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen lieben dank für ihre Antwort und ein schönes wochenende!

Hoffe das es jetzt bald vorbei ist.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Auch Ihnen ein schönes Wochenende!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo guten morgen!

am 6.02.2012 kam ein fax von der KML BCS Inkasso & Vollstreckungsdabteilung

über die ankündigung gerichtl. mahnbescheid mit der frist bis zum 10.02.2012 zu zahlen!!

was bedeutet dies??? ist das eine glaubhaftes inkassobüro oder ein fake??? sind sehr werwirrt habe ich eine möglichkeit ihnen diesen vorgang zu faxen!! habe angst dass wir doch zahlen müssen und dann erheblich mehr als zuvor!!!

vielen dank für ihre schnelle antwort
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber rechtsanwalt

haben sie mein heutiges schreiben bekommen.

WARTE SEHR DRINGEND AUF EINE ANTWORT WEGEN DER ZAHLUNGSFRIST

DANKE
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber rechtsanwalt

haben sie mein heutiges schreiben bekommen.

WARTE SEHR DRINGEND AUF EINE ANTWORT WEGEN DER ZAHLUNGSFRIST

DANKE

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Lassen Sie sich bitte nicht einschüchtern! Die Ankündigung einen gerichtlichen MB zu erwirken, gehört zu dem üblichen Droh-Instrumentarium in der Inkassobranche.

Was die Inkassofirma selbst anbetrifft, schauen Sie bitte einmal hier:

http://www.anwaltsregister.de/dossier.Vorsicht-vor-Schreiben-von-KML-BCS-Inkasso-Vollstreckungsabteilung-fuer-Gelbes-Branchenbuch.44.htm


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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