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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe ca. 2006 einen Kaufvertrag für eine Küche,

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe ca. 2006 einen Kaufvertrag für eine Küche, die noch zusammengestellt werden muß, unterschrieben. Durch Krankheit, finanzielle Nöte usw. konnte ich den Vertrag nicht einhalten und habe dies der Firma auch geschrieben. Hatte damals 500 € angezahlt. Firma möchte jetzt den Rest zu 25% zur Auftragssumme haben. Hatte jedoch keinerleiAuslagen, außer Beratung in deren Firma. Letztes Schreiben war vom 07.07.2010, Jetzt erhalt ich eine Aufforderung eines Rechtsanwaltes (17.01.2012)
Muß ich die Restsumme zahlen?
Ist dies dann nicht schon verjährt?
Danke XXXXX XXXXX evtl. Antwort.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Kaufvertrag wurde abgeschlossen?
Sie haben 500 Euro angezahlt?
Eine Küche haben Sie aber nie erhalten?
Jetzt sollen Sie wieviel zahlen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Der Kaufvertrag, vorausichtliche Höhe 5512 €, wurde auf einer Messe abgeschlossen am 28.10.2006. 500,00 € angezahlt. Keine Küche ausgesucht, keine erhalten. Firma will jetzt noch 878,- + 104,30 für Rechtsanwalt.

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Forderung stammt aus 2006 und ist damit bereits seit dem 31.12.2009 verjährt.

Sie können sich also darauf berufen, dass die Forderung vejährt ist.

Zahlen müssen Sie also gar nichts mehr.

Allerdings ist umgekehrt auch Ihr Rückzahlungsanspruch hinsichtlich der 500 Euro verjährt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das letzte Schreiben ist aus 2010. Gilt auch dann die Verjährung?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
2010 war die Forderung ja schon verjährt.

Die Gegenseite hätte bis 31.12.2009 ihre Forderung gerichtlich geltend machen müssen.


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Mir wurde gesagt, dass die Verjährungsfrist 2 Jahre ist, undzwar jeweils vom 01.01. an gerechnet, wenn in deren Zeit keine Zahlungserinnerungen usw. waren. Hier läuft das aber seit 2008. im Kaufvertrag stand, spätester Abnahmetermin 2008. Wurde dann mit Schreiben der Firma vom 22.12.2009 um 1 Jahr verlängert. Anfang 2010 wurde Auftrag durch mich storniert. Rechnung über Stornokosten vom 26.04.2010 über 1378 €. Nach 2 Zahlungserinnerungen habe ich der Firma die Gründe für die Nichtabnahme der Küche nochmals mitgeteilt, auch, dass die 500€ Anzahlung für deren Aufwendungen dicke reichen würden. Soltten diese jedoch auf einer Zahlung bestehen, biete ich eine monatliche Zahlung von 25 € an. Letztes Schreiben vom 07.07.2010- akzeptieren die 25€ monatlich nicht, wollen die Restsumme von 878€ in 3 Monatsraten. Habe ich nicht gemacht. Und jetzt kam dann das Schreiben der Rechtsanwälte.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nach deutschem Recht, §§ 195, 199 BGB sind es 3 Jahre ab Entstehen der Forderung.

Hier also 2006, Verjährungsbeginn dann 31.12.2006 und Verjährungsende damit 31.12.2009.

Warum jetzt auf einmal 2008?

Selbst wenn man aber davon ausgeht, dass die Forderung erst 2008 fällig wurde, dann hätte man diese bis 31.12.2011 gerichtlich geltend machen müssen.

Da dies nicht geschehen ist, ist alles verjährt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

ich glaube, ich habe mich falsch ausgedrückt:

Kaufvertrag 2006 mit Abnahmetermin 2008;

23.07.2008 teilte ich der Firma mit, dass die Küche, wie ursprünglich geplant, nicht zur Ausführung kommen kann. Bat um entsprechende Lösung.

Firma erinnerte nur an Schreiben vom 15.05.2008, worin diese den Abnahmetermin der Küche bis 2009 verlängerte.

Anfang 2010 wurde die Küche durch mich storniert, worauf dann mit 26.04.2010 die Rechnung über die Stornokosten kam, usw. wie vorher schon geschrieben. Gilt dann immer noch diese Verjährungsfrist, die ja erst nach Storno schriftlich verlangt wurde?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke.

Die Hauptforderung datiert trotzdem erstmal aus 2008 und ist verjährt.

Das Problem ist aber, dass der Vertrag dann erst 2010 storniert wurde und Stornokosten angefallen sind.

Wenn diese Stornokosten korrekt sind, dann gilt diese Forderung noch.

Aber meines Erachtens hätte die Firma keine Stornokosten geltend machen dürfen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Unter Geschäftsbedingungen stehen 25% Stornogebühr.

Was kann ich machen?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
was mir noch aufgefallen ist, im Schreiben vom 23.07.2008 teilte ich der Firma mit, dass, sollte im Küchenbereich noch etwas erneuert werden, nur die Kochecke, mit keinen hochwertigen Möbel, wie ursprünglich geplant, in Frage kämen, worauf im Antwortschreiben nicht eingegangen wurde.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
keine Antwort auf die letzten 2 Mitteilungen erhalten
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da sogar 25 % vereinbart waren, müssen Sie diese Kosten auch tragen.

Warum haben Sie auch solange mit der Stornierung gewartet?

raschwerin und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern.