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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

ich habe zum 1.4.2012 fristgerecht bei der deutschen vermögensberatung

Kundenfrage

ich habe zum 1.4.2012 fristgerecht bei der deutschen vermögensberatung gekündigt. darf ich dann meine kunden bez. meiner neuen tätigkeit ansprechen besuchen verträge abschliessen z.b als freier makler.????? im vertrag steht das es verboten ist!! erfahren habe ich dass es nur probleme gibt wenn der kunde sich bei der dvag meldet.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Grundsätzlich gilt hier die Berufsfreiheit aus Art. 12 GG.

In einem gewissen Rahmen darf aber ein so genannter Konkurrentenschutz/ nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart werden.

Voraussetzung hierfür ist, dass ihr Vertrag eine entsprechende wirksame Klausel beinhaltet.

Nach der geltenden Rechtsprechung ist ein solches Wettbewerbsverbot für maximal zwei Jahre nach Ausscheiden zulässig und es muss sowohl inhaltlich, als auch zeitlich (also maximal zwei Jahre) und auch räumlich beschränkt sein.

Gleichzeitig müssen sie eine so genannte Karenzentschädigung für die Zeit des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots in Höhe von mindestens 50 % der vorherigen Bezüge erhalten.

Sollte dieses der Fall sein und die oben genannten Punkte beachtet sein, wäre das Wettbewerbsverbot grundsätzlich von ihnen einzuhalten.

In diesem Fall wäre das Wettbewerbsverbot aber nur dann gefährlich, wenn auch eine Vertragsstrafe für den Fall der Zuwiderhandlung vereinbart worden ist.




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

die dvag zahlt keinerlei entschädigung für ausgeschiedene mitarbeiter auch kein karrenzgeld.es wird eine strafe von 25.000€ angedroht für jeden kunden und jeden versuch den kunden abzuwerben .da dieser betrag so hoch ist wurde es schon von mehreren gerichten als nichtig erklärt wegen unverhältnismässig . diese vertragliche verreinbarung trifft meines wissens auch nur zu, wenn ein aufhebungsvertrag gemacht worden ist ,darin verpflichtet der berater 2 jahre keine kunden abzuwerben und auch keinen dritten damit zu beauftragen.

da ich aber ordentlich gekündigt habe und keine entschädigung bekomme, müsste hier das recht auf berufsfreiheit zählen???? zum schluß wäre es jetzt sinnvoll eine rechtschutzversicherung abzuschliessen für alles was ab 01.04.2012 noch kommt von der dvag oder geht das jetzt nicht mehr da ich die kündigung schon ausgesprochen habe. mfg SCHÖNE GRÜßE AN DIE NORDSEEKÜSTE

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Sofern keine Karenzentschädigung angeboten wurde, spricht dieses für eine Unwirksamkeit des Wettbewerbsverbots.

Ebenfalls ist auch meiner Einschätzung nach die Vertragsstrafe völlig unangemessen überzogen, so dass auch dieses für eine Unwirksamkeit des Wettbewerbsverbots spricht.

Sofern dieses nach ihrem Vertrag auch nicht für den Fall einer ordentlichen Kündigung gilt, sondern üblicherweise lediglich bei Aufhebungsverträgen (falls vereinbart) gilt,sehe ich insoweit keine Probleme.

Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung wird leider nicht viel bringen, da die Versicherung hier erst nach Abschluss des Anstellungsvertrages abgeschlossen wird und somit grundsätzlich nicht eintreten muss für einen Rechtsstreit.

In Ihrem Fall sehe ich also deutliche Anhaltspunkte für eine Unwirksamkeit des Wettbewerbsverbots. Abschließend kann dieses aber erst nach Prüfung der konkreten Formulierung der Klausel beurteilt werden. Gegebenenfalls sollten sie dieses durch einen Rechtsanwalt noch abschließend zur Sicherheit überprüfen lassen.

Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend und alles Gute!

Bitte seien Sie auf so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Danjel Newerla und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
naja dann kann ich der sache ja gelassen entgegen sehen. ich lasse mir auf jedem fall von jedem kunden schriftlich bestätigen lassen, dass der kunde den kontakt zu mir gesucht hat und ausschlissslich nur von mir beraten werden möchte und kündigungen sein wunsch sind, wenns vor gericht geht dann werde ich mein onkel der eine rechtsanwaltskanzlei hat mit diesem fall beauftragen
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dann wünsche ich Ihnen noch alles Gute!Mit freundlichem Gruß von der NordseeküsteDanjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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