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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22089
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wie gefährlich ist der Strukturvertrieb LYONESS?

Beantwortete Frage:

Wie gefährlich ist der Strukturvertrieb LYONESS?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nach diesseitiger Einschätzung sollten Sie dem Angebot mit Skepsis begegnen. Zwar wird über die Geschäftsidee des österreichischen Unternehmens als solche durchaus positiv berichtet:

http://www.format.at/articles/0842/525/222382/lyoness-europaweite-einkaufs-oesterreich

Es finden sich aber auch Erfahrungsberichte und Kommentare, die befürchten lasaen, dass es sich hier um ein gut organisiertes Schneeballsystem handeln könnte:

http://www.betrugsopferforum.com/lyoness-falle-fuer-angehende-vertriebler-797.html

Vor diesem Hintergrund sollten Sie Vorsicht walten lassen. Ich empfehle Ihnen, eine zweite Meinung bei dem Verbraucherschutz einzuholen. Dort werden so genannte Schwarzlisten mit unseriösen Anbietern der unterschiedlichsten Branchen geführt.

Vor einer abschließenden Investitionsentscheidung sollten Sie sich deshalb zusätzlich bei Ihrer örtlichen Vertretung des Verbraucherschutzes informieren lassen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Leider konnten Sie mir nicht weiterhelfen, da Sie mir raten,den Verbraucherschutz zu kontaktieren. Ich bitte um Erstattung des Betrages von 45 €.


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ich habe Ihnen geraten, eine zweite Meinung einzuholen. Nach meiner Einschätzung sollten Sie von dem Angebot Abstand nehmen.

Soweit Sie darüber hinaus konkrete Nachfragen haben, beantworte ich diese gerne.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hätte da noch ne Frage, die lautet:

Habe letztes Jahr im Monat März 50000€ als Altersvorsorge angelegt. Mir wurde als sichere Anlage der Allianz Immo Flex A, ein offener Fond angeboten. Nun habe ich gelesen, dass dieser Fond geschlossen ist und ein Privatanleger sogar das e ingezahlte Geld komplett verlieren kann. In wie weit können Sie mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Hartmut Käser

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Soweit Ihr Berater nachweisbar Beratungsfehler begangen oder Sie über bestimmte Umstände - insbesondere Provisionen, die sie mit Abschluuss des Neuvertrages erlangt hat - nicht aufgeklärt hat, können Sie gegebenenfalls auch jetzt noch Ersatzansprüche geltend machen oder eine Anfechtung des Altersvorsorgevertrages wegen arglistiger Täuschung erklären.

Der Bundesgerichtshof (Az.: XI ZR 12/93) hat entschieden, dass der Berater eine anlagegerechte und anlegergerechte Beratung schuldet. Hierunter ist eine an den persönlichen Verhältnissen des Anlegers ausgerichtete Beratung zu verstehen.

Präzisierend hierzu hat der Bundesgerichtshof (Az.: III ZR 298/05) entscheiden, dass auch ein Anleger mit grundlegenden Kenntnissen, der eine chancenorientierte Anlagestrategie verfolgt, im Rahmen seiner Anlageberatung erwarten darf, dass er über die Risiken einer Anlage hinreichend und zutreffend unterrichtet wird.

Ergänzend hierzu stellte der Bundesgerichtshof (XI ZR 152/08 und 153/08) fest, dass der Kunde, der eine sichere Anlage wünscht, über mögliche Verlustrisiken ausdrücklich gewarnt werden muss.

Inwieweit Ihre Beratung diesen Anforderungen gerecht geworden ist, kann ohne Kenntnis der Umstände aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilt werden.

Die Beratung muss zudem Offenbarungsverpflichtungen hinsichtlich möglicher Rückvergütungen erfüllen. Der Bundesgerichtshof (Az: XI ZR 510/ 07) stellte hierzu fest, dass Berater auch beim Verkauf von Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen müssen. Auch insofern könnten hier für Sie gebenenfalls Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Beratung vorliegen.

Sollte eine der hier aufgezeigten Verpflichtungen in Ihrem Beratungsgespräch verletzt worden sein, sollten Sie sich in anwaltliche Beratung begeben, um etwaige Ansprüche auf Schadensersatz oder Anfechtung prüfen und gegebenenfalls geltend machen zu lassen. Hierzu müssten Sie sämtliche Vertragsunterlagen vorlegen, damit eine umfassende Überprüfung der Rechtslage erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Bitte können Sie mir Auskunft über diesen speziellen Fond Allianz Flexi Immo A geben. Vielen Dank für die nette und schnelle Antwort

 

nit freundlichen Grüssen Hartmut Käser

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ihr Fonds ist selbst kein Immobilienfonds, aber er investiert als Dachfonds in ausgewählte Immobilienfonds. Ihr Fonds hat allerdings erhebliche Wertverluste erlitten.

Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich exakt mit Ihrem Fonds (unter dem Abschnitt "Beispiel"). Es wird hier insbesondere auch darauf hingewiesen - wie schon zuvor von mir ausgeführt -, dass die Berater und Vermittler dieses Fonds sich als Folge des massiven Wertverlustes der Fondsanlage erheblichen Haftungsrisiken der Anleger gegenübersehen.

Hier der Artikel:

http://www.insurance1.de/aktuell/2011-07-26/offene-immobilienfonds-desaster-teilweise-immer-noch-nicht-branchenbekannt.html

Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen in der Tat dazu, sich in anealtliche Beratung zu begeben, um Haftungsansprüche gegen Ihren Berater/Vermittler prüfen zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ihr Fonds ist selbst kein Immobilienfonds, aber er investiert als Dachfonds in ausgewählte Immobilienfonds. Ihr Fonds hat allerdings erhebliche Wertverluste erlitten.

Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich exakt mit Ihrem Fonds (unter dem Abschnitt "Beispiel"). Es wird hier insbesondere auch darauf hingewiesen - wie schon zuvor von mir ausgeführt -, dass die Berater und Vermittler dieses Fonds sich als Folge des massiven Wertverlustes der Fondsanlage erheblichen Haftungsrisiken der Anleger gegenübersehen.

Hier der Artikel:

http://www.insurance1.de/aktuell/2011-07-26/offene-immobilienfonds-desaster-teilweise-immer-noch-nicht-branchenbekannt.html

Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen in der Tat dazu, sich in anealtliche Beratung zu begeben, um Haftungsansprüche gegen Ihren Berater/Vermittler prüfen zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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