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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2790
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Hallo, hab einen Autounfall hinter mir mitte Oktober.In der

Kundenfrage

Hallo, hab einen Autounfall hinter mir mitte Oktober.In der Stadt Geroldsgrün mit dem PKW Golf 4 gegen die Mauer.Abschleepdienst 780€,Habe ausgemacht gehabt sobald ich das geld habe werde ich es begleichen.Das war ausgemacht zeuge war auch mein Vater.So aber heute kamm ein neuer Brief mit zuzüglichen Standgebühr.Das Auto war totalschaden und nicht mehr fahrbereit.Zu schaden kamm niemand und auch kein anderese Fahrzeug.Gesamt rechnung jetzt 1210€. 1.Hatte ich keinen Auftrag erteilt das diese Firma mein Auto abschleppt.Polizei machte das von selbst.Ausserdem sollte das Auto zu mir in die Werkstatt aber es wurde einfach nach steinwiesen gebracht ohne mich zu fragen und ohne meine eindeutige erlaubnis.....Keiner sagte auch was von standgebühren. Is das alle rechtens????Danke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Standgebühren können zu den ortsüblichen Sätzen von ein paar Euro pro Tag (oft 6- 9 Euro je nach Art der Unterbringung) berechnet werden. Wenn Sie nicht einen anderslautenden Vertrag beweisbar (schriftlichlich bzw. durch Zeugen) geschlossen haben, dürfte der Vertrag über die Aufbewahrung des Autos zur (ortsüblichen) Standgebühr stillschweigend zustandegekommen. Sollte die Polizei wie Sie schreiben wirklich den Auftrag erteilt haben, müssten diese normalerweise die Kosten eintreiben über ihre Verwaltung. Alllerdings schrieben Sie ja, dass Sie offenbar mit dem Abschleppen einverstanden waren und einen Preis von 780 Euro ausgemacht hatten. Hier dürfte wichtig sein, ob über das Abstellen gesprochen wurde und den Zeitraum.

Denn auch bei einem mündlichen Auftrag dürfte davon ausgegangen werden, dass der Auftraggeber nicht ohne weiteres davon ausgehen kann, sein beschädigtes Kfz kostenfrei bei dem Abschleppunternehmen unterzubringen.

 

In der Regel werden aus Kulanz in der ersten Woche keine Standgebühren berechnet. Erst, wenn das Auto länger steht, fällt die Gebühr an. Auf Stellplätzen der öffentlichen Verwaltung fallen Standgebühren ohnehin sofort an. Dann müssten Sie aber auch die Rechnung von der Verwaltung bekommen und nicht vom Abschlepper.

 

Klären Sie also genau, welche Leistungen nach Meinung der Gegenseite in den 780 Euro enthalten sein sollten und zahlen Sie mindestens diese Summe.

 

Wenn über die Aufbewahrungsdauer nicht gesprochen wurde und das Fahrzeug letztlich länger als eine Woche stehenblieb (nach Ihren Angaben soll der Unfall ja schon im Oktober gewesen sein), dann dürfte die Berechnung einer moderaten Abstellgebühr OK sein.

 

Wenn Sie regelmäßig telefonischen Kontakt gehalten haben, hätte man zwar erwarten können, dass man Sie über anfallende Standgebühren aufklärt. Seriöse Werkstätten tun das auch. Eine rechtliche Verpflichtung dazu dürfte jedoch im Zweifel nicht bestehen, da es selbstverständlich ist, dass ein Unfallfahrzeug nicht über Monate kostenfrei gelagert wird. Dieses muss ja auch auf einem gegen auslaufende Flüssigkeiten gesicherten Platz verwahrt werden.

 

Wenn Sie also nur den auf die Abschleppkosten entfallenden Teil zahlen, dürfte es vor Gericht voraussichtlich genau auf die Frage ankommen, ob Sie auf die Standgebühren hätten hingewiesen werden müssen. Hier wird der Richter nach den Einzelumständen (und seiner persönlichen Meinung) entscheiden.

 

Versuchen Sie also am besten im Hinblick auf das offene Ergebnis bei einem Rechtsstreit, sich mit Hinweis auf die fehlende Information irgendwo in der Mitte zu einigen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
es wurde schon beim unfall tag ohne meine erlaubnis alles hinweg entschieden so das ich mich garnicht aüssern oder wären konnte.Wie gesagt mein pkw sollte in meine werkstatt geschafft werden so war das mein wille,aber es kamm nicht dazu das ich das beauftragen konnte weil wie gesagt ohne mich zu fragen alles in die wege geleitet wurde obwohl ich noch zurechnungsfähig und voll bei bewusstsein war.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ist es erlaubt ohne meine erlaubnis alles über mich hinweg zu endscheiden bei einem Unfall obwohl ich voll da war und man mit mir reden hätte könne vor Ort?????
Experte:  Olaf Götz hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wie gesagt, es ist davon auszugehen, dass, wenn Sie das Auto haben abschleppen lassen und dann für Monate auf dem Gelände des Abschleppunternehmens belassen, stillschweigend in einen (entgeltlichen) Aufbewahrungsvertrag eingewilligt haben.

 

Andernfalls hätten Sie spätestens nach einigen Tagen klarstellen müssen, dass Sie hier ganz entgegen der üblichen Praxis von einer Gratisaufbewahrung ausgehen.

 

Es bestehen allerdings gewisse (geringe) Chancen, dass im Streitfall ein Gericht eine konkrete Information über die entstehenden Kosten in Ihrem konkreten Fall für erforderlich hält. Dies ist aber keineswegs sicher, so dass Sie ein gewisses Kostenrisiko haben.

 

Allerdings erscheinen mir die vereinbarten Abschleppkosten von 780 Euro zumindest für einen Abschleppvorgang von einem frei zugänglichen Ort und einer Verbringung im Umkreis von bis zu 50 km sehr hoch. Wenn es sich wirklich nur um einen Standardabschleppvorgang handeln sollte, bestünde im Streotfall ggf. eine Möglichkeit, die Höhe als Wucher anzugreifen, wenn der verlangte Preis dem Doppelten der ortsüblichen Vergütung entsprechen würde. Normale Abschleppvorgänge für PKWs mit Verbringung am Ort kosten selten mehr als 300 Euro.

 

Versuchen Sie, sich zu einigen. Ggf. zahlen Sie nur die 780 Euro und gehen das Risiko ein, ev. verklagt zu werden und ggf. noch Anwalts- und Gerichtskosten zusätzlich zahlen zu müssen, wenn Sie verlieren. Dies würde ich aber nur machen, wenn auch ernsthafte Zweifel an der Angemessenheit der 780 Euro für den Abschleppvorgang bestehen. Sollte dem so sein, sollten Sie im Vorwege dem Unternehmen dies auch schriftlich mitteilen und erklären, warum Sie nur eine geringere Summe zahlen.

 

Bitte nehmen Sie in der Angelegenheit von weiteren rein mündlichen Abreden Abstand. Diese sind im Streitfall nicht oder nur schwer beweisbar.

 

Eine weitere Beurteilung ist mir leider ohne Einzelheiten der Rechnung und der Umstände des Abschleppvorganges nicht möglich.

 

Gruß

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