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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin Diplomkauffrau und seit 1989 verheiratet. Ich habe

Kundenfrage

Ich bin Diplomkauffrau und seit 1989 verheiratet. Ich habe vor und in der Ehe insgesamt 10 Jahre in meinem Beruf als Projektleiterin Softwareentwicklung gearbeitet. Danach bin ich Hausfrau und Mutter geworden. Ich bin 54 Jahre alt und trenne mich derzeit von meinem Mann. Wie lange steht mir Unterhalt zu? Welche Arbeit wäre für mich zumutbar? Ich betrachte 10,00€- Jobs als nicht zumutbar, weil man mit dem ersten Blick auf die Stundenlöhne eindeutig erkennt,dass es sich sa um Jobs für ungelernte oder angelernte Kräfte handelt.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Während des Trennungsjahres werden nicht so strenge Anforderungen an die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gestellt. Der Trennungsunterhaltsanspruch besteht zunächst bis zur Rechtskraft der Ehescheidung aufgrund der ehelichen Verhältnisse.

Spätestens nach Ablauf des Trennungsjahres trifft Sie eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, was bedeutet, dass Sie sich bereits im Trennungsjahr um eine Anstellung in Ihrem erlernten Beruf bemühen sollten und diese Bemühungen sorgfältig dokumentieren, damit es Ihnen in einem Unterhaltsverfahren möglich ist, Ihre Erwerbsbemühungen nachzuweisen.

Die Frage der Zumutbarkeit stellt sich beim nachehelichen Unterhalt nicht. Nacheheliche trifft Sie in jedem Fall eine Erwerbsobliegenheit. Ihr Unterhaltsanspruch ist auch nacheheliche dahingehend begrenzt, dass man die Höhe Ihres Einkommens ermitteln würde, welches Sie ohne die Ehe und die ehebedingten Nachteile erwirtschaften könnten.

Wenn Sie also nachehelich eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, die nicht Ihrer Qualifikation entspricht um Ihrer Erwerbsobliegenheit nachzukommen und damit einen Unterhaltsanspruch begründen zu können, erhalten Sie sog. Aufstockungsunterhalt bis zu Ihrem Einkommen, welches Sie aktuell ohne die Ehe hätten verdienen können.

Kommen Sie Ihrer Erwerbsobliegenheit nicht nach oder aber können Sie nicht nachweisen, dass Sie sich in ausreichendem Maße und hier sieht der Gesetzgeber mindestens 20 Bewerbungen im Monat vor, um eine Anstellung bemüht haben, kann Ihr nachehelicher Unterhaltsanspruch herabgesetzt werden. In diesem Fall würde die Unterhaltsberechnung dann mit einem fiktiven Einkommen auf Ihrer Seite vorgenommen werden, auch wenn Sie dieses tatsächlich gar nicht erzielen. Dies führt zur Minderung Ihres Unterhaltsanspruchs.

Wegen der Dauer des nachehelichen Unterhalts kommt es auf vielerlei Faktoren an. Aufgrund der Dauer der Ehe ist aber von einem nachehelichen Unterhaltsanspruch von mindestens 5 Jahren auszugehen.

Sie sollten in jedem Fall einen Fachanwalt für Familienrecht vor Ort beauftragen.
Tobias Rösemeier und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wovon hängt die Dauer der Unterhaltszahlung im Einzelnen ab?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Dauer des Unterhalts hängt von den während der Ehe erlittenen ehebedingten Nachteilen ab, die maßgeblich durch die Kinderbetreuung bestimmt wird und die Aufteilung der Berufstätigkeit in der Ehe.

Es gibt kein festes Gerüst und keine feste Berechnungsmethode. Hier kommt es entscheidend auf die Argumentation des Anwaltes an.

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