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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich befinde mich mit einem RA im Streit über die angemessene

Kundenfrage

Ich befinde mich mit einem RA im Streit über die angemessene Höhe eines - im vorhinein - nicht vereinbarten und somit unter Berufung auf RVG abgerechneten Honorars. Angesichts der erbrachten und von ihm selbst eineräumten "Nichtumfänglichkeit" der Leistung, weshalb er eine ursprünglich erstellte und von mir beanstandete Rechnung aus eben diesem Grund korrigiert hat. Den von ihm zum Ansatz gebrachten Faktor 1,3 zzgl. Aufschlag für 2 Auftrag- geber (meine Frau und ich sind gemeinschaftliche Grundstücks-eigentümer) habe ich auf eine von mir als angemessen betrachtete Höhe von 0,8 ohne Aufschlag reduziert und den verminderten Betrag bezahlt. Daraufhin wurde uns ein Mahn-bescheid über den in Abzug gebrachten Betrag zugestellt. Frage: Wie is die Aussicht, erfolgreich in Widerspruch zu gehen? Ist das Anwaltsverhalten korrekt bzw. standesgem.?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:








Ich kenne zwar den Fall nicht in allen Einzelheiten und insbesondere nicht den Arbeitsaufwand des Rechtsanwalts, meiner praktischen Erfahrung nach sehe ich aber leider keine hinreichenden Erfolgsaussichten bezüglich eines Widerspruchs.


Die Regelgebühr in Höhe von 1,3 (also in Bezug auf die Geschäftsgebühr) fällt grundsätzlich dann an, wenn die Angelegenheit (noch) als durchschnittlich umfangreich und/oder schwierig betrachtet werden kann.

 

Dieses Maß ist aber sehr schnell erreicht. Damit ein durchschnittlich aufwändiger Fall vorliegt genügt es, grundsätzlich, wenn der Anwalt tätig wird (gegebenenfalls auch nur

mit einem Schreiben) und zusätzlich beispielsweise mehrere Beratungsgespräche (z.B. zwei) stattgefunden haben.

 

Auch wenn die rechtliche Materie nicht augenscheinlich einfach ist ( zum Beispiel weil es über die Einforderung eines vom Mandanten vorgegebenen Betrages im Wege einer einfachen Zahlungsaufforderung/Mahnung hinausgeht),wird sehr schnell ein durchschnittlicher Umfang , der zu einer 1,3 Gebühr berechtigt angenommen, sofern der Anwalt nachweisen konnte, dass er etwas recherchiert hat oder auch einige Unterlagen von ihnen sichten musste.

 

Meiner Erfahrung nach und nach der geltenden Rechtsprechung ist die Schwelle für eine 1,3 Gebühr nicht hoch. Von vielen Gerichten und den meisten Rechtsschutzversicherern wird meiner Erfahrung nach diese Schwelle auch überhaupt nicht hinterfragt im Einzelfall.

 

In der Rechtsprechung gibt es sogar noch andere Tendenzen.

 

So hat der Bundesgerichtshof bereits vor Jahren ausgeruht teil, dass eine Erhöhung dieser Gebühr von 1,3 auf 1,5 im Ermessen des Rechtsanwalts liegt unter einer gerichtlichen Überprüfung grundsätzlich entzogen ist.

 

Sofern der Kollege hier also zumindest nachweisen kann, dass es mehrere Schreiben oder mehrere Beratungsgespräche gegeben hat oder Unterlagen gesichtet werden mussten oder etwas tief greifende recherchiert werden musste, also Urteile und Kommentarliteratur gesichtet werden musste (dieses lässt sich fast immer argumentieren) hat der Kollege gute Chancen, um seinen Gebührenansatz zu rechtfertigen.

 

Das einzige, worüber man sicher meiner Einschätzung nach wirklich streiten kann ist die Frage, ob die Erhöhungsgebühr für den weiteren Auftraggeber gerechtfertigt ist.

 

Dieses ist dann der Fall, wenn der Kollege für ihre Frau gleichsam mit tätig geworden ist, weil er auch ihre Interessen als Grundstück(Mit-)seigentümerin vertreten hat.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochabend und ein frohes neues Jahr!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt






Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrter Ratsuchender,

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Mit freundlichem Gruß

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