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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt und Diplom-Verwaltungswirt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3455
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, ich wurde zu 1 Jahr Haft wegen fahrlässiger Trunkenheit

Kundenfrage

Guten Tag, ich wurde zu 1 Jahr Haft wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr u.a verurteilt, dagegen wurde Berufung eingelegt und danach Revision, die jedoch am 5. Dezember als unbegründet im Sinne des §349 abs. 2 StPO verworfen wurde. Gibt es jetzt noch eine Möglichkeit die Haftstrafe zu verändern oder zu umgehen? Dazu kommt das ich jetzt einen Arbeitsvertrag habe und was ich damals bei Gericht aus Schamgefühl nicht erwähnt hatte, die Tat unter einer Psychose und Stimmen(hören) einwirkung passierte.
Ich war vor 2 Monaten für 90 Tage, wegen einer Geldstrafe schon mal in Haft und es war wegen Paranoier, Stimmen hören nicht auszuhalten. Vielen Dank...
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Es besteht die Möglichkeit, ein Gnadengesuch einzureichen. Das Gnadengesuch richtet sich nach den jeweiligen Gnadenordnungen der Länder.

Es ist auch ein ein Antrag auf Haftaufschub möglich. Ein vorübergehender Vollstreckungsaufschub kann gemäß § 456 StPO gewährt werden, wenn dem Verurteilten oder seiner Familie durch die sofortige Vollstreckung erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachteile erwachsen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
...habe ich denn auch die Möglichkeit einer neuen Verhandlung mit Beweisaufnahme?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sie könnten einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens stellen. Ihr Strafverfahren wird nur wiederaufgenommen, wenn einer der in § 359 Nr. 1–6 StPO genannten Gründe vorliegt.

Die Wiederaufnahme eines durch rechtskräftiges Urteil abgeschlossenen Verfahrens zugunsten des Verurteilten ist zulässig,
1.
wenn eine in der Hauptverhandlung zu seinen Ungunsten als echt vorgebrachte Urkunde unecht oder verfälscht war;
2.
wenn der Zeuge oder Sachverständige sich bei einem zuungunsten des Verurteilten abgelegten Zeugnis oder abgegebenen Gutachten einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung der Eidespflicht oder einer vorsätzlichen falschen uneidlichen Aussage schuldig gemacht hat;
3.
wenn bei dem Urteil ein Richter oder Schöffe mitgewirkt hat, der sich in Beziehung auf die Sache einer strafbaren Verletzung seiner Amtspflichten schuldig gemacht hat, sofern die Verletzung nicht vom Verurteilten selbst veranlaßt ist;
4.
wenn ein zivilgerichtliches Urteil, auf welches das Strafurteil gegründet ist, durch ein anderes rechtskräftig gewordenes Urteil aufgehoben ist;
5.
wenn neue Tatsachen oder Beweismittel beigebracht sind, die allein oder in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen die Freisprechung des Angeklagten oder in Anwendung eines milderen Strafgesetzes eine geringere Bestrafung oder eine wesentlich andere Entscheidung über eine Maßregel der Besserung und Sicherung zu begründen geeignet sind,
6.
wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten oder ihrer Protokolle festgestellt hat und das Urteil auf dieser Verletzung beruht.

Für Sie kommt die Ziff. 5 in Betracht.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antworten, sie waren mir sehr hilfreich
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr gerne. Ich freue mich, wenn ich helfen konnte.

Denken Sie bitte daran, die Antwort zu akzeptieren.

Danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Mit welcher Strafe oder Maßregel hätte ich denn nach Erwachsenenstrafrecht, habe keine Bewährung, zu erwarten ?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sie habe Ihre Strafe doch schon. Ihrer Schilderung nach sind Sie zu einem Jahr Haftstrafe verurteilt.

Das Strafmaß wird sich nicht ändern. Maßgeblich zur Beurteilung ob Jugend- oder Erwachsenenrecht anzuwenden ist, ist Ihr Alter und Ihr Entwicklungsstand im Zeitpunkt der Tat, hier also der Truckenheitsfahrt.

Denken Sie bitte daran, die Antwort zu aktzeptieren. Danke.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
.... und nach Wiederaufnahme des Verfahrens, unter den oben genannten Einflüssen (Psychosen) und hinzuziehen eines Neurologen, ist da ein Milderes Urteil, Maßregel zu erwarten?
Vielen Dank
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Falls es zu einer Wiederaufnahme kommt, wird die Psychose zu Ihren Gunsten zu werten sein, was sich günstig auf das Strafmaß auswirkte.

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