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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16567
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Lohnt sich eine Musterklage? Folgendes: Bin als Briefzustellerin

Kundenfrage

Lohnt sich eine Musterklage?
Folgendes: Bin als Briefzustellerin angestellt für 2,50€/Std brutto bei einem privaten Briefdienst. Ich weiss, dass die Zusteller der Post einen Tariflohn von 10kommaKeks Euro/Std haben und will mich gegen den Dumpinglohn meines Betriebes wehren.

hat so eine Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ja, Sie können auf Zahlung des Differenzlohnes klagen. Die Mindestlohn.Regelung ist höherrangig, der Arbeitsvertrag daher insoweit unbedeutend.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Welche Mindestlohn-Regelung?

Das gilt, obwohl der Tariflohn für die Post gilt und ich bei eienr anderen privaten Firma beschäftigt bin?
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


Eine Klage vor dem Arbeitsgericht lohnt sich allemal.


Das Ihnen bezahlte Gehalt ist als sittenwidrig einzustufen.


Ein Gehalt ist dann sittenwidrig wenn ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht.

Das ist der Fall, wenn die Vergütung nicht einmal 2/3 des in der Gegend bezahlten Lohns erreicht.

Man setzt hierzu den üblichen Tariflohn an.

Üblich ist der Tariflohn dann, wenn mehr als 50 % der Arbeitnehmer des Wirtschaftsgebiets tarifgebunden sind, oder wenn die organisierten Arbeitgeber mehr als 50 % der Arbeitnehmer beschäftigen.

Sonderzulagen etc, werden aber in den Vergleich nicht einbezogen.

Zudem muss der Arbeitgeber die Schwächeposition des Arbeitnehmers ausgenutzt haben.


Fehlt ein Tarifvertrag nimmt man das verkehrsübliche Gehalt.


Ich habe keinen Zweifel, dass der Ihnen bezahlte Lohn die Merkmale der Sittenwidrigkeit erfüllt, da dies das niedrigste Gehalt ist, das mir je untergekommen ist.




Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank












Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie S
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16567
Erfahrung: Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
Claudia Schiessl und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Lohn ist sittenwidrig niedrig, daher ist die übliche Vervütung geschuldet.

Diese wird sich am (zwar gekippten) Mindestlohn für Post orientieren.

Sie werden gute Chancen haben, mehr Lohn beim Arbeitsgericht zu erhalten.

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