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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 21601
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wie kündige ich am besten einen gemeinnützigen Verein kostengünstig,

Kundenfrage

Wie kündige ich am besten einen gemeinnützigen Verein kostengünstig, ohne Stress mit dem Finanzamt oder Mitgliedern.
Darf der Vorstand zurücktreten?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Soweit Sie einfaches Vereinsmitglied sind, können Sie jederzeit aus dem Verein ausscheiden (§ 39 BGB).

Auch der Vorstand kann - nach Maßgabe Ihrer Vereinssatzung - zurücktreten. Es muss dann allerdings ein neuer Vorstand gewählt werden. Ist dies nicht möglich, kann auch ein Nootvorstand bestimmt werden (§ 29 BGB).

Für die Verpflichtungen des Vereins haftet allein das Vereinsvermögen. Eine Haftung des Vorstands kommt nur unter den engen Voraussetzungen des § 31a BGB in Betracht.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Soweit Sie einfaches Vereinsmitglied sind, können Sie jederzeit aus dem Verein ausscheiden (§ 39 BGB).

Auch der Vorstand kann - nach Maßgabe Ihrer Vereinssatzung - zurücktreten. Es muss dann allerdings ein neuer Vorstand gewählt werden. Ist dies nicht möglich, kann auch ein Nootvorstand bestimmt werden (§ 29 BGB).

Für die Verpflichtungen des Vereins haftet allein das Vereinsvermögen. Eine Haftung des Vorstands kommt nur unter den engen Voraussetzungen des § 31a BGB in Betracht.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
es gibt keine zahlenden Mitglieder mehr, die zwei alten Vorstandsmitglieder sind zurückgegetreten, der neue zweite Vorstand hat die alleinige Befugnis über das Konto erhalten, jedoch nie die Eintragung in das Vereinsregister als zweiter Vorstand weitergeleitet. Damit bleibt ein Vorstandsmitglied der Dumme. Die Frage bleibt: Wie kann ich eine Sitzung einberufen und die Mitgliedschaft klären und gleichzeitig wegen Mangel an Mitgliedern den Verein zumachen, also kündigen?
wer muss eingeladen werden, auch Mitglieder, die nicht mehr zahlen?
Was muss in der Einladung stehen?
Wie solte der Grund der Schließung für das Vereinsregister am besten formuliert sein? Welcher RA könnte einen Verein sicher schließen, ohne das dem Vorstand noch Schwierigkeiten entstehen? Natürlich gegen eine Gebühr?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Zu dem Beschluss ist eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen erforderlich, wenn nicht die Satzung ein anderes bestimmt.

Dabei gilt: Auch ohne Versammlung der Mitglieder ist ein Beschluss gültig, wenn alle Mitglieder ihre Zustimmung zu dem Beschluss schriftlich erklären.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
leider habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt.

Es gibt keine zahlenden Mitglieder mehr.
Wer soll einladen?
Wer soll eingeladen werden? Alle, die bis vor 1-2 Jahren Mitglied waren?
Alle o.g. Fragen sind leider nicht beantwortet. Z.B. was in der Einladung stehen sollte und wie eine Beendigung eines Vereins am besten formuliert wir. Bitte schauen Sie in die Fragen der ersten und zweiten Mail.
Vielen Dank für Ihre Mühe.
m.f.G.
Y.Wende
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die Einladung muss der amtierende zweite Vorstand veranlassen. Einzuladen sind alle Vereinsmitglieder - das bedeutet, sämtliche noch aktivem Mitglieder. Sind Mitglieder also zwischenzeitlich ausgescheiden, sind diese selbstverständlich auch nicht mehr zu laden.

Ob die zu ladenden (also aktiven) Mitglieder Ihre Zahlungen (Mitglisdsbeiträge) entrichtet haben oder nicht, spielt insoweit keine Rolle.

In der Ladung muss als Tagesordnungspunkt für die Mitgliederversammlung angegeben werden, dass Beschluss über die Auflösung des Vereins gefasst werden soll. Gleichlautend kann im Übrigen auch der später zu fassende Auflösungsbeschluss sein:

Hiermit wird mit der satzungsmäßig erforderlichen Mehrheit der erschienen Mitglieder des Vereins xy die Auflösung des Vereins beschlossen.

Datum und Ort Unterschriften sämtlicher Mitglieder

Der zweite Vorstand hat die Auflösung sodann zur Eintragung bei dem Amtsgericht anzumelden. Der Anmeldung ist eine Abschrift des Auflösungsbeschlusses der Mitgliederversammlung beizufügen.

Soweit Sie einen Rechtsanwalt mit der Abwicklung der Formalia betrauen wollen, gebe ich Ihnen gerne eine Empfehlung für einen Kollegen vor Ort. Teilen Sie mir hierzu bitte Ihren Wohnort mit.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die Einladung muss der amtierende zweite Vorstand veranlassen. Einzuladen sind alle Vereinsmitglieder - das bedeutet, sämtliche noch aktivem Mitglieder. Sind Mitglieder also zwischenzeitlich ausgescheiden, sind diese selbstverständlich auch nicht mehr zu laden.

Ob die zu ladenden (also aktiven) Mitglieder Ihre Zahlungen (Mitglisdsbeiträge) entrichtet haben oder nicht, spielt insoweit keine Rolle.

In der Ladung muss als Tagesordnungspunkt für die Mitgliederversammlung angegeben werden, dass Beschluss über die Auflösung des Vereins gefasst werden soll. Gleichlautend kann im Übrigen auch der später zu fassende Auflösungsbeschluss sein:

Hiermit wird mit der satzungsmäßig erforderlichen Mehrheit der erschienen Mitglieder des Vereins xy die Auflösung des Vereins beschlossen.

Datum und Ort Unterschriften sämtlicher Mitglieder

Der zweite Vorstand hat die Auflösung sodann zur Eintragung bei dem Amtsgericht anzumelden. Der Anmeldung ist eine Abschrift des Auflösungsbeschlusses der Mitgliederversammlung beizufügen.

Soweit Sie einen Rechtsanwalt mit der Abwicklung der Formalia betrauen wollen, gebe ich Ihnen gerne eine Empfehlung für einen Kollegen vor Ort. Teilen Sie mir hierzu bitte Ihren Wohnort mit.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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