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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26196
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Thema: Verhandlung wegen Einspruch am 22.12.2011 vor dem Landgericht

Kundenfrage

Thema: Verhandlung wegen Einspruch am 22.12.2011 vor dem Landgericht Braunschweig.
Ergebnis: Zweites Versäumnisurteil. Hintergrund: Klägerin wird am 22.12.2011 laut Aushang durch zwei Anwälte vertreten. Bei Erscheinen vor Gericht erfährt die Klägerin, dass No.1 kurzfristig das Mandat niedergelegt hat. No.2 meldete sich 24 Stunden vorher krank. No.1 hatte sich bereits einmal krank gemeldet, wodurch das erste Versäumnisurteil erging und weshalb die Verhandlung des Einspruchs anberaumt wurde. Frage 1: Wiederholt sich das Prozedere beim zweiten Versäumnisurteil? Ist erneut ein Einspruch zugelassen? Frage 2: Wie bekomme ich als Klägerin den Faden trotz Anwaltzwang in die Hand, wenn ich von meinen eigenen Anwälten nicht hinreichend informiert werde?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Zunächst zum Prozessualen:

Bei einem zweiten Versäumnisurteil nach § 345 ZPO ist ein weiterer Einspruch nicht möglich. Gegen das zweite Versäumnisurteil können Sie vielmehr nur Berufung zum OLG Braunschweig einlegen. Das Verfahren vor dem Landgericht ist mit dem zweiten Versäumnisurteil beendet.

Zu Ihren Anwälten:

Sie geben an, dass Ihnen Anwalt I das Mandat gekündigt hat. Soweit Sie dies erst im Gerichtssaal also in der Verhandlung erfahren haben, liegt eine Mandatskündigung zur Unzeit vor.

Grundsätzlich hat der Anwalt - auch im Falle der Mandatsniederlegung - die Pflicht, seinen Mandanten „vor Rechtsverlusten zu schützen”. §§ 1 I, III BRAO. Diese Verpflichtung ergibt sich aus dem anwaltlichen Vertrauensverhältnis.

Das bedeutet: Entweder Anwalt 1 hätte Ihnen das Mandat so rechtzeitig kündigen müssen, dass Sie die Möglichkeit gehabt hättem sich einen anderen Anwalt zu suchen, oder Anwalt 1 hätte den Termin wahrnehmen müssen (bei Krankheit des Anwalts wäre der Termin auf seinen Antrag hin verlegt worden).

Soweit Ihnen daher durch das 2. Versäumisurteil ein Schaden entstanden ist, ist Anwalt 1 ersatzpflichtig.

Bezüglich Anwalt 2 ist zu sagen, wenn der Anwalt trotz zusage untätig bleibt, so liegt eine Schlechterfüllung des Anwaltsvertrages vor, der Sie ebenso zu Schadensersatz, § 280 BGB und zur fristlosen Kündigung berechtigt.

Da Sie selbst weder vor dem Landgericht noch vor dem Oberlandesgericht auftreten können sind Sie auf einen Anwalt angewiesen. Soweit Sie die beiden Anwälte im Stich gelassen haben und Sie Schwierigkeiten haben einen verlässlichen Anwalt zu finden, so sollten Sie sich an das Gericht wenden und nach § 78b ZPO einen Notanwalt beantragen.

Das Gericht wird Ihnen dann einen Anwalt durch Beschluss zuordnen, der den Prozess für Sie führt.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Ra Schiessl, bekommen Sie jetzt doch die 75,00 Euro als Honorar?

So ganz habe ich das System jetzt auf die Schnelle heute morgen noch nicht verstanden. Alles ein bißchen viel für mich so zwischen den Feiertagen. Dr.Willi Hartmann Hildesheim Danke

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Es ist alles in Ordnung. Durch das Akzeptieren der Antwort haben Sie die Zahlung freigegeben.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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