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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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Meine Tochter hat eine diagnostizierte Dyskalkulie, die leider

Kundenfrage

Meine Tochter hat eine diagnostizierte Dyskalkulie, die leider erst in der 5. Klasse
abschliessend dokumentiert wurde. Ihr Schulzeit in Bayern glich einem Trauma und#wir sind leider zu spät nach Berlin ausgewandert, wo sie durch absolutes Glück Ihren MSA bekam. Der wiederholte Besuch der 9. Klasse in einem billigualen Gymnasium (sie lernt
Sprachen ohne Vokabeln, spricht 5, leider aber nicht französisch, da sie auf einem ungarischen europ. Gymnasium war, welches leider aufgrund des Beitritts in die EU, die
Gelder gestrichen wurde und somit insolvent ging, in dem Jahr als wir dachten, wir haben
endliche eine Schule gefunden für's Kind.

Erst in Berlin wurde abschliessende, detaillierte Untersuchungen in Bezug auf die Dyskalkulie vorgenommen, so dass ich schnell merkte, das mit dem Gymnasium
funktioniert nicht. Sie könnte locker 10 Sprachen lernen, scheitert aber an Mathe,
Physik, Chemie, Geographie, etc.!

Sie möchte gerne Medizin studieren, aber ich habe keine Ahnung wie das gehen soll?
In eine Aufbauschule kommt sie nicht, wegen der 6 in Mathe und selbst wenn sie hi-
neinkommen sollte, wird sie an den Naturwissenschaften scheitern.

Die Problematik hat zu massiven psychischen Störungen geführt, mangelndes, bzw.
kein Selbstwertgefühl, Interesse, Motivation überhaupt etwas zu beginnen, geschweige
denn durchzuhalten. Ein Antrag auf Reha wurde abgelehnt, die BKK ist der Meinung,
dass die erforderlichen Dinge alle ambulant durchgeführt werden können. Wenn ich
da nur an die in Bayern teuer absolvierten "Dyskalulie-Therapien" denke, die nicht
ergebnisorientiert waren, sondern nur die Kassen der Institutionen gefüllt haben, bekomme ich Magenschmerzen...

Ich bin kurz davor einen Schwerbehindertenantrag zu stellen, da ich mir diesen ganzen
Luxus nicht mehr leisten kann, was jedoch nicht bedeutet dem Kind eine Zukunft zu sichern. Mit meinem Latein bin ich am Ende, ich kann durch die Pubertät bedingt mein
Kind nicht mehr aufbauen, sie blockiert und nimmt nichts mehr an! Im kommenden Jahr
wird sie 18!

Als Mutter war ich verpflichtet mein Kind beschulen zu lassen, mein Kind wurde sichtlich
in der Schule durch "Lehrermobbing" und weiteres zu einem "psychischen Wrack" gemacht und hat keine wirkliche Chance, Ihren Neigungen entsprechend einen Beruf zu
erlernen. Ich darf nun alleine schauen, wie ich zurecht komme und muss mit den Kollateralschäden leben, bzw. das beste draus machen. Da sie zusätzlich ein ADS (früher ADHS Kind war) wirkt sie oftmals sehr zertreut und ist unkonzentirert. Welcher Betrieb gibt denn einem solchen Kind/Jugendlichen mit autistischen Zügen eine Chance? Sie fühlt sich minderwertig und macht lieber nichts, als wieder die Dumme zu sein. Verstndlicherweise!

Was habe ich noch für Möglichkeiten von amtswegen, bis sie 18 ist auszuschöpfen, gibt es irgendwelche Optionen, möglicherweise auch ohne das Gericht zu bemühen? Leider
kann ich mir keine englischen oder schweizerischen Internate leisten - und da ich selbst
berufstätig bin, um dieses überhaupt finanzieren zu können, kann ich mich nicht ständig
mit ihr beschäftigen. Fühle mich völlig überfordert, da war die Schulzeit wenigstens noch
eine Beständigkeit, auf die ich mich verlassen konnte, trotz der mehrfachen Wechsel...

Was ist zu empfehlen, bin für jede Idee dankbar, die mir/uns weiterhilft! Das wäre für uns das schönste Weihnachtsgeschenk. Eine einfache Mutter/Kind Beziehung war durch
diese Problematik nie wirklich möglich, das ist sicherlich auch ein Problem - und wer ist
schuld? Natürlich die Mutter!

Lieben Dank im voraus und schöne Weihnachtsgrüße
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gerne wie folgt ausführen:

Zunächst einmal sollten Sie sich keine Schuld geben. Diese tragen Sie keinesfalls, Sie haben alles menschenmöglich unternommen, um Ihrer Tochter eine wichtige Stütze zu sein und ihr die Hilfe zukommen zu lassen, die sie dringend benötigt.

Gegen die Ablehnung einer Reha-Maßnahme, die mir auch dringend erforderlich scheint, können Sie tatsächlich nur Klagen und die Entscheidung des Gerichtes abwarten. Sie sollten hier aber ggf. durch behandelnde Ärzte die Notwendigkeit der Reha im sozialgerichtlichen Verfahren untermauern.

Dringend empfehlen würde ich Ihnen einen Schwerbehindertenausweis für Ihre Tochter zu beantragen.

Dann greifen die Fördermöglichkeiten des SGB 9 für Ihre Tochter. Stellen Sie also zeitnah diesen Antrag.

Wenn Ihre Tochter noch einen Schulabschluss machen möchte, könnte ich Ihnen die Flex-Schulen empfehlen. Diese finden Sie unter dem folgenden Link:

http://www.flex-fernschule.de/49257.html

Hierbei handelt es sich um eine Fernschule, die auch gefördert werden kann.
RA_UJSCHWERIN und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Lieben Dank für Ihre informative, schnelle Hilfe, vor allem für den Tip der "Flexschule";)
Beste Weihnachtsgrüße, SPGeiger
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr gerne, ich wünsche Ihnen auch ein schönes Weihnachtsfest.